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Stadtverband Garbsen
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  Aktuelles | Archiv


  NABU weist auf Wintergefahren für heimische Vögel hin und gibt Tipps

Von Waldemar Wachtel

Bei der momentanen Wetterlage benötigen die hier gebliebenen Vögel unsere Hilfe. Das weiße Gestöber der letzten Tage bedeckt weite Teile der Landschaft mit einer dünnen Decke Schnee. Was für den Menschen schön anzuschauen ist, bedeutet für viele Vögel einen Mangel an Nahrungsquellen. Wer den gefiederten Freunden Nahrung anbieten möchte, den ruft der NABU dazu auf, beim Füttern von Wildvögeln im Winter einige Ratschläge zu beherzigen, um den Tieren nicht zu schaden. Die Frage, ob Vögel im Winter überhaupt gefüttert werden dürfen, beantwortet der NABU mit einem klaren Ja. „Wer Vögel füttert, kann sie optimal beobachten und wird mit spannenden Naturerlebnissen belohnt“, sagt NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel. „Gleichzeitig sollte klar sein, dass die Vogelfütterung die Probleme der Vogelwelt nicht löst. Einen naturnahen Garten, eine giftfreie Landwirtschaft und ein reiches Angebot an Nistmöglichkeiten kann man nicht durch ein paar Futterhäuschen ersetzen.“

Um die Winterfütterung zu erleichtern, empfiehlt der NABU die Beachtung folgender Regeln.

 

Keine Speisereste verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen und Graubrote!

Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden:
Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen u. a. Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), andere Saaten, Erdnüsse (ungesalzen!), Haselnüsse, andere Nüsse, auch Haferflocken als Streu- und Futtermischungen. Die Mischung macht´s!
„Damit z. B. Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen Ambrosiapflanze“ führt Waldemar Wachtel weiter aus.

 

Keine Massenfutterplätze einrichten: sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten! Besser sind Futtersäulen und Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere solcher Futterstellen im Abstand zueinander anbringen, damit viele Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln, Rotkehlchen und andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich, insbesondere zum Abend säubern.

 

Wer Spaß und Freude an der Beobachtung von Wintervögeln hat, seine Artenkenntnisse auffrischen, sich an einer wissenschaftlichen Datenerhebung beteiligen möchte, dem empfiehlt der NABU, sich an der Stunde der Wintervögel zu beteiligen. Dieses Jahr findet die bundesweite Mitmachaktion zum sechsten Mal vom 8. bis 10. Januar 2016 statt. Unter www.stundederwintervoegel.de können Sie Ihre Beobachtungen bis zum 19. Januar 1016 melden und noch mehr erfahren.


Januar 2016
 


  Braunes Langohr hat Glück gehabt

Von Dagmar Strube

Die derzeit milden Temperaturen wirken sich auch auf das Verhalten der Fledermäuse aus. Eigentlich müssten sie ab November bereits ihre Winterquartiere aufgesucht haben. Doch in den letzten Tagen wurden immer wieder Fledermäuse an ungewöhnlichen Orten bei den Fledermaus-Betreuern Dagmar und Karsten Strube gemeldet. Neben den versehentlichen Zimmereinflügen sind es vor allem die Tiere, die an Treppenhäusern, Kellereingängen, an Hausfassaden oder ungeschützten Plätzen entdeckt werden, die meist Hilfe benötigen.

So auch das Braune Langohr. Buchstäblich kurz vor dem Verdursten wurde das Weibchen von einem Finder auf einem Radweg vor einer Kellertür auf dem Boden entdeckt. Nach dem Telefonat mit der Fledermaus-Betreuerin Dagmar Strube (05131/92750) nahm er das Flattertier nach Anweisung von Strube vorsichtig mit einem Tuch auf und legte dieses in einen ausbruchsicheren Karton. Sicher verstaut, brachte er das Tier zu der Fledermaus-Betreuerin. Bei der Erstuntersuchung der Fledermaus stellte diese fest, dass es sich um ein etwas unterwichtiges weibliches Braunes Langohr handelte, dass offensichtlich kurz vor dem Verdursten gewesen war. Strube: „In diesem Zustand wäre die Langohr-Fledermausdame aus eigenem Antrieb sicherlich nicht mehr in der Lage gewesen sich zu retten. Es wäre gestorben. Nach drei Tagen Pflege konnten Strubes die Fledermaus mit den enorm großen Ohren wieder in die Natur entlassen.

Strube: „Diese Geschichte der Braunen Langohr Fledermausdame ist bezeichnend für viele Fundtiere. Wir danken daher allen Findern immer ausdrücklich für ihre Meldung und bitten auch zukünftig um Meldungen. Häufig können wir die vom Aussterben bedrohten Tiere nach kurzzeitiger fachkundiger Pflege wieder auswildern.“

November 2015

 


  Großer Besucherandrang beim NABU Stand auf Homeyers Hof

Von Dagmar Strube

Der Aktions- und Mitmachstand vom NABU fand auf Homeyers Hof sehr regen Zuspruch. In der rustikalen Kulisse einer großen Scheune präsentierte das fünfköpfige NABU Team einen umfassenden jahreszeitlich gut passenden und durchdachten Mitmach-Stand.

Im Eingangsbereich konnten Vogelnistkästen mit Michael Lucas und Jerome Böhm zusammengebaut werden. Die fertigen Nistkästen konnten mit nach Hause genommen werden. Gleich daneben beantwortete der Fledermaus-Regionalbetreuer Karsten Strube viele Fachfragen der Besucher über die unter strengem Artenschutz stehenden Fledermäuse und die Schutzbemühungen der Naturschützer.

Sina Sender bastelte emsig und unermüdlich mit den vielen Kindern und Junggebliebenen energiereiche Futterzapfen für die Winterfütterung der Vögel und Dagmar Strube beantwortete die Fachfragen zu den Themen wann ein Igel hilfsbedürftig ist, wie ein naturnaher Garten Igeln, Vögeln und Fledermäusen helfen kann und worauf man bei der Winterfütterung der Vögel achten sollte.

 „Der Stand mit dem großen Besucherandrang und den vielen gestellten Fachfragen hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns sehr, dass wir auch 2016 wieder im Frühjahr und Spätherbst auf Homeyers Hof mit einem NABU Stand als Ansprechpartner mit Mitmach-Aktionen vertreten sein dürfen“, erklärt Dagmar Strube.

Dass die Besucher Spaß am NABU Stand hatten, verrieten zumindest die leuchtenden Kinderaugen, wenn diese stolz ihre gebastelten Futterzapfen, Igel, Fledermäuse oder Nistkästen präsentierten.

Dagmar Strube vom NABU dankt ausdrücklich Frau Buch für ihre Spende von 200 Euro aus dem Erlös des Restaurant Days. Das Konzept des vorweihnachtlichen Marktes mit dem Restaurant Day und dem Informations- und Mitmachstand vom NABU lockte bei sonnigem Wetter viele Besucher auf den historischen Hof.

November 2015
 


  Experte für Hautflügler empfiehlt im Herbst Frühblüher setzen

Von Dagmar Strube

Der Experte beim NABU für Hautflügler Michael Lucas empfiehlt im Herbst in den eigenen Garten Zwiebeln von Frühblühern zu setzen. Diese pollenreichen Blüten, die im sehr zeitigen Frühjahr erblühen, bieten den ersten Wildbienen, Honigbienen, Hummelköniginnen und Schmetterlingen, wie der Zitronenfalter eine sehr wichtige Nahrungsquelle.

Aus diesem Grund hat Herr Lucas vor der großen Insektenwand im Stadtpark in den letzten Tagen 200 Wildkrokusse, 60 Narzissen und 20 Winterlinge im Erdreich vergraben.
Denn neben dem Aufbau von sogenannten Insektenhotels ist die Anlage eines blütenreichen Lebensraumes mit ungefüllten Kelchpflanzen mit gutem Pollenbesatz sehr wichtig für die Nützlinge.

Wer Interesse an näheren Informationen über Trachtpflanzen oder Hautflügler hat, kann sich an Herrn Lucas, Telefon 05131/476748 wenden.

Oktober 2015

 


  NATUR AG versteckt den Frühling im Herbstboden

Von Dagmar Strube

Die 16 Schüler der Natur AG der Grundschule James Krüss in Berenbostel mit Dagmar Strube vom NABU Garbsen nahmen voller Freude an dem Projekt „Wir verstecken den Frühling im Herbstboden“ teil. Dazu vergruben die jungen Naturforscher mehr als 1300 Frühlingsboten in der Rasenfläche vor ihrer Grundschule. Neben 750 Osterglocken wurden auch über 600 Krokusse gesetzt. Zuvor hatten die Schüler gelernt, wie sie die Zwiebelpflanzen im Herbst in der Erde vergraben müssen, damit sie im zeitigen Frühjahr blühen können.

Strube erklärte den Schülern, dass Frühblüher wie Osterglocken, Krokusse und andere Zwiebelpflanzen eine erste wichtige Nahrungsquelle für Insekten, Schmetterlinge, Hummeln und Bienen nach dem Winter sind. Denn in den Monaten März und April blühen noch nicht viele Blumen. Schnell erkannten die pfiffigen Naturfreunde, dass sie durch ihre herbstliche Pflanzaktion heute schon den Tieren helfen, die im nächsten Frühjahr über die Wiese fliegen werden. Sie hoffen, dass viele Gartenbesitzer auch Frühblüher gepflanzt haben, damit möglichst viele Schmetterlingen, Hummeln, Wildbienen und anderen Insekten genügend Futter im nächsten Frühjahr finden werden.

Die Gruppe dankt der Stadtverwaltung, Abteilung Stadtgrün, für die finanzielle Unterstützung des Schulprojektes und Michael Lucas vom NABU für seine tatkräftige Hilfe. Zum Schluss waren sich alle einig, dass sie sich jetzt schon auf das Frühjahr freuen und gespannt sind, ob dann der gewünschte Blütenteppich zu sehen sein wird.

Oktober 2015
 


  Herbstzeit ist Putzzeit - NABU reinigt Nistkästen und bittet Gartenbesitzer auch ihre Kästen zu reinigen

Von Dagmar Strube

Der NABU Garbsen hat in verschiedenen Gebieten in Garbsen angefangen, die von ihnen betreuten Vogelnistkästen zu reinigen. Bei dieser jährlichen herbstlichen Reinigung werden die alten Nester mitsamt den darin lebenden Parasiten wie Vogelflöhe, Milben und Zecken durch gründliches Ausfegen (grobe Bürste)/Auskratzen (Spachtel) der Kästen entfernt, damit die Vogelbrut im nächsten Jahr möglichst unbeschadet aufwachsen kann.  In den meisten Fällen reicht es voll und ganz, wenn man den Kasten trocken kräftig ausbürstet. Auf keinem Fall dürfen chemische Mittel eingesetzt werden.

Einen weiteren Tipp gibt der NABU Garbsen gerne weiter. Klopfen sie vor dem Öffnen des Kastens ruhig einmal an. Es kann durchaus vorkommen, dass der vermeintliche Vogelkasten auch von Hasel- oder Waldmäusen bewohnt wird. Durch das Anklopfen werden die Tiere gewarnt und der Leitergänger erschrickt nicht so schnell über den unerwarteten Wohnungsinhaber.

Die Bilanz der bisher vom NABU Garbsen gereinigten Kästen war sehr gut. Fast alle waren angenommen worden. Vorrangig wurden Meisen, Spatzen und Stare festgestellt. An einigen Kästen hat der Specht massive Spuren hinterlassen und in einem wohnte ein Eichhörnchen. Die beschädigten Kästen werden demnächst repariert oder ersetzt.

Oktober 2015

 


  110 Kinder erforschen mit dem NABU die Bäume

Von Dagmar Strube

Mehr als 100 Schüler des kompletten 2. Jahrganges der Grundschule Osterberg starteten mit ihren Lehrern unter Leitung von Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen an verschiedenen Tagen in die herbstliche Blätterwelt. Dort lernten die 5 Schulklassen mit viel Spaß und Sammelleidenschaft schnell und spielerisch, woran sie die einzelnen Baumarten erkennen und unterscheiden können. Am Ende der Exkursionen waren die mitgeführten Taschen prall mit Fundstücken der erforschten Baumarten von Spitzahorn, Linde, Buche, Kiefer, Silberpappel, Birken, Kastanien, und Eichen gefüllt.

Strube „Das Thema „Bäume kennen lernen“ ist für die Kinder durch den Ausflug in die Natur mit dem herbstlichen Blätterwald viel leichter und einprägsamer zu erlernen als im Klassenzimmer. Sie sehen den Wuchs der Bäume, erfühle die Baumrinden, suchen selber die Baumfrüchte unter den Bäumen und finden die schönsten Herbstblätter, um sie untereinander und miteinander zu vergleichen.“   

Oktober 2015
 


  Freiwillige Helfer unterstützen den Fledermausschutz vom NABU Garbsen

Von Dagmar Strube

Gut ausgerüstet mit Arbeitskleidung und mit viel lobenswerter Energie halfen 25 Freiwillige den Fledermaus-Regionalbetreuern Karsten und Dagmar Strube und dem NABU Garbsen das größte Garbsener Winterquartier für Fledermäuse von der Last der aufsprießenden Vegetation zu befreien und so das Quartier für den Winter fit zu machen.

Strube erklärte den Helfern, dass diese Arbeit zum Schutz des Quartieres bewusst einmal jährlich im Oktober nach allen Vogelbruten und vor dem Einflug der Fledermäuse vorgenommen wird. Insbesondere die erstmaligen Helfer staunten über die Menge und Größe der Fläche des zu bearbeitenden Geländes. Freiwillige, die bereits in den vergangenen Jahren dabei gewesen waren und zur Freude der Naturschützer wieder tatkräftig mithalfen, stellten dagegen sofort Vergleiche des Pflanzenwachstums zum letzten Jahr an. Alle waren sich einig, dass insbesondere die Brombeeren sehr gute Wachstumsbedingungen vorgefunden haben, denn zum Teil erinnerte das Gewölbe an ein vollkommen überwuchertes Dornröschenschloss.

Unerschrocken und gut ausgerüstet mit Ast- und Heckenscheren, Haken und mit Unterstützung von 2 Freischneidern und 1 Kettensäge kämpften sich die Helfer bei schönstem Sonnenschein unermüdlich durch das dornige Gesträuch. Ein großes Lob von Strubes bekamen auch die 10 Schüler der Georg-Elser-Hauptschule, die ebenfalls freiwillig sogar noch nach der stärkenden Picknickpause mithalfen, dass Gewölbe freizuschneiden und das Schnittgut zusammenzutragen. Strube: „Nur dank dieser großen Unterstützung der vielen Helfer ist es uns wieder gelungen, das Winterquartier an einem Tag freizuschneiden. So kann die Stadt Garbsen zeitnah das Schnittgut abfahren und somit die nötige Ruhe schnellstens an dem Winterquartier einkehren. Dafür danken wir allen Beteiligten im Namen des Fledermausschutzes ganz besonders!“

Oktober 2015

 


  „Wilde Nachbarn“ – Ein Streifzug durch die Natur in der Region Hannover am 15. Oktober 2015 ab 19.00 Uhr beim NABU

Von Waldemar Wachtel

Die bekannten Natur- und Tierbeobachter Ulrike Hügel und Uwe Gohlke aus Uetze zeigen sehr interessante Fotos kombiniert mit Film und Ton von unseren „Wilden Nachbarn“.

Die Vielfalt der Amphibien, Insekten, Säugetiere, Vögel und Pflanzen vor unserer Haustür wird uns in eindrucksvollen Dokumentationen nahe gebracht.

Begleiten Sie uns zu den wilden Tieren um uns herum und lassen Sie sich für eigene Beobachtungen auf Ihren Spaziergängen oder Fahrradtouren inspirieren.

Die Veranstaltung findet beim NABU im Kalle, An der Feuerwache 3-5, 30823 Garbsen/Havelse am 15. Oktober 2015 um 19:00 Uhr statt. Dauer ca. 60 Minuten.

Anschließend findet eine Diskussionsrunde statt.

Die Natur- und Tierfilmer zeigen außerdem eine breite Palette von DVDs Ihrer Beobachtungen und Reisetätigkeiten aus Deutschland und Europa, die auch käuflich erworben werden können.

Der NABU erbitte einen Kostenbeitrag von 2,- Euro.
Für NABU-Mitglieder, Schüler und Kinder ist der Eintritt frei.

Oktober 2015
 


  Fledermäuse suchen helfende Hände für Samstag, den 10.10.2015 ab 10.00 Uhr

Von Dagmar Strube

Der Fledermausschutz vom NABU Garbsen bittet Interessierte um Hilfe bei einem Pflegearbeitseinsatz im Stadtpark an einem Winterquartier für Fledermäuse. Dabei handelt es sich um den jährlichen Freischnitt des Quartieres, damit die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse dort weiterhin ungestört und sicher ihren langen Winterschlaf halten können. Gleichzeitig wird erreicht, dass die Pflegearbeiten für das Gebäude möglichst schonend durchgeführt werden können.

Wer bei diesem Artenschutzprojekt helfen möchte oder Rückfragen hat, wird gebeten, sich bei den Fledermaus-Betreuern Karsten und Dagmar Strube unter Tel.: 05131/92750 anzumelden.

Mitzubringen sind Arbeitskleidung und festes Schuhwerk. Im Gelände sind auch dornige Sträucher. Hilfreich wäre auch das Mitbringen einer eigenen Astschere, Arbeitshandschuhe oder auch einer Harke. Als Dankeschön werden die Fledermausschützer den Helfern gegen 13.00 Uhr besondere Eindrücke in die Welt der Fledermäuse zeigen.

Oktober 2015

 


  Fledermäuse brauchen Freunde / Veranstaltungsreihe

Von Dagmar Strube

Nach einer überaus gut besuchten öffentlichen Fledermaus-Exkursion durch den Stadtpark Garbsen bieten die Fledermaus-Betreuer der Region Hannover und vom NABU Garbsen in diesem Herbst eine Reihe von weiteren öffentlichen Veranstaltungen rund um die Fledermaus an. Kommen Sie einfach vorbei. Es sind keine Voranmeldungen erforderlich.

Donnerstag, 10. September 2015,
15.00 - 17.00 Uhr

Fledermausiger Nachmittag im Café Kalle
Informationen, Bilder, Erlebnisberichte, Bastelangebot,….
Dagmar Strube, Fledermaus-Betreuerin der Region Hannover ist im Café Kalle zu Gast. An der Feuerwache 3 - 5, 30823 Garbsen/Havelse.
Weitere Infos zum Café Kalle: www.garbsen.de

Sonntag, 13. September 2015
10.00 und 14.00 Uhr

Tag des Denkmals: Führung zum Ringofen
(Infos / Anschauungsmaterial / fledermausiger Bastel- und Rätselspaß)
Erklärungen zur historischen Bedeutung des Ringofens und als heutiges Winterquartier für  Fledermäuse. Start: Jeweils ab Eingang Stadtpark Ecke Berenbosteler Str./Kastendamm.
Weitere Infos auch auf der Homepage der Stadt Garbsen: www.garbsen.de.

Donnerstag, 17. September 2015, 19.00 Uhr

Vortrag: Winterwelt der Fledermäuse
Die Fledermaus-Regionalbetreuer geben mit beeindruckenden Bildern besondere Einblicke in die Biologie der Fledermäuse  und  zeigen, wo und wie Fledermäuse den Winter verbringen. Bestaunen  sie entspannt winterschlafende Fledermäuse im Schein der Taschenlampe in Höhlen, Bergwerksstollen, Bunkern, Ruinen und Kellergewölben,….und erfahren sie mehr über die nützlichen Säugetiere anhand des Erfahrungsschatzes der  Fledermausschützer.
Im Kalle, An der Feuerwache 3 - 5, 30823 Garbsen/Havelse.

September 2015
 


  Fledermäuse im Stadtpark belauschen

Von Dagmar Strube

Fledermauswanderung durch den Stadtpark am Freitag, 04. September 2015 ab 19.30 Uhr, Treffpunkt: Eingang Stadtpark Ecke Kastendamm/ Berenbosteler Straße

 

Für die Stadt Garbsen und den NABU Garbsen bieten die ehrenamtlich engagierten Fledermaus-Regionalbetreuer Dagmar und Karsten Strube eine öffentliche Fledermaus-Führung in die Welt der nachtaktiven Flattertiere an.

Während der gut zweistündigen Veranstaltung werden die Besucher Fledermäuse in ihrer natürlichen Umgebung bei ihren geschickten Jagdflügen nach Mücken, Motten und anderen nachtaktiven Insekten beobachten können.
Strube: „Jetzt im Spätsommer haben sich die Wochenstuben, in denen die Weibchen ihr Jungtier geboren, gesäugt und aufgezogen haben, aufgelöst. Das bedeutet, dass auch die flüggen Jungtiere nach Insekten jagend zu beobachten sind. Es ist auch die Zeit, in der die Paarungszeit der Fledermäuse beginnt und alle bei uns lebenden Fledermäuse ein wichtiges Ziel verfolgen: noch möglichst viele Insekten zu fangen, um sich ein Fettpolster für den langen Winterschlaf anzufressen. Deshalb kann man in dieser Jahreszeit Fledermäuse noch gut beobachten, bevor sie sich auf den Weg in ihre Winterquartiere begeben.“

Neben der Beobachtung der Jagdflüge der Fledermäuse ist das „Belauschen“ ein besonderes Erlebnis. Mit Hilfe von Fledermausdetektoren werden die sonst für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren Ortungsrufe der Säugetiere hörbar gemacht.

Die Führung ist auch für Kinder in Begleitung Erwachsenen gut geeignet. Eine Voranmeldung für die Fledermaus-Führung durch den Stadtpark ist nicht erforderlich.  

August 2015

 


  NABU Ferienpassaktion „Insektenhotel“ ein toller Erfolg

Von Dagmar Strube

Gut zwei Stunden werkelten die Teilnehmer der NABU Ferienpass-Aktion mit viel Spaß und wahrem Feuereifer unter Leitung der NABU Mitglieder Dagmar Strube und Michael Lucas  im Stadtpark für die kleinen Wildbienen und Nützlinge im Garten.

Emsig schnitten die Kinder und Jugendlichen die Hohlstängel von Forsythien auf die richtigen Längen zu, um sie in ihre Dosenhotels einzupassen. Neben einem dickeren Aststück einer Buche mit Lochbohrungen wurden die Dosen prall mit den Zweigen gefüllt. Der NABU Experte für Hautflügler, Michael Lucas, erklärte den Kindern wie die Wildbienen ihre Brut in den hohlen Stängeln in den Dosenhotels anlegen und wie wertvoll derartige einfache Hilfen für die Wildbienen sind. Nach der ersten Basteleinheit besuchte die Gruppe die große Insektenwand vom NABU und diskutierten die Bauweise dieser großen Wand.

Nach dem stärkenden Picknick bastelten die Insektenfreunde noch Unterschlupfmöglichkeiten für den Ohrenkneifer. Dagmar Strube erklärte den Kindern, dass die Ohrenkneifer deshalb Nützlinge im Garten seien, weil sie Blattläuse erbeuten. NABU Jugendmitglied Jerome Böhm nutzte die Zeit und bohrte Lochgänge von 3 - 8 Millimeter Durchmesser in vorbereitete Tonblöcke. Wenn diese Tonblöcke getrocknet und gebrannt sind, werden diese die große Insektenwand im Stadtpark bereichern. Zum Schluss freuten sich alle Teilnehmer darauf, ihre selbstgebastelten Insektenhotels in ihren Garten zu hängen und den Wildbienen und kleinen Insekten zu helfen.

August 2015
 


  Bienen, Hummeln, Hornissen, Wespen & Co. sind nützlich für den Naturhaushalt

Von Waldemar Wachtel

Wie jedes Jahr wird der NABU in den Sommermonaten mit Anfragen nach der Gefährlichkeit von Hornissen- und Wespennestern geradezu überhäuft. „Viele Anrufer sind einfach unsicher, ob von solchen Nestern und Ihren Bewohnern Gefahren ausgehen“, erläutert Waldemar Wachtel vom NABU. „In den meisten Fällen reicht ein Telefongespräch mit den Erläuterungen aus dem Leben und dem Nutzen dieser sogenannten Hautflügler bereits aus, um Besorgnisse auszuräumen – viele Anrufer sind sogar interessiert, mehr über das Leben und den Lebenszyklus der genannten Arten zu erfahren.“

Vielen ist beispielsweise gar nicht bekannt, dass diese Insektenvölker nur wenige Monate existieren und Insektenjäger sind. Damit reduzieren sie viele Schädlinge in unseren Gärten. Im Spätsommer schlüpfen die neuen „Königinnen“, die sich nach dem sogenannten Hochzeitsflug Reserven für den Winter anfressen, um dann an frostfreien Orten wie Mauerritzen, Holzstapeln oder Dachböden zu überwintern. „Im Frühjahr erwachen sie dann zu erneutem Leben und beginnen an einer geeigneten Stelle den Bau eines neuen Nestes. Alte Nester des Vorjahres werden nicht wieder besiedelt“, berichtet Wachtel. „Die ersten Larven werden noch von der Königin selbst herangezogen – in der Folgezeit übernehmen dies die sogenannten Arbeiterinnen“. Im August haben solche Völker dann typischerweise die größte Individuenanzahlen.

„Insektenvölker stehen unter Naturschutz und sollten nicht gestört oder mutwillig zerstört werden. Es ist klar, dass die Tiere dann alles tun, um ihre Brut zu verteidigen“, so Wachtel. „Mit einem Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern lässt sich in der Regel  aber auch mit Wespen, Hummeln und Hornissen auf gute Nachbarschaft für einen Sommer leben. Von sich aus sind die Tiere keineswegs als aggressiv einzustufen. Geschichten über ihre Gefährlichkeit sind in der Regel nicht zutreffend. Wachtel berichtet, dass er seit Jahren Hornissen-, Hummel- und Wespennester in seinem Garten duldet und noch nie gestochen wurde, obwohl er sich auch teilweise in deren Nähe aufhält. Lediglich bei Kleinkindern und Personen mit Allergien gegen Insektenstiche ist mehr als die übliche Vorsicht anzuraten.

Für solche Fälle steht der NABU telefonisch oder mit seinen Beratern auch vor Ort zur Verfügung. Tel.: 05137-8779975 oder Michael Lucas für Garbsen, 05131-476748 und Willi Rabe für Seelze, 05137-5924.

Bedenken Sie bitte, dass diese Hautflügler nützlich sind. Hornissen und Wespen vertilgen viele Schadinsekten im Garten und Bienen/Wildbienen sowie Hummeln bestäuben insbesondere unsere Obstbäume, Stauden u. &. In vielen Teilen der Welt besteht bereits ein Bestäubungsmangel wegen des Mangels an Hautflüglern. Selbst in deutschen Obst- u. Weinanbaugebieten müssen bereits Bienenvölker angemietet werden.

August 2015

 


  NABU Garbsen wirbt neue Förderer und Mitglieder

Von Waldemar Wachtel

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Deutschlands größter Naturschutzbund wirbt um neue Förderer und Mitglieder. Zu diesem Zwecke sind derzeit Studenten in Garbsen unterwegs, die für eine Mitgliedschaft im NABU vielleicht auch bei ihnen klingeln!

Die Studenten sind mit Informationsmaterial über die Arbeit und dem Veranstaltungsplan des NABU Garbsen ausgestattet. Unabhängig von einer Mitgliedschaft kann jeder angesprochene Garbsener Bürger diese Broschüren in Empfang nehmen und für sich oder seine Freunde verwenden. Die jungen Studenten sind an den blauen NABU-Poloshirts mit dem bekannten Storchenlogo und natürlich dem mitgeführten NABU-Ausweis deutlich erkennbar.

Ca. 400 Mitglieder und Förderer zählt der NABU Stadtverband sagt Waldemar Wachtel, erster Vorsitzender. Angesichts der vielschichtigen Aktionen und Projekte sowie der Größe Garbsens könnten es aber auch deutlich mehr sein. Jeder natur- und umweltbewusste Garbsener Bürger, der die Aktivitäten des NABU unterstützen möchte, ist im NABU herzlich willkommen. In Anbetracht dessen, dass die Stadt Garbsen die Mittel für Natur- und Umwelt immer mehr kürzt, ist dies nicht nur eine Unterstützung für die Natur sondern auch eine Absicherung wichtiger Naturbestandteile und einer besseren Lebensqualität für unsere Kinder und Kindeskinder, so Wachtel weiter.

Der NABU Stadtverband engagiert sich für den Amphibienschutz und rettet jedes Jahr an die 3.000 Frösche und Kröten. Feuchtbiotope werden erhalten oder ausgebaut.

Der aktive /span> Fledermausschutz ist ein besonderer Schwerpunkt. Dagmar und Karsten Strube engagieren sich als Fledermaus-Betreuer vorbildlich bis weit über die Stadtgrenzen hinaus für die Rettung von Fundtieren, den Aufbau und die Sicherung wichtiger Fledermausquartiere und dem Erhalt der Lebensräume. Landschaftsaufwertungsmaßnahmen werden durchgeführt, viele Nistkästen gefertigt, aufgehängt und jedes Jahr gesäubert.
Mit Kindergärten, Schulen und der Stadt Garbsen kooperiert der NABU bei Natur- oder Waldwochen, Exkursionen, Projekten sowie bei Umweltveranstaltungen. Ca.
1.000 Kinder profitieren jährlich davon.
Informationsabende in Bild und Wort, Exkursionen sind weitere Schwerpunkte.
Darüber hinaus setzt sich der NABU aber auch ganz aktiv für ein angenehmes Lebensumfeld der Garbsener Bürger ein, sagt Wachtel und verweist  u. a. auf die vielen Gespräche und Verhandlungen mit der Stadt Garbsen und der Region Hannover bei
Bebauungsplänen, andere Stadtentwicklungen, der Renaturierung der Hannoverschen Moorgeest, dem regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) und der Verhinderung der riesigen Stromtrassen (Südlink), die Garbsen belasten würden.

Über viele weitere Arbeitsschwerpunkte wie den
Schutz von Hautflüglern, den Schutz von Vögeln wie Mauersegler, Eulen, Singvögel usw. berichtet der NABU an jedem dritten Donnerstag jeden Monats.

Wir würden uns sehr freuen, wenn all diese Aktionen mit einem kräftigen Mitgliederzuwachs honoriert würden, sagt Wachtel abschließend..

Juli 2015
 


  Erfolgreiche NABU Exkursion in das Reich der Wildbienen

Von Dagmar Strube

Gut vorbereitet führte Michael Lucas bei überaus hochsommerlichen Temperaturen die

Besucher in die Welt der Wildbienen und deren Lebensräume ein. Besonderes Augenmerk legte der Bienenexperte bei seinen bildreichen Erklärungen auf die Wildbienenarten und ihre Abhängigkeiten von ihren Wirtspflanzen. „Die Glockenblumen-Scherenbiene ist zum Beispiel nahrungsabhängig von der Glockenblume. Sie ernährt sich und ihre Brut ausschließlich von den Pollen der Glockenblume“, erklärte Lucas. Neben den Wildbienenarten und ihren Lebensräumen zeigte der Naturfreund den hochinteressierten Besuchern wie man mit einfachen Mitteln selber Insektenhotels bauen kann und worauf man dabei achten sollte.

Nach der Einleitung im kühlen Schatten besichtigte die Gruppe das sehr gut angenommene große Insektenhotel im Stadtpark. Fasziniert beobachteten die Besucher die emsigen kleinen Wildbienen bei der Anlage von Brutröhren.

Juli 2015

 


  NABU appelliert: Jetzt Tränken einrichten "Tiere leiden unter der Trockenheit und Hitze"

Von Waldemar Wachtel

Die uns im Moment „beglückende“ Wärmeperiode und die damit verbundene Trockenheit machen allen Gefiederten, Insekten und anderen Tieren zu schaffen. „Vögel und Insekten wie Bienen und Hornissen leiden zur Zeit fürchterlich unter dem Wassermangel“, berichtet Waldemar Wachtel, Vorsitzender des NABU. Immer mehr Wasserstellen trocknen aus. In Gräben steht kaum noch Wasser. Teiche bestehen oft nur noch aus Schlamm.

Anrufer berichten in diesen trockenen Tagen immer wieder von entkräfteten Vögeln. Der Durst treibt diese Tiere oft sogar zu kuriosen Verhaltensweisen; so werden Vögel bei Wassermangel beobachtet, wie sie an Scheiben lecken, in der irrigen Annahme, es handle sich um Wasser, so Wachtel weiter. Es ist daher sehr wichtig, den Tieren jetzt Vogeltränken zu bieten, ganz gleich , ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ruft Wachtel auf. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass in diesen Gefäßen das Wasser sauber bleibt und die Tränke katzengeschützt aufgestellt wird. Das Wasser muss mindestens einmal täglich ausgetauscht und das Gefäß gereinigt werden. Dies allerdings ohne chemische Mittel, am besten mit heißem Wasser und einer Bürste.

Wie im Bild zu sehen,  erfüllen bereits einfache Untersätze für Blumentöpfe ihren Zweck.

Als Beobachter können Sie sich u. a. an Amseln, Rotschwänzchen und Zilpzalp sowie Eichhörnchen und Igel erfreuen.

Juli 2015
 


  Sehr gutes Resümee zum Fest der Vereine

Von Waldemar Wachtel

Die NABU-Aktiven mit Lothar Busch, Karl Hatopp, Waldemar Koch, Michael Lucas, Gisela Onnen, Annelies Redlich, Karl-D. Ruhlig, Sina Sender, Dagmar Strube, Waldemar Wachtel und David Will präsentierten einen sehr gut besuchten NABU-Stand in der Rathaushalle. Es wurden viele Fragen beantwortet und zahlreiche Informationen an die vielen interessierten Besucher verteilt.

Zur Belohnung gab es einige Spenden in die Spardose und Absichtserklärungen zur Mitgliedschaft im NABU Garbsen. Die Beitrittsformulare sind im Versand.

Juni 2015

 


  NABU Garbsen beim Fest der Vereine am 21. Juni 2015

Von Dagmar Strube

Bei dem großen Fest der Vereine rund um das Rathaus ist auch wieder der NABU Garbsen dabei. Unseren NABU-Stand finden sie in der Rathaushalle.

Über einen Besuch freuen wir uns und beantworten gerne ihre Fragen, geben Tipps, Informationen und Anregungen weiter.

Neben den vielen Infos können sie bei uns am Stand die Natur „erleben“ und besondere Einblicke gewinnen, die nicht alltäglich sind. Alle Altersgruppen sind eingeladen, am Naturrätsel teilzunehmen und für Kinder haben wir ein Bastelangebot vorbereitet.

Wer hat kann gerne sein altes Handy bei uns abgeben. Wir leiten es zum Wohle der Natur weiter.

Juni 2015
 


  NABU weist Bechsteinfledermaus in Garbsen nach

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Regionalbetreuerin Dagmar Strube staunte nicht schlecht als sie von Frau Paschke nach Schloß Ricklingen zur Rettung einer hilfsbedürftigen Fledermaus gerufen wurde. Denn an der Hauswand hing eine von Strube bisher in Garbsen noch nicht nachgewiesene überaus seltene Fledermausart. Freudig stellte die Fledermausexpertin fest: „Das ist eine Bechsteinfledermaus. Sie ist eine waldbewohnende Fledermausart und europaweit sehr streng geschützt. Mit ihren großen Ohren und den Knopfaugen gilt sie als die „hübsche Fledermaus“. Dagmar Strube barg das seltene Flattertier vorsichtig zur weiteren Untersuchung und Pflege. Zu Hause stellte sich heraus, dass das männliche Tier gesund aber etwas untergewichtig war.

Nach einigen Tagen Pflege und einem Flugtraining konnte die zu den mittelgroßen Fledermausarten zählende Bechsteinfledermaus gestern Abend am Fundort wieder ausgewildert werden. Für die Fledermaus-Betreuer war dies eine besonders große Freude. Mit diesem Sensationsfund haben Strubes nun 13 Fledermausarten nachgewiesen. In Niedersachsen gibt es 19 Fledermausarten.

Bei der Auswilderung helfen, durfte übrigens Sina Sender, NABU-Neumitglied und Biologiestudentin. Begeistert und andächtig verfolgte Sina, wie die Fledermaus ihre Ohren aufrichtete, ortete, die Flügel ausbreitete und dann in Richtung Wald lautlos davon flog. Strube erklärte: „Bechsteinfledermäuse sind waldbewohnende Fledermäuse. Sie benötigen sehr strukturreiche möglichst alte und große Waldgebiete. Sie sind sehr standorttreu. Ihre großen Ohren sind äußerst empfindlich und sensibel. Damit kann sie ihre Beutetiere (Schmetterlinge, Spinnen und Hautflügler) hören und dann als Futter von Blättern und dem Boden ablesen.“ Strube dankt vor allem der umsichtigen Melderin. Frau Paschke hatte die Fledermaus zunächst auf ihrem Gartentisch und dann an der Hauswand entdeckt und in vorbildlicher Weise erkannt, dass dies kein gewöhnlicher Platz für eine Fledermaus ist und Strube informiert Tel.: (05131/92750).

Juni 2015

 



  Ausflug mit dem NABU zur Insektenwand

Von Dagmar Strube

Am Freitag, 05. Juni 2015 bietet der NABU Garbsen ab 15.00 Uhr eine spannende Führung zum großen Insektenhotel im Stadtpark an. Bei schönem Wetter werden die Besucher neben vielen weiteren Insekten vor allem die winzigen Wildbienen bei ihrer emsigen Arbeit genau beobachten können.

Der NABU Garbsen möchte mit dieser Veranstaltung allen Interessierten ob jung oder alt die neben den kleinen unscheinbaren Wildbienen auch andere Insekten an der Insektenwand zeigen und vor allem Informationen über blühende Wildpflanzen und ihre fliegenden Besucher aufzeigen. Durch viele Tipps und Gestaltungsmöglichkeiten können die Besucher Ideen für intakte Lebensräume mit insektenfreundlichen Blumen, Bäumen und Sträuchern erhalten und diese im eigenen Garten nützlich einsetzen. Gleichzeitig können die Besucher sehen, mit welch einfachen Mitteln Nisthilfen geschaffenen werden können und wie diese aussehen können. Der Treffpunkt ist der Eingang zum Stadtpark Ecke Berenbosteler Straße / Kastendamm am Springbrunnen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Juni 2015
 


  Was singt denn da? Ratsschule mit dem NABU auf Forschertour

Von Dagmar Strube

Kaum hatte sich die Klasse 1 b der Ratsschule Berenbostel mit Dagmar Strube vom NABU Garbsen getroffen, konnte die Naturschützerin den Jungforschern auch schon den ersten Vogel zeigen. Nur wenige Meter entfernt, saß gut sichtbar ein lautstark singendes Rotkehlchen auf einem Ast. Die Kinder beobachteten fasziniert, wie der Vogel vor Anstrengung regelrecht bebte, damit sein Gesang sehr weit zu hören war. „Er gibt sich so viel Mühe, um seinem Weibchen zu gefallen und allen anderen Rotkehlchen zu sagen: Hier ist mein Gebiet, hier wohne ich mit meiner Familie, stört uns nicht!“

Dagmar Strube vom NABU Garbsen brachte der Klasse altersgerecht, spielerisch und spannend die Welt der Vögel durch die Entdeckung von versteckten Vogelnestern, Vogeleltern mit Futter im Schnabel für die Jungen, dem Zählen von neun Teichhuhnküken und immer wieder dem andächtigen Lauschen der singenden Vogelmännchen nahe.

Während des Vormittags entdeckten die Vogelforscher auf diese Weise 19 Vogelarten. Manche davon, wie den Zilzalp konnten sie nur hören, wie er ständig seinen Namen rief und der Specht verriet seine Anwesenheit im Park durch die vergrößerten Löcher einiger Nistkästen. Bald entdeckten die Schüler von sich aus Vögel und versuchten sich selbst an der Bestimmung von Amseln, Kohl- und Blaumeisen, Tauben, Stockenten, ... oder fragten nach. Dabei fiel ihnen ein regelrecht wackelnder Nistkasten auf, aus dem ein ziemlich lautes Gezwitscher kam. Strube erklärte: „Da sind junge Stare in dem Kasten, die wohl schon recht groß sind, sich schon viel bewegen ihre Flügel versuchen zu strecken und damit den Kasten in Bewegung bringen. Sie werden bald mit ihren Eltern durch den Park fliegen. Doch noch rufen sie bettelnd um Futter“. Um nicht zu stören, ging die Gruppe schnell weiter, um noch viele weitere Tiere zu entdecken. Zum Schluss verabredete sich die Gruppe für den Herbst zur nächsten Führung zum Thema: Bäume!

Mai 2015

 


  Rettungsaktion: Gössel

Von Dagmar Strube

Als die Schüler das verletzte Küken in der Nähe des Bosse Sees auf der Grünfläche der IGS entdeckten, riefen Sie sofort bei mir an und baten mich um Hilfe. Ausgerüstet mit Kescher, Transportkiste, Decke und Handschuhen eilte ich zu den bereits auf mich wartenden Schülern. Die Gruppe der Grundschüler war mir aus vielen NABU Aktionen und Projekten gut bekannt.

Sie zeigten mir sofort, wo sich das Tier versteckt hatte. Es handelt sich um ein Gössel. Mit Unterstützung der Kinder gelang es mir das Küken einzufangen. Der linke Flügel und die ganze linke Seite waren blutig. Auch auf dem Kopf hatte es eine kleine Verletzung. Die Verletzungen schienen aber schon einige Tage alt zu sein und das Küken sah geschwächt aus. Schnelle Hilfe war also wichtig.

Gemeinsam halfen mir nun die sieben Schüler die Kiste und die Geräte zu mir nach Hause zu tragen. Nachdem ich den Kindern für ihren tollen Einsatz gedankt hatte, versprach ich dafür zu sorgen, dass das Tier schnell und sicher versorgt wird und dass ich ihnen in der nächsten Woche in der Schule erzählen werde, was aus dem Graugansküken geworden ist. Nun musste ich jemanden finden, der für mich das Gössel zur Wildtierstation nach Sachsenhagen brachte, denn an diesem Tag hatte ich kein Auto zur Verfügung und wollte in 1 ½ Stunden auch noch eine Fledermaus-Exkursion für eine Klasse der Grundschule Osterwald leiten. Also hatte ich auch ein großes zeitliches Problem. Da wir vom NABU Garbsen ein tolles Team sind, rief ich meine NABU Kollegin Annelies Redlich an und bat um Hilfe. Erfreulicherweise hatte sie Zeit und brachte das Tier sofort zur Wildtierstation Sachsenhagen.

Nach einer Woche konnten wir uns nach dem Befinden des Gössels erkundigen. Das Ergebnis freut auch die Kinder: Es wird dort weiterhin gepflegt und aufgezogen. Zusammen mit zwei weiteren Graugansjungen ist es in einem Gehege.

Als ich den Schülern das Ergebnis mitteilte, standen sie spontan auf und klatschten Beifall!

Ich gebe den Dank gerne weiter an alle Helfer und lobe die Schüler, die offensichtlich auch durch die viele Jugendarbeit gelernt haben, hin- und nicht wegzugucken. Klasse!

Mai 2015
 


  Konstruktive und offene Diskussionsrunde mit Herrn Dr. Hendrik Hoppenstedt MdB beim NABU

Von Waldemar Wachtel

In den D-Räumen des Rathauses in Garbsen fand sich ein gut besetztes Auditorium mit Bürgern, Mitgliedern des NABU und verschiedenen Bürger-Initiativen (BI’s) zusammen.
Zwei Stunden lang beantwortete Dr. Hoppenstedt die vielfältigen Fragen und diskutierte zu den Themen Natur- und Umweltschutz.

In der momentanen Planungssituation war es natürlich verständlich, dass die meisten Fragen zu dem Thema „Erneuerbare Energien“ mit den Schwerpunkten Windkraftanlagen und Vorranggebiete sowie zu den Stromtrassen-Planungen gestellt wurden. Argumente und Antworten wurden konstruktiv-kritisch ausgetauscht. Herbe Kritik gab es für die Firma TenneT sowie die Bundesnetzagentur (BNetzA) für deren Planungen und den angeblich mangelhaften Verarbeitungen von Informationen aus den Bereichen der Verbände und Kommunen.

Herr Dr. Hoppenstedt hat etliche Fragen, die nicht explicit beantwortet werden konnten, notiert und wird diese in Gesprächen mit Bundestagskolleginnen und -kollegen sowie den zuständigen Ministern erörtern.

NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel leitete die Sitzung souverän. Er bedankte sich bei Herrn Dr. Hoppenstedt, dass er der Einladung des NABU folgte und sich den teils kritischen Fragen stellte. Insgesamt verlief die Diskussion sehr fair.

Da noch etliche Themenkomplexe wie u. a. Biodiversität, Biogasanlagen, Versiegelung von Flächen nicht angesprochen werden konnten, wurde vereinbart, zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine ähnliche Veranstaltung durchzuführen.

Mai 2015

 


  Eine Reise in die Kälte!

Von Annelies Redlich

Beim NABU Garbsen zeigt Annelies Redlich am Donnerstag, 21. Mai 2015, ab 19.00 Uhr, eine fantastische Dokumentation von einer selbst erlebten Kreuzfahrt über Island nach Grönland in einer beeindruckenden Foto-Video-Show. Während der im nachfolgenden kurz beschriebenen Reiseroute gelang es Frau Redlich einzigartige Eindrücke, Naturschauspiele und Stimmungen im Bild einzufangen: „Nach Querung der rauen Dänemark-Straße folgte ein erster Landgang an der Ostküste Grönlands im Ammassalik-Fjord. Durch den 100 km langen Prins-Christian-Sund im Süden ging es anschließend entlang der Westküste hinauf bis zum 77. Breitengrad ins hoch arktische Gebiet. Hier liegt Siorapaluk, die nördlichste Siedlung der Welt. Ein sicheres Ausbooten war allerdings wegen der starken Winde und verborgenen Eisplatten nicht möglich. Auch ein dicht gepackter Eisgürtel vor Ilulissat verhinderte die Einfahrt in den Kangia-Eisfjord. Dennoch gab es genügend andere unvergessliche Naturschauspiele zu bewundern.Landgänge u.a. in Alt-Thule, Qeqertarsuaq, Kangerlussuaq und Qaqortoq ermöglichten nicht nur, die grandiose Natur mit erstaunlicher Pflanzenvielfalt und gewaltigen Eisbergen und Gletschern zu erkunden, sondern auch Kontakte zu der grönländischen Bevölkerung, den Inuit, zu knüpfen. Auf dem Rückweg wurde in Reykjavik und Thórshavn auf den Färöer-Inseln Station gemacht.“

Der Beitrag wird für alle Interessierten beim NABU Garbsen im Kalle, An der Feuerwache 3 - 5, 30823 Garbsen gezeigt. Gäste sind willkommen.

Mai 2015
 


  Dr. Hendrik Hoppenstedt referiert am 12.05.2015 beim NABU

Von Waldemar Wachtel

 

Am Dienstag, den 12.05.15 referiert Dr. Hendrik Hoppenstedt, Mitglied des Bundestages (MdB) ab 18.00 Uhr beim NABU über seine Tätigkeit als MdB, seine Ansicht und Einstellung zum Natur- und Umweltschutz sowie zu Erneuerbaren Energien wie Windkraftanlagen (WKA), Biogasanlagen und die Südlink-Trasse. Als Abgeordneter, der in der Region Hannover wohnt und auch seine Verantwortung für seinen Wahlkreis, zu dem auch Garbsen gehört, gern wahrnimmt, freut sich über die Einladung durch den NABU. Folglich werden auch die Ausführungen zu den genannten Themen mit dem Schwerpunkt auf unsere Region interessant sein.

NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel begrüßt die gemeinsame Terminfindung.

Der Vortrag findet beim NABU im Rathaus Garbsen in den D-Räumen, Rathausplatz 1, 30823 Garbsen kostenfrei statt.

Gäste, die Fragen an Herrn Dr. Hoppenstedt stellen und über diese mit ihm diskutieren möchten, sind willkommen.

Mai 2015

 


  Stunde der Gartenvögel - Mitmachen und gewinnen!

Von Dagmar Strube

Machen Sie mit bei Deutschlands größter Vogelzählung. Die Teilnahme ist sehr einfach und wird unter www.stunde-der-gartenvoegel.de genauso erklärt wie in den vielen Flyern, die der NABU Garbsen an vielen Stellen in Garbsen ausgelegt hat. Sie können ihre Zählergebnisse entweder online unter der obigen Adresse oder mit Hilfe der Flyer melden.

Der Hintergrund zu dieser Aktion ist beeindruckend. Nunmehr zum 11. Mal findet diese bundesweite Zählung statt. Insgesamt lassen sich dank der gesammelter Daten engagierter Vogelfreunde nach 10 Jahren sehr interessante Entwicklungen der Gartenvögel erkennen. So nimmt der Feldsperling zwar im Agrarland aber, in Städten und Dörfern aber zu. Sorgenkinder im Siedlungsraum sind Mehlschwalben und Mauersegler. Besonders auffallend sind auch die sehr niedrigen Zählergebnisse des letzten Jahres von Amseln und Grünfinken. Sie sind angewiesen auf die naturnahen Gestaltungen von Gärten und Parks.

Helfen Sie uns mit ihren Zählergebnissen und mit etwas Glück können Sie sogar noch attraktive Preise gewinnen.

Mai 2015
 


  NABU-Aktion: Fledermäuse brauchen Freunde!

Wir helfen und bauen Fledermausbetten

Von Dagmar Strube

Die Klasse 8 a der Realschule Berenbostel hat mit der Fledermaus-Regionalbetreuerin Dagmar Strube vom NABU Garbsen einen aktiven Beitrag zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Fledermäuse geleistet. Während der Projektwoche zum Thema Naturschutz besuchte die Fledermausschützerin die Klasse und erklärte den Schülern anhand von Bildern, einer Ausstellungsvitrine, einem Fledermausdetektor, Ruf-Aufzeichnungen und vielen Erlebnisberichten Wissenswertes aus der Biologie der Fledermäuse.

Auch Hilfsmaßnahmen erklärte die Fledermausschützerin den Schülern und legte dabei einen Schwerpunkt auf die Hilfsmaßnahmen zur Überwinterung der Tiere. So richtet sie zusammen mit ihrem Mann und NABU-Helfern immer wieder Winterquartiere für Fledermäuse ein. In solchen nassen, dunklen und unbeheizten Kellern, Ruinen und alten Bunkern können die Fledermäuse sicher ihren langen Winterschlaf von November bis März halten. Dabei dürfen sie auf keinem Fall gestört werden, da die Tiere sonst sterben können. Nur zur Arterfassung gehen die Fledermausschützer einmal im Winter leise und ohne die Tiere zu stören in die wenigen zugänglichen Quartiere, um festzustellen welche Fledermausarten wovon wo gibt. Diese Meldungen werden an die Behörden weitergeben, um die Tiere zu schützen. Damit die Tiere dort gut versteckt auch im nächsten Winter schlafen können, konnten die Schüler im zweiten Teil selber sogenannte Fledermaus-Fladensteine an mischen. Die fertigen Fledermausbetten stellten die Schüler am Tag der offenen Tür aus. Inzwischen hat Frau Strube die fertigen Fladensteine abgeholt, um sie demnächst in den von ihnen betreuten Winterquartieren aufhängen zu können. Bei Annahme des kuscheligen Steinbettes von Fledermäusen wird Frau Strube die Schüler informieren. Die Aktion hat den Schülern viel Spaß gemacht und sie konnten selber etwas für die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse tun.

Für Rückfragen: NABU / Fledermaus-Regionalbetreuerin, Dagmar Strube, dagmar@familie-strube.de, 05131/92750

April 2015

 


  Fledermausiger Besuch in der Grundschule Schloß Ricklingen

Von Dagmar Strube

Die Klasse des 3. Jahrganges von Frau A. Antl hatte sich bereits mit dem Thema Fledermäuse im Unterricht beschäftigt und freute sich nun sehr auf den Besuch von der Fledermaus-Regionalbetreuerin Strube in ihrer Klasse. Strube kam gut vorbereitet in den Unterricht und so drehte sich zwei Unterrichtsstunden alles um Fledermäuse. Überaus konzentriert und neugierig zeigten sich die Schüler hoch interessiert und am Ende bekam die Klasse sogar noch einen Spaltenkasten als Fledermausquartier geschenkt. Den wollen sie demnächst an der Fassade des Schulgebäudes anbringen.

April 2015
 


  Wenn der Sonnentau die Moorjungfer frisst

Powerpoint-Vortrag über Flora und Fauna in den Mooren der hannoverschen Moorgeest

Von Waldemar Wachtel

Am Donnerstag, den 16.04.2015 referiert der Moorkenner Dr. Eberhard  Gärtner , Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Moore ab 19.00 Uhr beim NABU mit beeindruckenden Bildern über die Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten in den Mooren. Als Experte betreut er Teile der Hannoverschen Moorgeest. Zu seinen Aufgaben gehört u. a. die Kartierung der Tierwelt. Er schwärmt von der schönen Tierwelt, die er nicht nur kartiert sondern auch fotografiert hat. Neben der beachtlichen Tierwelt u. a. mit Libellen und Schmetterlingen werden auch Blühendes Wollgras, Glockenheide und verschiedene Seerosen gezeigt.

So hat Eberhard Gärtner auch den Moment fotografisch festgehalten in dem der fleischfressende Sonnentau, eine typische Moorpflanze, die Kleine Moorjungfer, eine Libellenart verspeist.

Der Vortrag findet beim NABU im Kalle, An der Feuerwache 3 - 5, 30823 Garbsen/Havelse kostenfrei statt. Gäste sind willkommen.

April 2015

 


  Freiwillige Helfer unterstützen den NABU Garbsen an den Amphibienschutzzäunen

Von Dagmar Strube

Der Regen der letzten Nächte hat die Amphibienwanderung endlich auf Trab gebracht.

Das erfreut die ehrenamtlichen Helfer sehr. Der jüngste „Krötenretter“ ist übrigens Piet (4) Jahre, der schön warm eingepackt zusammen mit seinem Opa einen Straßenabschnitt betreut und uns hier stolz gerettete Erdkröten zeigt! Strube: „Piet, weiter so! Das machst Du ganz toll!“

Seit Ende Februar begehen die ehrenamtlichen Helfer an den verschiedenen Streckenabschnitten jeden Tag - egal bei welchem Wetter - die Schutzzäune und kontrollieren sie. Eine enorme Leistung!

Aufgrund des milden Winters setzten die ersten Wanderbewegungen der Amphibien bereits Ende Februar ein. Der NABU Garbsen reagierte darauf sehr schnell und ließ die Schutzzäune aufstellen. Doch kaum das die ersten Amphibien sich auf den Weg in ihre Laichgewässer bewegten, sorgten die wieder frostigen Temperaturen in den Nächten für eine Pause. Es folgten mehrere Wochen an denen die Wanderbewegungen an den Wanderrouten mit dem klassischen Ausdruck „stopp an go“ gut formuliert waren.

Der NABU Garbsen möchte deshalb zwischenzeitlich schon einmal einen Dank an die vielen Helfer aussprechen, die sich gemeldet haben, um bei der Betreuung der Schutzzäune zu helfen! Ohne diese Hilfe, wäre diese Leistung nicht zu erbringen! DANKE!

März 2015
 


  NABU Garbsen hilft den bedrohten Schleiereulen und bittet um weitere Meldungen

Von Lothar Busch

In Garbsen gibt es durch den NABU Garbsen erfreulicherweise mehrere Eulenkästen, mit denen diesen nützlichen Jägern der Nacht geschützte Plätze zur Aufzucht ihrer Jungen angeboten werden. Eine Folge der Belegung dieser Kästen ist, die Jahr für Jahr dicker werdende Bodenschicht, die u.a. aus den Überbleibseln vertilgter Mäuse aufwächst. Eine Reinigung ist deshalb im Abstand von mehreren Jahren erforderlich.

Der NABU Garbsen widmet sich dieser Aufgabe intensiv und war jetzt erneut in Horst aktiv, dieses Mal auf Homeyers Hof. Hier gibt es in der Scheune hoch oben im Giebel einen sehr gut erhaltenen Kasten.

Durch die intensive Nutzung des Kastens hatten die Ablagerungen schon etwa ein Drittel der Kastenhöhe erreicht, sodass eine Reinigung dringend notwendig war. Das NABU Team hatte sich deshalb zur Pflege des Nistkastens getroffen. Mit Hilfe einer großen Leiter konnte der Kasten erreicht und gewartet werden. Dazu musste mehrere volle Eimer der Ablagerungen aus großer Höhe abgeseilt werden.

Zahlreiche frische Gewölle auf dem Dachboden der Scheune sowie auch Kotflecken zeigten an, dass die Eule oder ein Eulenpaar hier leben und im wieder gereinigten Kasten hoffentlich bald Nachwuchs bekommen.

Die Hofbesitzer freut es, denn nach ihrer Aussage geht die Zahl der Mäuse deutlich zurück, wenn der Eulenkasten besetzt ist.

Der NABU Garbsen dankt Familie Buch für die Meldung, dass in ihrer Scheune Eulen einen Unterschlupf gefunden hatten. Auf diese Weise kann das NABU Team den bedrohten Schleiereulen eine wertvolle Hilfe zum Überleben bieten.

März 2015

 


  NABU rettet Waldohreule

Von Dagmar Strube

Die Waldohreule wusste offensichtlich ganz genau, wem sie in ihrer Not vor die Füße hüpfen musste, um gerettet zu werden. Aufgeplustert und mit weit geöffneten Augen blickte das Tier auf dem Boden sitzend die NABU-Mitglieder Dagmar und Karsten Strube an, als diese zu ihrem abendlichen Spaziergang um den Berenbosteler See starten wollten. Schnell entdeckten die beiden Naturschützer, dass die Eule eine kleine blutende Wunde oberhalb des Schnabels hatte und das der rechte Flügel etwas nach unten hing. Offensichtlich konnte die Eule nicht fliegen. Nach dieser Feststellung reagierten die Eheleute sofort und starteten die Rettungsaktion.

Während Karsten Strube die Eule beobachtete, holte Dagmar Strube Handschuhe, Decke und eine ausbruchsichere Kiste. Ganz ohne Einsatz der spitzen und scharfen Krallen ließ sich die verängstigte Eule dann jedoch nicht einfangen. Aber Karsten Strube ließ sich nicht beirren und packte sicher zu.
In der Transportkiste konnte sich dann die Eule beruhigen und war gleichzeitig in dieser Ruhestellung vor Wildtieren und Katzen sicher geschützt. Das erschien Strubes nun als das Wichtigste, da die Verletzungen nicht gravierend aussahen und das Tier gut genährt war.

Früh am nächsten Morgen fuhr Dagmar Strube mit der Eule zur Wildtierstation Sachsenhagen, um das Tier fachkundig untersuchen zu lassen. Erfreulicherweise bestätigte die fachkundige Tierpflegerin, dass die Verletzungen nicht gefährlich waren und der Flügel nur geprellt war. Durch die sichere Ruhigstellung hatte sich die Eule sogar inzwischen soweit erholt, dass sie bewies, dass sie auch wieder Fliegen konnte.

Mit diesem erfreulichen Ergebnis nahm Strube die Waldohreule „Elsa“ wieder mit nach Garbsen und konnte sie am gleichen Abend am Berenbosteler See auswildern. Strube: „Als wir die Eule wieder in die Natur entließen, drehte sie wie zum Dank noch einmal eine große Runde um unseren Standort bevor sie in der Nacht verschwand. Für uns ein herrlicher Anblick.“

Inzwischen haben wir „Elsa-Waldi“ bei unseren abendlichen Spaziergängen noch einige Male hoch oben in Bäumen entdecken dürfen. Wir vermuten daher, dass sich das weibliche Tier bei Revierkämpfen verletzte oder dass sie erschreckt wurde und deshalb irgendwo gegen geflogen war. Doch was wirklich geschehen war, wird das Geheimnis von Elsa-Waldi bleiben, denn verraten hat sie es den beiden Rettern nicht.

März 2015
 


  Der Vorstand vom NABU Garbsen wiedergewählt

Von Dagmar Strube

Bei der Hauptversammlung vom NABU Stadtverband Garbsen am 19. März 2015 wurde der gesamte Vorstand einstimmig wieder gewählt:

 

Waldemar Wachtel, 1. Vorsitzender

Karl-Dieter Ruhlig, 2. Vorsitzender

Annelies Redlich, Kassenwartin

Dagmar Strube, Schriftführerin

Auch die Kassenprüfer Alexandra Arndt und Mathias Heckerodt wurden in ihren ehrenamtlichen Ämtern wieder gewählt.

März 2015

 


  Fledermauschutz dankt für Spende und regen Besucherandrang

Von Dagmar Strube

Die beiden Garbsener Fledermaus-Regionalbetreuer Karsten und Dagmar Strube hatten bei ihrem NABU Informations- und Aktionsstand beim Geschenke-Atelier in Horst jede Menge zu tun. Während die Fledermausschützer mit sachlichen Tipps, Informationen und dem Bau von Spaltenkästen voll ausgelastet waren, sorgten die beiden NABU-Jugendmitglieder Sarah und Dawid hervorragend und souverän für den reibungslosen Ablauf des umfangreichen Bastelangebotes für die Kinder.

Zur großen Freude der Fledermausschützer überreichte Constanze Buch vom Geschenke-Atelier den Fledermausschützern eine Spende von 200 Euro für den Fledermausschutz.

Strube: „Wir freuen uns schon immer im Vorfeld darauf, diesen NABU-Aktionsstand in der familiären Hofatmosphäre durchführen zu können und danken natürlich für die großzügige Unterstützung für den Fledermausschutz. Wir wünschen Frau Buch mit der Neueröffnung des Geschenke-Ateliers viel Erfolg und möchten uns auch bei allen Besuchern für die vielen Hinweise und Gespräche bedanken. Der Stand hat uns viel Spaß gemacht.“

Der NABU Garbsen ist am 21. November 2015 mit einem zweiten Aktionsstand zum Thema Winterfütterung der Vögel und Fledermausschutz von 13.00 - 16.00 Uhr beim Geschenke-Atelier auf Homeyers-Hof, Frielinger-Str. 12, 30826 Garbsen.

März 2015
 


  NABU mit Fledermaus-Aktionsstand beim Geschenke-Atelier

Der NABU Garbsen ist mit den Fledermaus-Regionalbetreuern Karsten und Dagmar Strube am Samstag, den 14.03.2015 von 13.00 - 16.00 Uhr mit einem Fledermaus Aktions- und Informationsstand unter dem Motto „Fledermäuse brauchen Freunde“ auf Homeyers Hof beim österlichen SCHNICK SCHNACK Geschenke-Atelier in 30826 Garbsen / Horst, Frielinger Straße 12 vertreten.

Neben einem umfangreichen NABU-Bastelangebot für Kinder von Tontopfosterhasen, Fledermausmasken, -teelichtern, -klammern und Rätseln können Besucher am Stand Fledermausspaltenkästen bauen.

Die engagierten Naturschützer informieren nicht nur ansprechend und bildreich über die vom Aussterben bedrohten Säugetiere und die Hilfsangebote vom NABU für Fledermäuse, sondern geben gerne zahlreichen Tipps weiter, die neben den Fledermäusen auch vielen weiteren Tierarten eine wertvolle Hilfe bieten. Dazu gehören zum Beispiel Tipps zur Anlage von Gartenelementen und tierfreundlichen Blühpflanzen, welche Stauden und Pflanzen sinnvoll sind. Im Mittelpunkt stehen Informationen, worauf man bei der Auswahl und Anbringung von Fledermauskästen achten sollte oder wie man sich verhält, wenn eine Fledermaus versehentlich ins Haus einfliegt. Standbesucher erfahren weiterhin, warum Altbaumbestände für Fledermäuse genauso wichtig sind wie der Verzicht auf Insektizide und Pestizide sowie wo Fledermäuse auch an Häusern ihre Quartiere haben können. Der Zeitpunkt für diesen Stand ist gut gewählt, denn Strube weiß, die Flattertiere werden bald ihre Sommerquartiere aufsuchen und dann auch immer wieder an ungewöhnlichen Orten gefunden. Strube „Deshalb ist die Information über die vom Aussterben bedrohten Tiere und wie man sich im Falle einer Auffindung richtig verhält, sehr wichtig. Denn insbesondere wenn Jungtiere gefunden werden, sind diese auf fachliche und schnelle Hilfe angewiesen. Der Stand bietet die Möglichkeit mit uns in entspannter idyllischer Hofatmosphäre ins Gespräch zu kommen und auch im Sanierungsfall Ratschläge zu bekommen. In den letzten Jahren haben wir auf diese Weise wichtige Hinweise auf Quartiere und mögliche Hilfsangebote erhalten, für die wir überaus dankbar sind.“

Das Geschenke-Atelier ist von Mittwoch bis Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und lädt Besucher mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zum österlichen Stöbern ein.

März 2015

 


  NABU stellt Amphibienschutzzäune auf
Helfer dringend gesucht

Von Waldemar Wachtel

Mit der milden Witterungslage und den feuchteren Nächten beginnen die ersten Amphibienwanderungen. Der nächste einsetzende Regen mit Temperaturen um 10 Grad Plus wird das Startsignal für eine explosionsartige Wanderungsbewegung der verschiedenen Kröten, Grasfrösche und Molche sein. Der NABU hat deshalb am Montag, den 20.02.15 mit der Aufstellung der Schutzzäune begonnen. Schwerpunkte bilden die Gutenbergstraße, die Schönebecker Allee, die Meyenfelder Straße, die Flemmingstr, Im Fuchsfelde und der Blaue See mit der Zufahrt zum Golf- und Campingplatz. An einigen Straßen werden auch Straßeneinengungen durch Baken sowie die Aufstellung von Warnschildern nötig sein.

Die Gesamtlänge der Zäune beträgt ca. 4.000 m. Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass von den fleißigen NABU-Mitgliedern und Helfern, wie in den Vorjahren, etwa 3.000 Amphibien eingesammelt und in die Biotope gesetzt werden.

Wachtel appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche sowie die Straßen an denen Schutzzäune stehen, mit erhöhter Aufmerksamkeit und verminderter Geschwindigkeit zu befahren. Nach Aussagen der TU Braunschweig werden Kröten immer häufiger dadurch gefährdet, weil bei nicht angepasster Geschwindigkeit und über 30 km/h, der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Amphibien allein schon dadurch getötet werden. Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer erhält jeder NABU-Aktivist eine mit dem NABU-Schriftzug und Wappen gekennzeichnete Warnweste. Laut Wachtel sollen diese auch den Garbsener Bürgern und den Verkehrsteilnehmern signalisieren, dass hier berechtigte Helfer des NABU tätig sind. Wer den NABU und die Amphibienrettung unterstützen möchte, kann sich bei Dagmar Strube, Tel.: 05131-92750, Karl-Dieter Ruhlig, 05031-72850 oder Waldemar Wachtel, 05137-8779975 melden. Der NABU ist für jede Unterstützung dankbar.

Februar 2015
 


  Futterzapfen-Basteln mit dem NABU im Café Kalle ein voller Erfolg

Von Dagmar Strube

Wie so häufig verband Dagmar Strube vom NABU Garbsen auch beim öffentlichen Café Kalle Nachmittag, NABU Mitmach-Aktionen mit der Jugendarbeit.

Denn zu ihrem NABU Helfer Team gehörten neben Dawid Will auch die beiden diesjährigen Schüler des 7. Jahrganges der Georg-Elser Hauptschule, Leon Menke und Ali Popescu, die beim NABU freiwillig ihr 40stündiges Sozialprojekt „sms sozial-macht-stark“ gewählt haben. Nach einer Schnupperstunde und bereits geleisteter Unterstützung bei Schulaktionen zum Thema Winterfütterung der Vögel in der Grundschule Osterberg, folgte nun der erste diesjährige öffentliche Auftakt der Schüler mit ihrer NABU-Projektleiterin im Café Kalle.

Dabei hatte das Team aufgrund der sehr großen Nachfrage der Besucher so viel zu tun, dass zusätzliche Tische aufgestellt werden mussten. Der Grund lag in dem Angebot der Freiwilligen-Agentur der Stadt Garbsen während des Café Kalle-Nachmittages Futterzapfen für die Winterfütterung der Vögel mit dem NABU zu basteln.

Frau Schleiermacher von der Freiwilligen-Agentur freute sich über die generationenübergreifende große Resonanz, denn vom Kindergartenkind über Schüler, Jugendliche bis hin zum Senior wurde emsig an den Tischen mit reinem Kokosfett und der Futtermischung ein energiereiches Futter gemengt, das dann in geöffnete Kieferzapfen gestrichen wurde. Die fertigen Zapfen konnten gut verpackt mit nach Hause genommen werden, um die bei uns lebenden Vögel zu füttern. Strube erklärt: „Im Winter kommen die bei uns lebenden Vögel wie Blau- und Kohlmeise, das Rotkehlchen, die Amsel, der Sperling und viele Finken sowie andere Vögel sehr dicht an unsere Häuser heran, um die eingerichteten Futterstellen zu nutzen. Wir Menschen können dann die Futtergäste in Ruhe durch die Fensterscheiben beobachten. Dieses entspannte Naturerlebnis ist gerade für Kinder häufig ein erster wichtiger Kontakt mit der Natur! Aus diesem Grund fragen insbesondere Schulen gerne dieses Projekt nach, dass allerdings für diese Saison absolut ausgebucht ist“, erklärt Strube und gab neben den Bastelanleitungen viele nützliche Tipps an die Besucher des Cafés für saubere und hilfreiche Futterstellen weiter.

Frau Strube dankt der Firma Walter Rau Lebensmittelwerke für die großzügige Materialspende!

Januar 2015
 


  Ehrenamt im Focus: Ehrung von Dagmar Strube

Am 15. Januar 2015 wurde Dagmar Strube auf Empfehlung der Freiwilligen-Agentur der Stadt Garbsen für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Haus der Region vom Regionspräsidenten Hauke Jagau geehrt. Dr. Christian Grahl, neuer Bürgermeister von Garbsen, gratulierte Frau Strube vor Ort und drückte damit die Wertschätzung für ihr ehrenamtliches Engagement für den Naturschutz aus.

Seit nunmehr 11 Jahren gilt Dagmar Strube als aktives Mitglied des NABU Garbsen.

Als Schriftführerin gehört sie zum Vorstand des NABU Garbsen. Sie ist bei vielen öffentlichen Aktionen dabei und für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereines und der Homepage mit verantwortlich. Die Jugendarbeit liegt ihr besonders am Herzen. Aus innerer Überzeugung und mit viel Energie führt sie jährlich viele Schulklassen (meistens immer ganze Jahrgänge an separaten Terminen) und Projektgruppen als Schulkoordinatorin mit Exkursionen oder Forscheraufträgen in verschiedene Naturthemen ein. „Mein Anliegen ist es, die Kinder und Jugendlichen mit diesen Aktionen mit Spaß und Freude für die Natur zu sensibilisieren.“ Dass ihr das gelingt, zeigen die vielen Nachfragen von Schulen, Kindergärten, und Jugendlichen nach NABU-Veranstaltungen. 2 - 3-mal wöchentlich ist sie auf diese Weise aktiv. Derzeit sind es zum Beispiel 18 verschiedene Gruppen, die an separaten Terminen mit ihr das Thema „Winterfütterung der Vögel“ erarbeiten und Futterglocken und -zapfen basteln. Dabei vermittelt sie auch immer altersgerechtes Hintergrundwissen.

Das absolute Steckenpferd und ihre Leidenschaft liegen bei Dagmar Strube in aktiven Hilfsmaßnahmen im Bereich des Artenschutzes von Fledermäusen. Geweckt wurde dieses außergewöhnliche Interesse für die geschützten Säugetiere durch die erste Einrichtung eines Winterquartieres für Fledermäuse im Jahre 2008. Kurz danach rettete Dagmar Strube buchstäblich in letzter Sekunde ihre erste Fledermaus, eine Zwergfledermaus, die sie Kasimir nannte vor dem Kältetod. „Dieser kleine Flattermann hat mir viel zu tief in die Augen geschaut“, sagt sie heute lächelnd. Ab diesem Zeitpunkt stand ihr Entschluss fest, als ehrenamtlich registrierte Fledermaus-Regionalbetreuerin für Garbsen etwas für die vom Aussterben bedrohten Säugetiere erreichen zu wollen. Da ihr Mann Karsten, die gleiche Leidenschaft zu den Flattertieren teilt, sind die Eheleute seit 2009 für Garbsen registrierte Fledermaus-Betreuer und gelten als Ansprechpartner für Garbsen und inzwischen auch für die Region. Zusammen richten Strubes immer wieder neue Winterquartiere für Fledermäuse ein, um den bedrohten Winterschläfern zu helfen. Dagmar Strube organisiert und leitet darüber hinaus unermüdlich vielschichtige Aktionen und Projekte, Informations- und Aktionsstände wie beim Scheunenmarkt in Horst, Fachvorträge, Fledermaus-Wanderungen, Ferienpass-Aktionen, Beratungsgespräche, das sms-sozial-macht-stark Projekt, Freiwilligen-Tage, Mitmach-Aktionen,  „Schnupperkurse“, Kartierungen, viele aktive Arbeitseinsätze und Bemühungen zum Erhalt von Jagd- und Lebensräumen und immer wieder die Rettungen von Fledermäusen aus misslichen Lagen sorgen für einen sehr abwechslungsreichen Terminkalender mit immer neuen Herausforderungen. Sie ist als Fledermausschützerin nicht nur in Garbsen, sondern auch in der Region Hannover und der niedersächsischen Fledermausfachgruppe bekannt und nimmt immer wieder gerne an Schulungen und Seminaren teil. „Heute gibt es bei uns keinen fledermausfreien Tag mehr“, sagt sie selber schmunzelnd.

Sie dankt Frau Schleiermacher, die ihr Engagement als eine „herausragende ehrenamtliche Tätigkeit“ bezeichnet hat und damit die Wertschätzung der Stadt Garbsen für ihr Engagement ausgedrückt hat.

Januar 2015

 


  NABU Futterglocken-Aktion wieder ein Hit

Von Dagmar Strube

Das NABU Projekt Winterfütterung der Vögel war in dieser Saison wieder ein absolut nachgefragtes Jugendprojekt.

Das NABU Team mit Dagmar Strube bastelte mit ganzen Jahrgängen der Grundschulen insgesamt ca. 250 Futterglocken und zusätzlich unzählige Futterzapfen mit weiteren Jugend- und Kindergartengruppen. Viele Fotos zur Aktion finden Sie auch unter:

http://www.myheimat.de/garbsen/natur/nabu-futterglocken-aktion-wieder-ein-hit-d2667169.html

Bei den Grundschulen Osterberg, Osterwald und Garbsen-Mitte hatten die kompletten 2. Jahrgänge der Schulen das Projekt gebucht. Dabei lernten die Grundschüler zunächst die Vögel kennen, die an ihre gebastelte Futterstelle kommen können. Neben Blau-, Kohlmeise, Rotkehlchen, Amseln, Spechten, Spatzen interessierten sich die Kinder auch für den Kleiber und andere Vögel. Altersgerecht und ansprechend vermittelte Dagmar Strube den Kindern, warum eine saubere und trockene Futterstelle für die Vögel wichtig ist und worauf man bei der Einrichtung einer Futterstelle achten sollte.
Nach der Theorie bastelten die Kinder ihre eigene Futterglocke, die sie dann auch mit nach Hause nehmen konnten. Mit unglaublichem Feuereifer und Elan vermischten die Schüler reines Kokosfett mit Sonnenblumenkernen, gehackten Erdnüssen, Haferflocken, Getreidekörnern, Rosinen und Sämereien. Das Mischen der körnigen und fettigen Masse machte den Kindern einen riesen Spaß. Nach dem Vermengen füllten die Vogelfreunde die Masse in die vorbereiteten Tontöpfe, die als Futterglocken dienten. Jedes Kind hatte am Ende eine fertige Futterglocke, die es gut verpackt mit nach Hause nehmen konnte.

Strube: „Ziel der Aktion ist es, dass die Kinder mit Spaß selber die zuvor erlernten Vögel an ihrer Futterstelle beobachten können und voller Freude von sich aus die erlernten Vögel wiedererkennen.

Häufig ist dies Beobachten der Vögel an einer Futterstelle der erste wichtige Kontakt von Kindern mit der Natur.“ Ein lehrreiches Projekt mit großem Spaßfaktor der indirekt auch noch dafür sorgt, dass in Garbsen an vielen Plätzen energiereiche Futterstellen für die Wintervögel eingerichtet wurden.

Natürlich kamen auch die anderen Schulklassen und Kinder- und Jugendgruppen zu ihrem Spaß und bastelten genauso emsig das energiereiche Futter.

Januar 2015
 


  Stellungnahme des NABU Garbsen zum Vorschlag der SüdLink Alternativtrasse ALT_091

Von Waldemar Wachtel

Im nachfolgenden können sie hier die Stellungnahme des Naturschutzbundes Deutschland, Regionalverband Hannover und Stadtverband Garbsen zu dem Alternativvorschlag ALT_091 lesen:

Stellungnahme hier Fotowettbewerb

Dezember 2014

 


  NABU beim SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt"

Von Dagmar Strube

Am Samstag, 22. November 2014 ist der NABU Garbsen mit einem Aktionsstand zum Thema Fledermausschutz und Winterfütterung der Vögel beim SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt in 30826 Garbsen / Horst, Frielinger Straße 12 von 13.00 - 16.00 Uhr  vertreten.

Mit dem November zieht nun langsam aber sicher die Winterzeit in Garbsen ein. Das ist der Zeitpunkt in dem die Fledermäuse ihre Winterquartiere aufsuchen und dort ihren langen Winterschlaf bis März halten. Gleichzeitig ist es die Zeit, in der wir Menschen gerne die bei uns überwinternden Vögel füttern. Worauf man bei der Fütterung der Vögel achten sollte und wie man ganz einfach selber energiereiches Futter  zubereiten kann, zeigt der  NABU bei seinem Aktionsstand.  Die Besucher können Futterzapfen und -knödel nach einfachem Rezept am Stand selber anfertigen und für unsere gefiederten Freunde mit nach Hause nehmen. Gerade für Kinder ist die Beobachtung der Vögel am winterlichen Futterhaus häufig der erste und wichtige Kontakt mit der Natur, denn es gibt kaum eine andere Möglichkeit, wie man Vögel so nahe am Haus entspannt durch ein Fenster genau beobachten kann.

Gleichzeitig zeigen die Fledermaus-Regionalbetreuer Strube mit sehr ansprechenden Bildern wo und wie die insektenfressenden  Fledermäuse den Winter bei uns überbrücken. Neben faszinierenden Bildern von winterschlafenden Fledermäusen und deren Quartieren informieren die Regionalbetreuer über die Lebensweise der Fledermäusen und auch warum Windräder für die Fledermäuse so gefährlich sind. Gerne beantworten die Fledermausschützer ihre Fragen und geben sachdienliche Tipps, wie jeder den bedrohten Säugetieren helfen kann. Für Kinder haben die Fledermausschützer ein sehr umfassendes Bastelangebot vorbereitet.

Der SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt ist jeden Samstag bis Weihnachten von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Alle Besucher sind bei kostenlosem Kaffee und einer Waffel zum weihnachtlichen Stöbern herzlich eingeladen.

November 2014
 


  NABU zeigt am Donnerstag, 20.11.2014 "Eine Reise durch das faszinierende Nordostindien"

Von Waldemar Wachtel

Der Naturliebhaber Ralf Volkland aus Walsrode reiste auf eigene Faust nach Meghalaya und Assam, um eine digitale Fotoreportage mit einigen Videosequenzen über diese beiden indischen Bundesstaaten zu erstellen.

Während seiner Reise schlug er am Rande der Großstadt Shillong sein Hauptquartier bei einer mittlerweile befreundeten Familie auf. Von dort aus startete er mehrere Touren in das südliche Meghalaya. Er stieß in Orte vor, die in den letzten Jahrzehnten kaum ein westlicher Reisender besuchte. 

Dabei kam er auch nach Shella, das sich als  kleiner Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen Indiens präsentierte. Keine 10 km von Bangladesch entfernt. Er stieß im südlichen Meghalaya auf heiße Quellen am Fuße eines schlafenden Vulkans und in sehr abgelegene Dörfer vor, eingebettet in einer herrlichen Landschaft, die er nur im Begleitschutz einiger befreundeter Khasi-Bewohnern unternehmen durfte. Auswärtigen begegnet man dort misstrauisch. So konnte der Argwohn gebrochen werden.  Belohnt wurde er mit einer Einladung zum Tee. Der Bann war gebrochen und er durfte fotografieren und  dokumentieren. Er ist immer wieder in Shillong gewesen, um dort bei Tag und Nacht neues zu entdecken. Höhepunkt war, die außergewöhnliche Erlaubnis, bei sehr warmherzigen Hindus ein feierliches Fest in einem Hindu-Tempel bildlich zu dokumentieren.

Eine weitere Tour  führte durch das benachbarte Assam. Diese Region unterscheidet sich sehr stark von Meghalaya. In Assam bereiste ich mehrere kleine Orte und dokumentierte dort das gewöhnliche Alltagsleben. Auch hier erlaubten mir die Hindus ihre heiligen Tempel zu fotografieren. Dazu gehörten auch einige nächtliche Szenen. Höhepunkt dieser Reise sind die Bilder in der Natur von Assam mit den Wildtieren. Heimische Parkranger ermöglichten ihm, auf weniger als 10 Meter an die Tiere heranzukommen. Es ist es gelungen, die Schönheit der genannten Bundesstaaten, die Kultur, die Menschen, die Natur und Tiere in Bildern darzustellen. 

Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr im Kalle, An der Feuerwache 3 - 5, 30823 Garbsen/Havelse.

Die Teilnahme für sämtliche Bürger und Mitglieder ist kostenfrei.

November 2014

 


  Vortrag "Fledermäuse in Garbsen - Mit den Ohren sehen!"

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Regionalbetreuer Karsten und Dagmar Strube referieren mit einem eindrucksvollen Powerpoint-Vortrag

am Donnerstag, 20.11.2014 ab 19.30 Uhr beim „Abend für Frauen“ in der Kirchengemeinde Osterwald, Hauptstr. 234, im Gemeindehaus

über ihr Fachgebiet. Gäste sind willkommen. Der Vortrag ist leicht verständlich und zeigt bildreich die eindrucksvolle Welt der nachtaktiven Säugetiere. Strubes werden mit ihrem reichen Erfahrungsschatz die Besucher mit in eine nicht alltägliche und faszinierende Welt des Artenschutzes nehmen.

Fledermäuse gelten nach wie vor als geheimnisvoll. Denn die meisten Menschen nehmen sie nur in den Sommermonaten als lautlose Schatten wahr, die in der Abenddämmerung durch unsere Siedlungen fliegen. Doch wie nützlich die insektenfressenden Säugetiere sind, wissen die wenigsten Menschen. Vielen ist es auch nicht bekannt, dass die Tiere nur 1 bis 2 Jungtiere pro Jahr lebend gebären. Bei zwei Tieren handelt es sich dann um Zwillinge. Wo die Tiere ihren Tagesschlaf verbringen, wie sie die nahrungsarme Zeit im Winter überbrücken und vor allem mit welchen Anstrengungen der NABU versucht die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse zu schützen, sind einige Themenbereiche des Vortrags. Kommen sie einfach vorbei. Wir freuen uns über ihre Fragen!

November 2014
 


  Fledermäuse suchen helfende Hände - NABU bittet um Hilfe

Von Dagmar Strube

Der Fledermausschutz des NABU Garbsen bittet Interessierte um Hilfe bei einem Pflegearbeitseinsatz am Samstag, den 18.10.2014 ab 10.00 Uhr im Stadtpark an einem Winterquartier für Fledermäuse.

Dabei handelt es sich um den jährlichen Freischnitt des Quartieres, damit die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse dort weiterhin ungestört und sicher ihren langen Winterschlaf halten können.

Wer bei diesem Artenschutzprojekt helfen möchte oder noch Rückfragen hat, wird gebeten, sich bei den Fledermaus-Betreuern Karsten und Dagmar Strube unter Tel.: 05131/92750 oder per Mail unter dagmar@familie-strube.de anzumelden. Mitzubringen sind Arbeitskleidung und festes Schuhwerk. Hilfreich wäre auch das Mitbringen einer eigenen Astschere.

Das Foto zeigt die emsigen helfenden Hände vom letzten Jahr - ein riesen Danke sagen alle Fledermäuse, die in dem Winterquartier dank der umsichtigen Hilfe friedlich schlafen konnten. Auch in diesem Jahr wird D. Strube den Helfern gegen 13.00 Uhr besondere Eindrücke in die Welt der Fledermäuse zeigen.

Oktober 2014

 


  IGS fährt mit dem NABU zum MOORiZ und Moor-Lehrpfad

Von Waldemar Wachtel

Der NABU Garbsen informiert 15 Schüler und 13 Schülerinnen, die von ihrer Lehrerin Annelies  Weinecke und Ihrem Kollegen Arne Grafe begleitet wurden, über die Moore der Region Hannover, ihre Bedeutung für den Naturschutz und als wichtige CO²-Speicher.

Die erste Station war das Moorinformationszentrum Wedemark-Resse, das im September 2011 eröffnet wurde. Waldemar Wachtel begrüßte die Exkursionsteilnehmer und stellte die ihn unterstützenden Referenten Ludwig Uphues u. a. Sprecher des Arbeitskreises Moorschutz, Karl Fischer, Naturschutzbeauftragter für Garbsen und  Johanna Pahls vor. Die im MOORiZ ausgestellten Sehenswürdigkeiten wie auch im Moor vorkommende Tierarten und ihre Stimmen wurden den Schülern erläutert. Mit einem informativen Moorfilm erhielten die Schüler weitere Detailinformationen über die Wichtigkeit und die Gefährdungspotentiale der Moore.

Mit diesen vielschichtigen Informationen führte die Exkursion mit dem Fahrrad zum Moor-Erlebnispfad, der zum Otternhagener Moor gehört. Hier erhielten die Schüler praktischen Anschauungsunterricht. Sie erfuhren, dass die hier einsehbaren Flächen zu den regenerierfähigen Hochmooren zählen. Verschiedene Moorwaldtypen sowie ein Übergangs- und Schwingrasenmoor in der alten Autobahntrasse sind hier vorhanden. Hochmoore werden durch das Regenwasser gespeist. Durch die vielen Entwässerungsgräben, mit denen die Menschen das Wasser aus den Mooren zur Land- u. Torfgewinnung abgeführt haben, sind die Moore in erheblichen Ausmaßen gefährdet.

Deshalb ist es so wichtig, auch den jungen Menschen die Wichtigkeit der Moore zu vermitteln. „Dies ist am heutigen Tag allen Beteiligten gut gelungen“ resümiert Waldemar Wachtel.

Oktober 2014
 


  NABU zeigt PowerPoint- und Videobeitrag "Raus in die Natur"

Von Waldemar Wachtel

Der NABU Garbsen zeigt am Donnerstag, den 18.09.2014 in einem ca. einstündigen  PowerPoint- und Videobeitrag blühende Gärten und Hecken, Vögel und Schmetterlinge sowie Naturreservate der Region Hannover u. a. von Garbsen bis Laatzen und vom Steinhuder Meer bis Uelzen. Zuvor wird eine kurze Entwicklung des NABU gezeigt.

Beginn: 19:00 Uhr im Kalle, An der Feuerwache 3-5,    30823 Garbsen/Havelse.

September 2014

 


  Mit dem Fahrrad raus in die Natur

Von Annelies Redlich

Eine kleine Gruppe des NABU Garbsen unternimmt in unregelmäßigen Abständen Fahrradtouren. Ziel ist immer ein landschaftlich besonders reizvolles Gebiet, wo wir Flora und Fauna beobachten können. Wenn es sich anbietet, legen wir unterwegs auch gerne einen Kulturstopp ein.

So umrundeten wir Ende August bei sommerlichem Wetter das Steinhuder Meer. Auf dem Weg dorthin beeindruckte die Stiftskirche in Wunstorf. Wir durchfuhren das Waldgebiet Hohenholz, Steinhude, die Moorwiesen mit dem Hagenburger Schloss im Süden, danach die flachen Feuchtwiesen mit ihren Blänken im Westen. Im Norden war es die sanft hügelige, sandige Geest entlang des Weißen Berges und der Weißen Düne,  im Osten das große Tote Moor. Und nicht zuletzt war es der Blick über die weite Wasserfläche des Meeres, wodurch diese Tour durch die immer wechselnden Räume mit ihren neuen Gesichtern stets interessant und kurzweilig war.

Wohl etwa 2000 Graugänse standen in den Wiesen oder schwammen auf der Blänke neben dem Südbach. Neben den verschiedenen Entenarten wie Stock-, Schnatter-, Löffel-, Krick- und Knäkente entdeckten wir auch einige zu den Limikolen zählenden Grünschenkel. Am Ostufer fielen zwei Silberreiher auf. In der Luft kreiste eine junge Rohrweihe, und auf Zaunpfählen sitzend, beobachteten Schwarz- und Braunkehlchen ihre Umgebung.
Aber auch die Pflanzen fanden unsere Beachtung. Neben den weit verbreiteten Arten entdeckten wir in den Gräben Froschbiss und an den Rändern das Rohrglanzgras, den Flussampfer und den ausblühenden Blutweiderich. An den feuchten Ufern des Vogelbiotops wuchsen Sumpfhaarstrang, Wasserdarm und Sumpfziest. Und am Meer siedelten im sumpfigen Verlandungsbereich Sumpfcalla, Wasserminze und Wolfstrapp.

Während der Rückfahrt über den Vogeldamm machten wir noch kurze Abstecher in das Moor. Auf Stegen gelangten wir in das sumpfige Gebiet, wo wir in den nassen, mit Torfmoosen fast zugewachsenen alten Torfstichkuhlen auch noch andere typische Hochmoorpflanzen, wie Sonnentau, Moosbeere und Rosmarinheide entdeckten.

Für die 75 km lange Strecke ließen wir uns viel Zeit. Die zahlreichen in rasantem Tempo dahineilenden E-Biker konnten wir nicht beneiden. Wir waren uns einig, dass wir für dieses bequeme Fortbewegungsmittel noch zu jung seien - schließlich sind wir ja erst zwischen 70 und 80 Jahre alt....

September 2014

 


  Flugakrobaten der Nacht erleben

Von Dagmar Strube

Fledermäuse im Stadtpark sehen und belauschen

Wenn es in den Abendstunden langsam aber sicher dunkel wird, erwachen in ihren Quartieren gut versteckt unter unseren Dächern oder in Baumhöhlen die einzigen Säugetiere, die von sich aus selbständig fliegen können. Gemeint sind die Fledermäuse. Noch etwas verschlafen, beginnen die bedrohten Säugetiere, sich für den Ausflug vorzubereiten. Sie strecken und dehnen sich, putzen intensiv ihr Fell und vor allem die sensiblen Flughäute. Wenn sie dann startklar sind, verlassen die Fledermäuse schnell und wendig ihre Verstecke, um auf die geschickte Jagd nach Insekten wie Mücken, Motten, Käfern und Spinnentieren durch die Nacht zu fliegen.

Im Rahmen der internationalen 18. Fledermausnacht bieten der NABU und die Stadt Garbsen unter Leitung der Fledermaus-Regionalbetreuer Strube am Samstag den

13.09.2014 ab 19.30 Uhr

eine öffentliche Dämmerungswanderung unter dem Motto „Fledermäuse im Stadtpark Garbsen erleben“ an. Der Treffpunkt ist der Eingang zum Stadtpark Ecke Kastendamm/Berenbosteler Straße. Anmeldungen für die Exkursion sind nicht erforderlich. Die Fledermaus-Betreuer empfehlen zum Schutz vor Mücken eine Jacke zu tragen und nur für den Rückweg eine Taschenlampe mitzubringen. Es wird gebeten zu beachten, dass die Aktion leider bei Dauerregen ausfallen muss und Kinder bitte nur in Begleitung von Erwachsenen teilnehmen können.

Ziel dieser beliebten Exkursion ist es, die Besucher im natürlichen Lebensraum der Fledermäuse sachlich und ansprechend über die Säugetiere aufzuklären. Neben den Bedrohungen für die Tiere durch Windräder, Lebensraumgefährdungen, Quartierverluste, … sollen einfache Hilfsmaßnahmen, die jeder durchführen kann, vermittelt werden. Bei der gut zweistündigen Führung ist das Beobachten der Fledermäuse in ihrem natürlichen Umfeld und das Belauschen der Tiere dank der mitgeführten Fledermaus-Detektoren ein besonderes Highlight.

September 2014
 


  NABU Tierrettung ;)

Von Annelies Redlich

Es kommt beim NABU Garbsen öfter vor, dass uns verletzte Tiere gemeldet werden. In der Regel bringen wir sie dann in die Wildtier- und Artenschutzstation nach Sachsenhagen. Bis auf Fledermäuse, die an Familie Strube, Fledermaus-Experten, weiter gegeben werden.

Ende August erreichte mich ein Anruf vom Campingplatz am Blauen See. Ein junger Haubentaucher sei verletzt. Er befand sich an Land und konnte nur wenige Schritte laufen, bevor er zusammenbrach und schon von Krähen bedroht wurde. Erfahrungen mit Wasservögeln habe ich nicht, aber ich bot meine Hilfe an. Als ich den Platz erreichte, befand sich das Tier bereits in einem Pappkarton. Eine Verletzung könnte ich so nicht erkennen.

Die Wildtierstation erreichte ich nach einer Fahrt von 35 km. Wie immer wurde ich hier sehr freundlich empfangen. Der Tierarzt war gerade beschäftigt, sodass man mir empfahl, nicht zu warten. Man kann sich ja später telefonisch nach dem verletzten Tier erkundigen.
Wieder zuhause angekommen, erfuhr ich, dass der Haubentaucher keinerlei Verletzung hätte. Es sei typisch für junge Wasservögel, dass sie sich an Land nicht gut bewegen könnten. Warum das Tier überhaupt das Wasser verlassen hatte, bleibt ungeklärt. Vorsichtig wurde mir dann erklärt, dass es für das Tierchen am besten sei, wenn es wieder zu seiner Familie zurückkehren könne. Natürlich musste ich nicht lange überlegen - den Weg nach Sachsenhagen kannte ich jetzt ja gut....

Entschädigt für meinen Aufwand wurde ich durch die Freude, die der Taucher zeigte, als er wieder in seiner gewohnten Umgebung herumschwimmen konnte. Ich hoffe sehr, dass er seine Eltern wiedergefunden hat.

Fazit: Nicht jedes Tier, das hilflos aussieht, braucht unsere Hilfe. Aber im Zweifelsfall lieber einmal zu viel eine "Rettung" unternehmen, als ein Tier leiden zu lassen. Und durch Erfahrung wird man klug....

August 2014

 


  NABU Jugendliche helfen Winterquartier für Fledermäuse zu verbessern

Von Dagmar Strube

Die vier Jugendlichen NABU-Aktivisten um die Fledermausschützerin Dagmar Strube vom NABU Garbsen halfen voller Begeisterung bei dem Projekt „Fledermäuse brauchen Freunde und finden junge Helfer“. Zunächst bauten sie genauso wie verschiedene Schülergruppen es bereits getan hatten sogenannte Fladensteine aus Beton.

Nach deren Fertigstellung ging für die vier Jugendlichen des NABU Stadtverbandes Garbsen das Projekt noch weiter. Denn sie durften den Fledermaus-Betreuern helfen, einige der Fladensteine im Winterquartier für Fledermäuse am Berenbosteler See aufzuhängen.
Gut ausgerüstet mit Fladensteinen, Taschenlampen und Stahlstiften arbeiteten die Fledermausfreunde in dem kellerartigen dunklen Winterquartier. Karsten Strube half den Jugendlichen bei den Bohrungen, den Rest schafften die engagierten Naturschützer fast allein.

Am Ende freuten sich die NABU Jugendlichen mit Frau Strube, dass nun in diesem Winterquartier neben waagerechten Fledermausverstecken nun auch senkrechte entstanden waren.

Jetzt sind die jungen Fledermausfreunde genauso gespannt wie Strubes, ob die Fladensteine vielleicht schon im nächsten Winter von Fledermäusen als Schlafquartiere angenommen werden.

Auf alle Fälle hatten alle Jugendlichen viel Spaß bei dieser praktischen Naturschutzmaßnahme die den bedrohten Fledermäusen eine wertvolle Hilfe sein kann, den langen Winterschlaf von November bis März sicher zu überstehen.

Juli 2014

 


  Fledermäuse brauchen Freunde und finden junge Helfer!

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Regionalbetreuerin Dagmar Strube entsprach dem Wunsch der Schüler der Natur AG des 3. und 4. Jahrganges der Grundschule James Krüss aus Berenbostel sehr gerne, das Thema Fledermäuse näher zu behandeln.

Über mehrere Wochen beschäftigte sich die Gruppe intensiv mit den insektenfressenden Säugetieren. Frau Strube brachte eigenes Bildmaterial mit in den Unterricht aus dem die Schüler dann große Plakate über verschiedenen Fledermausarten aus Deutschland erstellten. Die bildreichen Plakate wurden im Forum der Schule ausgehängt und alle Besucher konnten sich dort anschaulich über Große Mausohren, Wasserfledermäuse, Zwerg- und Breitflügelfledermäuse, dem Großen Abendsegler und dem Braunen Langohr informieren. Eine ansehnliche Dokumentation die auch gerne von Besuchern betrachtet wurde.

Nachdem sich die Schüler so ein gutes Wissen über die Flugakrobaten der Nacht, den Fledermäuse erarbeitet hatten, wollten sie nun auch selber den insektenfressenden Säugetieren helfen. Ein schöner Wunsch, der zeigt wie gut die Schüler für das Thema Fledermäuse sensibilisiert wurden. In mehreren Stunden leitete Strube die jungen Fledermausfreunde an, damit diese sogenannte Fladensteine selber bauen konnten. Diese aus Beton gefertigten Steine sollen den freilebenden Fledermäusen helfen, in Winterquartieren gute und sichere Verstecke für ihren langen Winterschlaf zu finden.

Nachdem die „Fladensteine“ fertig waren, versahen die Erbauer ihre Verstecke noch mit ihren Namen. Eine gute Idee, denn dadurch kann Frau Strube den Kindern bei Annahme der Fledermausbetten die erfreuliche Meldung geben, dass in ihrem Fladensteine eine Fledermaus im Winter geschlafen hat. Inzwischen haben Strubes die Fladensteine in von ihnen betreuten Winterquartieren aufgehängt.

Ein nachhaltiges Projekt das allen Spaß gemacht hat und einen wichtigen Beitrag für die vom Aussterben bedrohten Fledermäusen darstellt.

Juli 2014
 


  NABU zeigt heimische Eulenarten in Norddeutschen Wäldern, ein sehenswerter PowerPoint-Beitrag

Von Waldemar Wachtel

Beim NABU Garbsen referiert am Donnerstag, den 15.05.2014 Ludwig Uphues, NABU Burgwedel-Isernhagen über das Vorkommen und die Lebensweise heimischer Eulenarten. Ludwig Uphues wird in einem ca. einstündigen, beeindruckenden PowerPoint-Beitrag das Leben und die Problematik für die stillen Jäger der Nacht aufzeigen. Diese überwiegend nachtaktiven Eulenarten verschließen sich weitgehend der Beobachtung durch den Menschen, aber sie faszinieren ihn wegen der besonderen Anpassungen an die nächtliche Lebensweise, durch das ausdrucksvolle Gesicht mit den starren Augen,  durch die besondere Gehörleistung und das besonders weiche Gefieder. Aber auch, dass Eulen in Sagen und Märchen, in Brauchtum und Aberglaube eine Rolle spielten.

Die Lebensweisen und die ökologischen Ansprüche dieser Eulenarten  werden vorgestellt und Hinweise gegeben, wie der Erhaltungszustand in unseren Wäldern gefördert und verbessert werden kann. Dieses wird insbesondere im Nordosten Hannovers, am Beispiel an einer Population des Rauhfußkauzes aufgezeigt, die über 30 Jahre feldornithologisch erforscht worden ist.

Angesichts des rasanten weltweiten Artenrückgangs ist der Erhalt der biologischen Vielfalt in unseren Wäldern von steigender Bedeutung. Daher ist es wichtig, Holzproduktion und Artenschutz gleichrangig umzusetzen. Ludwig Uphues hat sich über 30 Jahre mit dieser Artengruppe, teilweise auch durch wissenschaftliche Vogelberingung mit dem Rauhfußkauz und dem Sperlingskauz, beschäftigt.

Beginn: 19:00 Uhr im Kalle, An der Feuerwache 3-5, 30823 Garbsen/Havelse.

Mai 2014

 


  NABU mit Fledermaus-Aktionsstand beim SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Regionalbetreuer Karsten und Dagmar Strube sind am Samstag, den 29.03.2014 von 13.00 - 16.00 Uhr mit einem Fledermaus Aktions- und Informationsstand unter dem Motto „Fledermäuse brauchen Freunde“ beim österlichen SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt in 30826 Garbsen / Horst, Frielinger Straße 12 vertreten.

Die engagierten Naturschützer informieren nicht nur ansprechend und bildreich über die vom Aussterben bedrohten Säugetiere und die Hilfsangebote des NABU für Fledermäuse, sondern geben gerne zahlreichen Tipps weiter, z. B. wie man einen fledermausfreundlichen Blühgarten anlegen kann, worauf man bei der Auswahl und Anbringung von Fledermauskästen achten sollte oder wie man sich verhält, wenn eine Fledermaus versehentlich ins Haus einfliegt. Standbesucher erfahren weiterhin, warum Altbaumbestände für Fledermäuse genauso wichtig sind wie der Verzicht auf Insektizide und Pestizide sowie wo Fledermäuse auch an Häusern ihre Quartiere haben können. Der Zeitpunkt für diesen Stand ist gut gewählt, denn Strube weiß, die als glückbringende Frühlingsboten geltenden Fledermäuse sind bereits aus ihren Winterschlafquartieren ausgeflogen und jagen bei ihren nächtlichen akrobatischen Flügen hungrig nach Mücken, Motten, Spinnentieren, Käfern und anderen Insekten durch unsere Straßen. Strube: „Der Stand bietet die Möglichkeit mit uns in entspannter idyllischer Hofatmosphäre ins Gespräch zu kommen. In den letzten Jahren haben wir auf diese Weise wichtige Hinweise auf Quartiere und mögliche Hilfsangebote erhalten, für die wir überaus dankbar sind.“

Neben einem umfangreichen NABU-Bastelangebot für Kinder von Tontopfosterhasen, Fledermausmasken, -teelichtern, -klammern und Rätseln können Besucher am Stand Fledermausspaltenkästen zusammenbauen.

Der SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt ist bis Ostern jeden Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und lädt Besucher mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zum österlichen Stöbern ein.

März 2014
 


  Intakte Landschaftselemente sind unverzichtbar für eine funktionierende Natur, ein sehenswerter Powerpoint-Beitrag beim NABU

Von Waldemar Wachtel

Beim NABU Garbsen referiert am Donnerstag, den 20.03.2014 Friedrich Hüper, Verbandsingenieur des Unterhaltungsverbandes 52, Mittlere Leine über die Aufgaben und Arbeiten zur Erhaltung und Wiederherstellung intakter Landschaftselemente u. a. im Raum Garbsen und der Region Hannover. Friedrich Hüper wird einen beeindruckenden Powerpoint-Beitrag über den Erhalt, die Renaturierung von Gewässern, Gewässerrandstreifen sowie Neuanpflanzungen in einer teilweise geschundenen Landschaft zeigen. Mit seinen erfolgreichen Planungen und Ausführungsarbeiten für die Natur, Umwelt und Tiervielfalt ist es ihm seit Jahren gelungen, Landwirte, Grundbesitzer und Naturschützer in gemeinsamen Gewässerschauen und fairen Diskussionen zusammenzubringen.

Bäume, Hecken und Flüsse haben in der Arbeit von Friedrich Hüper wieder einen Stellenwert erhalten, die von seinen Kollegen und den Naturschutzverbänden anerkannt und geschätzt werden. Lassen Sie sich überraschen wie aus Sünden der Vergangenheit wieder sehenswerte Natur entstehen kann in der sich binnen kurzer Zeit wieder seltene Tierarten ansiedeln.

Der Vortrag wird durch sehr interessante Natur- und Landschaftsbilder bereichert. Der Eintritt ist für alle frei.

Beginn: 19:00 Uhr im Kalle, An der Feuerwache 3-5, 30823 Garbsen/Havelse.

März 2014

 



  Grundschüler basteln für Fledermäuse kuschelige SteinbettenFoto: D. Strube

Von Dagmar Strube

Die Schüler der Natur-AG des 4. Jahrganges der Grundschule Garbsen-Mitte zeigen ein Herz für die Garbsener Fledermäuse. Zusammen mit der Fledermaus-Betreuerin Dagmar Strube bastelten die Schüler für die winterschlafenden Säugetiere kuscheligen Fledermausbetten aus Beton. Noch zum Beginn der Unterrichtseinheit amüsierten sich die Schüler sehr darüber wie denn Steinbetten kuschelig sein können? Inzwischen haben die Fledermausfreunde während der AG viel über die vom Aussterben bedrohten Flattertiere gelernt und konnten es kaum erwarten, ihren Beitrag zum Schutz der Tiere zu leisten. Dazu brachte Strube für den Schulunterricht recht ungewöhnliche Materialien mit in den Werkraum. Mit viel Energie und Freude mischten die Schüler in Partnerarbeit in Maurereimern Beton an und verteilten diesen mit Maurerkellen über ein Styroporteil zu fladenförmigen Gebilden auf großen Holzbrettern. Eine Woche später konnten die Schüler dann das Stryropor aus dem gehärteten Betonfladen heraus pullen und ihre Kunstwerke bestaunen.

Auf die Frage von Frau Strube, wie denn nun die Fledermäuse darin schlafen, wussten alle Schüler genau, wie die Tiere dort anfliegen würden und sich in dem entstandenen Hohlraum zum langen Winterschlaf unter den eingeklappten Flügeln gut versteckt einkuscheln würden. Auf diese Weise können die Fledermäuse die Zeit, in der sie keine Mücken, Motten und Spinnentiere erjagen können verschlafen bis sie im nächsten Frühjahr wieder erwachen und nach Insekten jagen können. Strube wird die gebastelten Betten in den von ihr betreuten Winterquartieren aufhängen. Natürlich bekommen die Schüler bei Annahme des Kuschelbettes eine Meldung.

Februar 2014

 


  Fledermaus-Vortrag über die Winterwelt der Fledermäuse fand großen AnklangBraunes Langohr

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Regionalbetreuerin Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen hat einen eindrucksvollen Vortrag unter dem Motto „Winterwelt der Fledermäuse - Schlafen bis der Frühling kommt“ gehalten.

Bei einem vollbesetzten Gemeinderaum der Evangelischen Kirchengemeinde Schloß Ricklingen zeigte sie eindrucksvolle Bilder über die winterschlafenden Fledermäuse und deren Winterschlafquartiere. Die sehr interessierten Zuhörer gingen mit der seit Jahren engagierten Fledermausschützerin auf eine nicht alltägliche Reise in eine für viele Menschen unbekannte Welt. Sie besuchten anhand der Erlebnisberichte und Bilder Höhlen, Bergwerksstollen und künstliche Quartiere und entdeckten, wie es den Naturschützern geglückt ist, derartige Bauten für die Fledermäuse zugänglich zu gestalten und wie es in diesen Unterschlüpfen im Winter aussieht.

Im dezenten Schein der Taschenlampen konnten gut versteckt schlafende Langohrfledermäuse, mit Tautropfen überzogene Wasserfledermäuse, in Spalten und Ritzen schlafende Fransenfledermäuse oder auch die seltenen und zum Teil frei an der Decke der Höhlen hängende Große Mausohren sowie weitere Fledermausarten entdeckt werden.

Gleichzeitig zeigte Strube die Bedeutung der Winterquartiere für das Überleben der insektenfressenden Säugetiere auf und warum Fledermäuse für uns Menschen und die Natur von großer Bedeutung sind.

Die Fledermaus-Betreuer Strube bieten in diesem Jahr verschiedene Fledermaus-Aktionen, Führungen und weitere Vorträge an. Bitte informieren Sie sich unter der Rubrik Termine.

Februar 2014
 


  NABU Winterprojekt: Futterzapfen und -glocken selber basteln ist ein HitFoto: D. Strube

Von Dagmar Strube

An neunzehn verschiedenen Terminen bastelte das NABU-Team um die Projektleiterin Dagmar Strube mit Kinder- und Schülergruppen Futterglocken- und Futterzapfen für die Winterfütterung der Vögel. Strube: „Ich danke allen NABU-Freunden die alle tatkräftig zum Gelingen der Aktion beigetragen haben, damit jedes Kind in der vorgebenden Zeit eine fertige Futterglocke stolz in den Händen halten konnte. Dabei hat uns Aktivisten vom NABU Garbsen das Projekt mindestens genauso viel Spaß gemacht wie die vielen strahlenden Kindern.“

Bei diesem überaus beliebten Projekt lernten die Kinder in altersgerechter Weise nicht nur, worauf sie bei der Fütterung der Vögel achten sollten, sondern hatten vor allem sehr viel Freude dabei, einmal selber energiereiches Futter für die Winterfütterung der Vögel an zumischen und dann die Vögel draußen im Garten oder am Balkon damit zu füttern.

Wir danken ausdrücklich der Firma Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH, Hilter für ihre Spende des reinen Kokosfettes, ohne die wir diese Aktion nicht hätten durchführen können.

Die strahlenden Kinderaugen schon bei den Begrüßungen zu den Aktionen zeigten uns vom NABU wie sehr sich die Kinder auf diese Winteraktion freuten. Bis in den Sommer hinein erhalte ich als Projektleiterin immer wieder Meldungen von den „Naturhelfern“, welche Vögel sie mit Eltern oder Großeltern an den Futterstellen beobachtet haben:  Schwanz-, Blau-, Kohl-, Tannenmeisen, Bunt- und Grünspecht, Rotkehlchen, Amseln, Wacholder-drosseln, Türken- und Ringeltauben, Gimpel, Teichhühner, Fasanen, Buch- und Bergfinken, Sperlinge, Kernbeißer, Grünfinken,…bis hin zu Vierbeinigen Gästen wie Eichhörnchen und Mäusen.

Eine Aktion, die häufig dazu beiträgt, dass Kinder einen ersten wichtigen Kontakt mit der Natur vor ihrer Haustür haben. Denn gerade bei dem Beobachten von den Vögeln am Futterplatz im Winter können Kinder diese gefiederten Kobolde meistens sogar sehr Nahe und in Ruhe durch eine Fensterscheibe beobachten und dadurch kennenlernen.

Mehr finden Sie hier Fotowettbewerb

Januar 2014

 


  NABU hilft den bedrohten Schleiereulen und bittet um MeldungenFoto: D. Strube

Von Dagmar Strube

Der Eulenbeauftragte der Region Hannover Karl-Heinz Girod (05033/5438) und Dagmar Strube (05131/92750) vom NABU Stadtverband Garbsen bitten um die Meldung von Eulenvorkommen. Der Hintergrund für den dringenden Aufruf ist der leider sehr starke Rückgang der Brutpaare in der Region Hannover. Da Eulen nur Lebendfutter jagen und fressen, hatten es die nachtaktiven Eulen in den letzten beiden Wintern und bei dem verregneten Frühsommer sehr schwer genügend Futter zu finden. Herr Girod befürchtet dass ungefähr die Hälfte aller bekannten Eulennachweise Opfer des mangelnden Nahrungsangebotes in seinem Betreuungsraum geworden sind.

Um den nützlichen Mäusejägern helfen zu können, trafen sich sechs Mitglieder des NABU Garbsen und NABU Wunstorf mit dem Eulenbeauftragten, um in schwindligen und sehr dämmerigen Höhen sich aktiv für den Eulenschutz auf Düvels Hof ein zu setzen. Durch den sehr guten Kontakt zwischen Frau Düvel und Frau Strube vom NABU Garbsen wusste letztere bereits, dass auf dem hohen Scheunenboden des Neulandhofes in den letzten Jahren Schleiereulen erfolgreich gebrütet haben.

Nun traf sich das NABU Team und kletterte über mehrere Leitern bis zu dem unter dem First des Giebels seit Jahren hängenden Eulennistkasten um ihn zu reinigen. Die Eulenfreunde staunten nicht schlecht über den sehr gut angenommenen Nistkasten, denn er war fast vollständig mit den Spuren aus trockenem Gewölle und Kot gefüllt. Aufgrund der sehr hohen Arbeitshöhe dauerte das Reinigen des Nistkastens mehrere Stunden. Nach getaner Arbeit freuten sich die Naturschützern auf dem Scheunenboden auch frisches Gewölle und sogar zwei Federn gefunden zu haben. Diese Fundstücke beweisen, dass derzeit mindestens eine Schleiereule auf dem Neulandhof lebt und dort in den Nacht lautlos auf Mäusejagd geht. Nun hofft die Gruppe auf weitere Eulenhinweise der Leser, um eventuell weitere Nistkästen zu reinigen oder neue aufzustellen.

Januar 2014

 


  Mit dem NABU Futterzapfen im Café Kalle bastelnSchwanzmeisen

Von Dagmar Strube

Am Donnerstag den 16.01.2014 ist der NABU Garbsen im Café Kalle von 15.00 - 17.00 Uhr mit einer Mitmach-Aktion zum Basteln von energiereichen Futterknödeln für die Winterfütterung der Vögel vertreten. Die Aktion ist bei Jung und Alt sehr beliebt und das Ergebnis haben die bei uns in den Gärten lebenden Vögel im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern.

Die fertigen Futterzapfen können die Naturhelfer mit nach Hause nehmen und staunend beobachten, wie schnell Blau- und Kohlmeise, Rotkehlchen, Amsel, Kleiber, Tannenmeisen, der Specht und andere Vögel das selbstgemachte Futter aufpicken. Diese Beobachtung der Vögel an den Futterhäuschen in der kalten Jahreszeit ist häufig gerade für Kinder ein erster wichtiger Kontakt mit der Natur. Strube: „Es gibt kaum eine andere Möglichkeit unsere Vögel so gut beobachten zu können, wie bei der Winterfütterung am Futterplatz und das ganz entspannt aus der warmen Wohnung heraus. Ein Spaß für alle Generationen!“ Das NABU-Team gibt natürlich gerne weitere Tipps und Ratschläge rund um die Winterfütterung der Vögel.

Die Mitmach-Aktion findet in der Begegnungsstätte der städtischen Freiwilligen-Agentur im Café Kalle an der Feuerwache 3 - 5 in 30823 Havelse statt und bietet neben dem zwanglosen Klönen und dem Erfahrungsaustausch selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Tee an

Januar 2014
 


  Vortrag beim NABU Garbsen: "Die Auswirkungen der Eiszeiten in Norddeutschland"
Foto: D. Strube

Von Waldemar Wachtel

Beim NABU Garbsen referiert am Donnerstag, den 16.01.2014 der Mineraliensammler und Fachmann Karl Klänhardt ab 19.00 Uhr im Kalle, An der Feuerwache 3 - 5, in 30823 Garbsen-Havelse über die beeindruckenden Auswirkungen der Eiszeiten.

Auch heute sind im Stadtgebiet und der Umgebung von Garbsen noch viele Zeugnisse der letzten Eiszeit zu erkennen. Dabei handelt es sich um die Saale-Eiszeit vor ca. 300.000 bis 130.000 Jahren. Klänhardt wird erklären, wie die Sandflächen und Hügel, der Kies, die Geschiebemergel sowie der Lehm der Moränen, die zahlreichen Findlinge sowie die typischen Landschaftsformen von Geest und Marsch mit Mooren, Schmelzwasser-Binnenseen auf den Auswirkungen der Eiszeiten beruhen. Weiterhin werden Erläuterungen über die Entstehung der Eiszeiten, die möglichen Ursachen sowie Auswirkungen für Klima, Flora und Fauna gegeben.

Der Vortrag wird durch sehr interessante mineralogische Belegstücke bereichert. Stücke, die Klänhardt mit guten Augen und der sehr guten Sachkenntnis über Jahrzehnte zusammengetragen hat.

Januar 2014

 


  NABU bittet um Unterstützung gegen den Leinesee

Von Waldemar Wachtel

Bitte helft uns, die gigantische Zerstörung der Leineauen zwischen Hannover und bis Ende Garbsens zu verhindern!!!

Helft uns den Gigantismus der Leinesee-Planung zu verhindern ein Plan für extravagante Bebauung und diverse Yachthäfen zur Bespaßung der Gesellschaft.

Die Folgen wären, Verlust von naturnahen Räumen, wertvollen Leine-Altarmen, Naherholungsgebieten, naturnahe Vernetzungen von Neustadt a. Rbge. bis Laatzen, entlang der Leine, Verlust der Lebensräume von teilweise besonders gefährdeten über 30 Brutvogelarten, Verlust der Bibervorkommen, nachteilige Veränderung des Kleinklimas und der wesentliche Verlust von Retentionsflächen für den Hochwasserschutz. Vom Kostenvolumen und der Belastung von Kommunen und Steuerzahlern ganz zu schweigen.

Sind das nicht Gründe genug, dieses „Wahnsinnsprojekt“ zu verhindern???

Unterstützt uns, den NABU Garbsen u. RV Hannover, den BUND, die BI gegen den Leinesee u. v. a. am 14.01.2014 um 16:00 Uhr im Regionsgebäude (Glaskasten), Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover,  bei der Leinesee-Präsentation und der anschließenden Anhörung und Diskussion für oder gegen den Leinesee.

Die Bürgerversammlungen in Letter, Seelze und Garbsen, bei denen jeweils etwa 400 Bürger anwesend waren, haben ein überwältigendes Votum gegen den Leinesee abgegeben.

Auch die Stadtparlamente in Seelze und Garbsen haben den Leinesee abgelehnt!

Diverse Gespräche mit Regionsabgeordneten haben ebenfalls Zuversicht bei uns geweckt.

Jede Anwesenheit von Euch hilft uns!!!

Danke

Mehr unter: Fotowettbewerb

Januar 2014

 


  Gedanken, Wünsche und Grüße für 2014

Von Waldemar Wachtel

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Freundinnen, liebe Freunde des NABU,
liebe Besucherinnen und Besucher der NABU-Homepage,
sehr geehrte Damen und Herren,

es liegen noch viele Monate des neuen Jahres mit Höhen und Tiefen vor uns.

Was wird in ihm geschehen?

Wir hoffen, dass es friedlich wird auf unserer schönen Erde
und dass Vernunft, nicht Emotion dem Menschen wichtig werde.

Ein jeder Mensch mag glücklich sein mit seinen frommen Lehren.
Wir wünschen aber eines nicht, den Drang uns zu bekehren oder zu belehren.

Der Mensch, der frei geboren ist, der sollte dafür danken.
Selbst wenn er nichts mehr sagen darf, frei bleiben die Gedanken.

Ein offenes Wort am richtigen Ort kann für Bewegung sorgen
und damit unsere Zukunft mitgestalten und sei es erst für übermorgen.

Setzen wir im neuen Jahr dem Überfluss Grenzen und lassen die Grenzen
überflüssig werden. 

Geben wir dem Glauben seine Freiheit und machen die Freiheit zum Glauben aller.
Schenken wir unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde.
Geben wir unserem Verstand Herz und unserem Herzen Verstand.

Kopenhagen und andere Veranstaltungen haben es gezeigt, Natur- und Umweltschutz bleiben hohe Ziele.

Wir sollten alle dazu beitragen sonst erleben wir weitere Katastrophen und zwar sehr viele.

Erfolge sind nur mühsam zu erringen, deshalb lasst uns unseren Beitrag gemeinsam erbringen.
Lasst uns denen trotzen, die nur über Natur- und Umweltschutz motzen.

Ein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen und Mitgliedern aller Verbände, die in Ihrer Freizeit viele Aufgaben zum Wohl der Allgemeinheit erfüllen.
Dies ist auch eine nicht unerhebliche Entlastung für die Kommunen und die Region Hannover.

Danken wollen wir auch allen Förderern und Partnern, den Kommunen, der Region Hannover und den Politikern, die die Gespräche suchen und uns in unserer Arbeit unterstützen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, auch im Namen der Vorstände des NABU Stadtverbandes Garbsen und des NABU Regionalverbandes Hannover alles Gute, viel Glück und Gesundheit für das Jahr 2010.

 Mit freundlichen Grüßen

 NABU Stadtverband Garbsen

Waldemar Wachtel

Januar 2014

 


  Waldemar Wachtel als Delegierter bei der NABU Bundesversammlung in Dessau

Von Waldemar Wachtel

Über 200 Delegierte aus ganz Deutschland sind in diesem Jahr nach Dessau in Sachsen-Anhalt gereist, um an der Bundesvertreterversammlung des NABU teilzunehmen. Die Delegierten kamen zusammen, um verbandsinterne Themen zu besprechen und um Resolutionen zum Hochwasserschutz und Bundesfreiwilligendienst und das Positionspapier zur Jagd abzustimmen. Außerdem wurden besonders engagierte Aktive mit der Lina-Hähnle-Medaille für ihre herausragenden Verdienste geehrt.

 Mehr unter: Fotowettbewerb

November 2013

 


  Kalle-Tag am 03.11.2013 ein großer Erfolg für den NABU und alle beteiligten VereineKalle-Tag

Von Waldemar Wachtel

Man könnte denken, Kalle ist ein geläufiger Vorname in Garbsen. In Wirklichkeit ist er die Kurzform für „Kunst für Alle“ und bedeutet, dass hier im alten Rathaus in Havelse in vorbildlicher Weise räumliche Möglichkeiten für viele Garbsener Vereine der Kunst- und Unterhaltungsszene von der Stadt Garbsen geschaffen wurden.

Die Vereine danken dies mit vielschichtigen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Der Kalle-Tag 2013, man könnte auch sagen ein Jahr nach der Etablierung, war wieder ein voller Erfolg für die Bürger und die Vereine.

Der NABU Stadtverband Garbsen präsentierte sich mit Unterstützung von Annelies Redlich, Karl-Dieter Ruhlig, Dawid Will und Waldemar Wachtel. Es wurden viele Informationen zu Flora und Fauna sowie Entwicklungen in Garbsen und der Region ausgetauscht.

Vorsitzender Waldemar Wachtel präsentierte vor gutem Besuch im Konzertsaal, Auszüge aus seinem PowerPoint Beitrag mit Geräuschuntermalung „Raus in die Natur“. Ein Querschnitt sehenswerter  Ausflugsziele in der Region Hannover mit viel Natur und Tierbildern. Diesen u. einen anderen Beitrag hatte er im Frühjahr auf Anfrage des NDR bereits auf dem NDR Infa-Stand in Hannover präsentiert.

November 2013

 


  NABU Garbsen aktiv bei den Umwelttagen der Stadt GarbsenRund um Stelingen

Von Waldemar Wachtel

Die Stadt Garbsen hat in Kooperation mit dem NABU und einigen anderen Vereinen auch in diesem Jahr wieder ein reichhaltiges Programm für die Umwelttage 2013 veranstaltet.

Dazu gehörten u. a. „Mit allen Sinnen: Riechen, fühlen, tasten…“ am 03.05.13, die Fahrrad-Rallys „Rund um die Horster Mühle“  am 31.05.13 und „Rund um Stelingen“ am 23.08.13 sowie die Mitwirkung des NABU bei der Planung von 30 Nistkästen und der Preisvergabe dazu. Der NABU-Vorstand mit Annelies Redlich, Karl-Dieter Ruhlig und Waldemar Wachtel  freuten sich über die rege Teilnahme der Schülerinnen und der Erwachsenen.

Die Kooperation und Planung der Veranstaltungen vor Ort wurde in vorbildlicher Weise von Christina Haupt, der Mannschaft von Frank Muhlert und Bürgermeister Alexander Heuer unterstützt.

Die Freude der Kinder mit ihren strahlenden Augen sowohl bei den Veranstaltungen wie auch bei der Preisverleihung waren der Höhepunkt zum Abschluss der Umwelttage.

Auch 2014 wird diese Kooperation fortgesetzt.

September 2013
 


  NABU mit Fledermausstand beim SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt
SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube sind beim SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt in 30826 Garbsen / Horst, Frielinger Straße 12 am Samstag, den 02.11.2013 von 13.00 - 16.00 Uhr mit einem Fledermaus-Stand vertreten.

Dort können Besucher viel über Fledermäuse erfahren. Die engagierten Fledermausschützer beantworten gerne Fragen, informieren über die Lebensräume der Fledermäuse, warum Windräder für die Tiere gefährlich sind, wo die Tiere im Sommer leben und im Winter schlafen und wie man den insektenfressenden Flattertieren helfen kann. Um 14.00 Uhr und um 15.00 Uhr starten die Fledermausschützer bildreiche Kurzvorträge über die Garbsener Fledermäuse, den Schutzbemühungen des NABU und mit einigen amüsanten Erfahrungsberichten mit den Tieren.

Vor und nach dem Bildbeitrag können freiwillige Helfer den Fledermausschützern beim Zusammenbau von Spaltenkästen helfen. Die fertigen wartungsfreien Kästen werden mit dem Namen des „Fledermaushelfers“ versehen und in der Nähe von Winterquartieren in Garbsen aufgehängt. Bei Annahme des Ersatzquartieres bekommt der Erbauer von Strubes eine Meldung.

Für Kinder bringen die  Fledermausschützer Bastelangebote für Fledermausmasken, -teelichtern, -klammern, -serviettenringe, -rätsel und ein Puzzle mit.

Der SCHNICK SCHNACK Scheunenmarkt ist ab dem 26.10.2013 jeden Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und lädt Besucher bei kostenlosem Kaffee und Kuchen zum weihnachtlichen Stöbern ein.
(siehe auch www.schnick-schnack-web.de)

November 2013

 


  Fledermaus-Exkursionen in Garbsen sind sehr beliebt

Von Dagmar Strube

Insgesamt mehr als 500 Besucher

In der nun zurückliegenden Saison der Fledermaus-Führungen hatten die engagierten Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube alle Hände voll zu tun. Insgesamt acht Schulklassen mit ihren Eltern und Geschwistern hatten einen Exkursionstermin bei Strubes vereinbart. Hinzu kamen noch zwei sehr gut besuchte öffentliche Führungen.

 Strube: „Wir freuen uns über das große Interesse der Garbsener an den Säugetieren. Dadurch können wir sachlich über die Flattertiere aufklären, Vorurteile ausräumen, Tipps und Ratschläge weitergeben und natürlich die vielen Fragen direkt beantworten. Gleichzeitig nutzen die Besucher häufig die Möglichkeit uns wichtige Rückmeldungen und Fledermausvorkommen zu melden. Insbesondere für diese Meldungen von Quartieren und Fundtieren danken wir. Denn durch diese Informationen können wir als Fledermausschützer den vom Aussterben bedrohten Tieren aktiv helfen und erhalten wertvolle Nachweise über die Fledermauspopulationen in und um Garbsen."

 Mir möchten auf diesem Wege auch weiterhin alle Garbsener ermutigen uns, evtl. Quartiere von Fledermausvorkommen zu melden: dagmar@familie-strube.de.

September 2013

 


  NABU Batnight 2013Batnight Garbsen

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen führen unter dem Motto: „Mit den Ohren sehen - Fledermäuse brauchen Freunde“ in die Welt der Fledermäuse: 

Am Freitag, 30.08.2013 ab 20.00 Uhr am Berenbosteler See

Die 17. Europäische Fledermausnacht, die Batnight 2013 führen die engagierten Fledermaus-Betreuer des NABU Garbsen in das fledermausreiche Gebiet des Berenbosteler Sees. Treffpunkt ist der Spielplatz/Eingang Seeweg. Interessierte Bürger erfahren dabei viel Wissenswertes über die bedrohten Säugetiere und wie sie den nützlichen Insektenfressern helfen können. Während des gut zweistündigen Rundganges können die unterschiedlichen Fledermausarten am See bei ihren beeindruckenden Jagdflügen beobachtet und dank der mitgeführten Ultraschalldetektoren auch belauscht werden. 

Am Samstag, 14.09.2013 ab 19.30 Uhr im Stadtpark Garbsen-Mitte

Eine zweite öffentliche Führung bieten die Fledermausfreunde für die Stadt Garbsen im Stadtpark Garbsen-Mitte an. Treffpunkt ist der Eingang Kastendamm/Ecke Berenbosteler Straße. 

Bitte beachten Sie, dass bei Dauerregen die Aktionen leider entfallen und Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen können.  

Am Samstag, den 28. September 2013 ab 10.00 Uhr Arbeitseinsatz

Der NABU Garbsen lädt passend zum Motto „Fledermäuse brauchen Freunde“ freiwillige Helfer zu einem Arbeitseinsatz zum Wohle der Fledermäuse im Stadtpark Garbsen ein. Als Dank für die Hilfe besteht an diesem Tag die Möglichkeit, besondere Einblicke in die Welt der Fledermäuse zu nehmen, die nicht alltäglich sind. Interessierte werden gebeten sich unter 05131/92750 bei Familie Strube zu melden.

August/September 2013
 


  Viele Fledermausarten begeistern Besucher bei der NABU Dämmerungswanderung

Von Dagmar Strube

Über 50 Besucher erlebten mit den Fledermaus-Regionalbetreuern Karsten und Dagmar Strube eine fledermausreiche Dämmerungswanderung am Berenbosteler See.

Bei der zweistündigen Veranstaltung führten die NABU Mitglieder die auffallend interessierten Besucher anschaulich in die Welt der Fledermäuse ein und beantworteten die vielen Fragen zu den insektenfressenden Säugetieren. Unter anderem wurden auch die großen Gefahren für Fledermäuse durch Windräder diskutiert.

Nach dem Einführungsteil bot Strube den Gästen selbst gebackene Fledermauskekse an, damit alle gut gestärkt auf die folgende Fledermauspirsch gehen konnten.

Mit Unterstützung von Fledermausdetektoren konnten die Besucher nun selber versuchen, die Ortungsrufe der jagenden Fledermäuse hörbar zu machen. Dank der Hilfe von Strubes konnte die Gruppe an diesem Abend ein gutes Artenprofil feststellen. Den Auftakt bildeten pünktlich zur Abenddämmerung mehrere Große Abendsegler hoch über den Köpfen der Besucher, die im Norden des Sees jagten. Kurze Zeit später tauchten die ersten der rasant nach Mücken jagenden Zwergfledermäuse deutlich tiefer fliegend auf. Das Artenspektrum wurde noch durch mehrere Breitflügelfledermäuse und Wasserfledermäuse bereichert. Diese flogen zum Teil im Tandemflug. Strube erklärte dazu: „Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Muttertier, dass ihrem diesjährigen Jungtier noch einige Tricks bei den Jagdflügen zeigt.“ Weiterhin waren sich Strubes sicher auch eine Teichfledermaus auf dem See entdeckt zu haben.

Wieder am Ausgangspunkt angelangt, konnten die Besucher miterleben, wie die Fledermausschützer eine Große Bartfledermaus wieder in die Freiheit entlassen konnten, die vorübergehend bei ihnen in Pflege war. Eine zweite und für dieses Jahr letzte öffentliche Fledermauswanderung bieten die Regional-Betreuer am 14.09.2013 um 19.30 Uhr im Stadtpark Garbsen ab dem Eingang Kastendamm/Berenbosteler Straße an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

August 2013

 


  NABU appelliert: Keine Schwalbennester entfernen

Von Waldemar Wachtel

Der NABU Stadtverband Garbsen bittet darum, keine Mehlschwalbennester von Hausfassaden zu entfernen, zu zerstören oder den Zugang zu den bestehenden und genutzten Nestern zu versperren.  

Nach dem Bundes- und Niedersächsischen Naturschutzgesetz ist dies verboten. Zuwiderhandlungen sind Ordnungswidrigkeiten und können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

 Waldemar Wachtel weist darauf hin, dass häufig aus Nichtwissen, ohne böse Absicht gehandelt wird. Man will einfach die Hausfassade sauber halten. Vielfach ist nicht bekannt, dass die einst zu den häufigeren Schwalbenarten zählenden Mehlschwalben in ihrem Bestand drastisch abgenommen haben.

 Von den Schwalben und ihren Nestern geht keine Gefahr für den Menschen aus. Eine Verschmutzung an der Hausfassade lässt sich durch das Anbringen eines Brettes an der richtigen Stelle verhindern. Die zunehmende Versiegelung und Asphaltierung von Straßen und Plätzen nimmt den Schwalben häufig die Möglichkeit, dass passende Baumaterial für Ihre Nester zu finden. Mit Vorliebe sammeln Schwalben am Rand von Pfützen geeignetes Baumaterial wie Schlamm und Lehm, aus dem sie mit Speichel und Federn vermischt, ihre soliden Nester bauen.

Da ihre Nahrung insbesondere aus „Plagegeistern“ wie Schnaken, Stechmücken und Stubenfliegen besteht, erweisen sie dem Menschen nützliche Dienste.

Früher erkannten viele Menschen nicht nur diese Nützlichkeit - im Volksmund galten sie häufig als die „Glücksbringer“. Hausbesitzer und Landwirte freuten sich jedes Jahr auf die Rückkehr „Ihrer Schwalben“. Pfützen und feuchte Bodensenken wurden für die Schwalben erhalten. Nicht ohne Grund hat der NABU 1974 die Mehlschwalbe und 1979 die Rauchschwalbe zu den Vögeln des Jahres gekürt.

Wachtel erinnert daran, dass der NABU Aufklärung und auch Unterstützung in solchen Angelegenheiten anbietet. Der NABU bittet darum, die Schwalben in ihren Lebensräumen zu belassen und sie dort aus gebührender Entfernung zu beobachten.

Juli 2013
 


  Der NABU bittet: Schnittmaßnahmen an Bäumen und Hecken bis Anfang Oktober zu verschieben

Von Waldemar Wachtel

 

Der NABU Garbsen und Regionalverband Hannover informiert, dass auch für die Gartenbesitzer im innerörtlichen Bereich Fristen bezüglich des Schnittes von Gehölzen gelten. Beim anstehenden Heckenschnitt sollte die Natur nicht unnötig geschädigt werden.

Seit 1. März 2010 heißt es im gültigen Bundesnaturschutzgesetz in Paragraph 39 u. a.: „Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, wie Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen“.

Der Gesetzgeber meint u. a. auch gärtnerisch genutzte Grundflächen und damit den Erwerbsgarten. Damit gilt das Fällverbot auch für Bäume in Privatgärten. Das Verbot, Hecken und Gebüsche im genannten Zeitraum radikal zu kürzen oder zu entfernen, gilt auch Innerorts.

Im Zweifel sollten sich die Bürger an Ihre jeweilige Stadtverwaltung oder an den NABU wenden.

Waldemar Wachtel vom NABU hat durch die Beobachtungen vieler Naturschützer, unterstützt durch die Mitteilungen vieler Bürger und Gartenbesitzer, seit Jahren festgestellt, dass die heimischen Vögel, bedingt durch die Klimaveränderungen, bis zu drei Bruten im Jahr pflegen. Die Aufzucht der Jungvögel dauert bis zum September an.

Der NABU bittet daher alle Gartenbesitzer, sich noch mit dem Hecken- und Strauchschnitt zu gedulden. Derzeit brüten noch viele Singvögel im Schutz des dichten Blattwerks. Sie können durch Schnittmaßnahmen so sehr gestört werden, dass sie ihre Brut aufgeben. Im Juni/Juli gibt es bei vielen Singvögeln wie Amsel, Singdrossel, Buch- und Grünfinken eine zweite Brut. „Wer jetzt seine Sträucher schneidet, riskiert den Nachwuchs der fröhlichen Sängerschar. Auch finden Beutegreifer die Gelege viel einfacher, wenn schützende Zweige weggeschnitten werden“, berichtet Wachtel weiter.“

Juli 2013

 


  Der NABU Garbsen bittet: helft dem Mauersegler

Von Waldemar Wachtel

Der NABU Garbsen bittet die Bürger und Naturschützer dem Vogel des Jahres, den Mauersegler ein Überleben zu sichern. Als Kulturfolger in Dörfern und Städten findet er geeignete Wohnstuben unter den Dächern von Altbauten, aber auch in anderen Gebäudenischen wie alten Gemäuern. Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen verloren. Die Folge ist, dass der Mauersegler nun bereits auf die Vorwarnliste der "Roten Liste" gefährdeter Brutvögel gesetzt werden musste.

Mit einer Flügelspannweite von über 40 Zentimetern sind Mauersegler erheblich größer als unsere heimischen Schwalben. Sie haben lange, sichelförmige Flügel und einen kurzen, gegabelten Schwanz. Bis auf die grauweiße Kehle ist das gesamte Gefieder bräunlich bis rußschwarz, wobei Weibchen und Männchen gleich gefärbt sind. Jungvögel sind an der weiß geschuppten Stirn und dem größeren Kehlfleck zu erkennen. Der Schnabel und die Füße sind schwärzlich, die Iris tiefbraun.
Mauersegler gehen ausschließlich in der Luft auf Jagd nach Insekten, die sie gezielt anfliegen und fangen. Sie jagen nicht selten in großer Höhe von bis zu 3.000 Metern über der Erde. Die Flughöhe schwankt mit dem Nahrungsangebot. Bei schlechtem Wetter fliegen sie auch flach über dem Grund. In Europa sind als Nahrungstiere u.a. Blattläuse, Käfer, Fliegen und Hautflügler wie Bienen, Wespen oder Ameisen nachgewiesen worden. Um zu trinken, nehmen Mauersegler in einem schnellen, geraden Gleitflug direkt von der Gewässeroberfläche Wasser auf. Das flache Nest besteht vor allem aus Halmen, Blättern, Haaren, Federn und ähnlichen leichten Materialien, welche die Mauersegler im Flug aus der Luft aufsammeln und mit ihrem Speichel zusammenkleben. Mauersegler legen meist zwei bis drei weiße, elliptische Eier.
Nach dem Schlüpfen vergehen, je nach der Witterung, bis zum Flüggewerden 37 bis zu 56 Tage. Die Geschlechtsreife wird frühestens am Ende des zweiten Lebensjahres erreicht. Mauersegler können bis zu 20 Jahre alt werden.

Wenn Sie den Mauerseglern helfen möchten oder Jungvögel finden, nehmen sie bitte Kontakt mit Karl-Dieter Ruhlig vom NABU Garbsen auf, Tel.: 05031-72850.

Juli 2013
 


  Der NABU bittet: Helfen Sie dem geschützten Nashornkäfer
Nashornkäferlarven

Von Waldemar Wachtel

Nashornkäfer gehören zu den imposantesten einheimischen Käferarten: Ihre männlichen Vertreter tragen das charakteristische Horn, an dem sie leicht zu erkennen sind. Waldemar Wachtel weist darauf hin, dass der Nashornkäfer zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabeidae) gehört und durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt ist. Sie sind nur selten zu sehen, da sie vor allem in der Dämmerung und Nachts unterwegs sind.
Mit etwas Glück kann man ihre Larven entdecken - und zwar im Kompost- oder in Rinden-mulchhaufen, und das zu jeder Jahreszeit. Denn im Kompost entwickeln sich die Larven über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren!
Wer also seinen Komposthaufen umsetzt, kann die Engerlinge des Nashornkäfers in unmittelbarer Nähe erleben: Fingerdick und bis zu zehn Zentimeter lang kommen sie zum Vorschein.

Sorgen um die Pflanzen im Garten braucht man sich jedoch nicht zu machen: Die Larven fressen keine lebenden Pflanzen oder Wurzeln, sondern ernähren sich von totem Pflanzenmaterial. Einst war der Nashornkäfer ein Bewohner der Wälder. Er hat sich zum Kulturfolger entwickelt und kann heute mit etwas Glück auch im ausgewachsenen Zustand im eigenen Garten beobachtet werden.

In vielen Komposthaufen heimischer Gärten schlummern sie und werden nun langsam aktiv: Engerlinge (Käferlarven) und manchmal frisch geschlüpfte Käfer von recht ordentlicher Größe. Weil viele Gartenbesitzer die Tiere nicht kennen, werden diese oft fälschlich für Maikäfer gehalten. Dann erhält der NABU besorgte Anrufe: Sind das Maikäfer? Fressen die nun unseren Garten kahl? Womöglich wird sogar im Einzelfall die Giftspritze gezückt. Die Sorge der Gartenfreunde ist aber unbegründet. Die Engerlinge gehören zu den nützlichen Kompostbereitern, so Wachtel weiter.Die Nashornkäfer kommen in der Region Hannover seit mehr als 30 Jahre vor.

Sollten Sie bei Ihren Entdeckungen unsicher sein, informieren sie sich beim NABU.

Juli 2013

 


  NABU appelliert: Jetzt Vogeltränken einrichten

Von Waldemar Wachtel

Die uns im Moment „beglückende“ Wärmeperiode und die damit verbundene Trockenheit machen allen Gefiederten, Insekten und anderen Tieren zu schaffen. „Vögel und Insekten wie Bienen und Hornissen leiden zur Zeit fürchterlich unter dem Wassermangel“, berichtet Waldemar Wachtel, Vorsitzender des Naturschutzbundes Garbsen. Immer mehr Wasserstellen trocknen aus. In Gräben steht kaum noch Wasser. Teiche bestehen oft nur noch aus Schlamm. Anrufer berichten in diesen trockenen Tagen immer wieder von entkräfteten Vögeln. Der Durst treibt diese Tiere oft sogar zu kuriosen Verhaltensweisen; so werden Vögel bei Wassermangel beobachtet, wie sie an Scheiben lecken, in der irrigen Annahme, es handle sich um Wasser, so Wachtel weiter. Es ist daher sehr wichtig, den Tieren jetzt Vogeltränken zu bieten, ganz gleich , ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ruft Wachtel auf. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass in diesen Gefäßen das Wasser sauber bleibt und die Tränke katzengeschützt aufgestellt wird. Das Wasser muss mindestens einmal täglich ausgetauscht und das Gefäß gereinigt werden. Dies allerdings ohne chemische Mittel, am besten mit heißem Wasser.

Wie im Bild zu sehen, erfüllen bereits einfache Untersätze für Blumentöpfe ihren Zweck.

Als Beobachter können Sie sich ggf. an Amseln, Rotschwänzchen und Zilpzalp sowie Eichhörnchen und Igel erfreuen.

Juli 2013
 




  NABU-Hauptversammlung 2013
Zwergfledermaus
Am Donnerstag, den 21.03.2013 findet ab 19.30 Uhr im Kalle, An der Feuerwache 3 - 5, Altes Rathaus in 30823 Garbsen/Havelse die Hauptversammlung des NABU Stadtverbandes Garbsen statt, zu der die Mitglieder eingeladen sind.

Näheres über die Tagesordnungs-punkte finden Sie hier: Fotowettbewerb


Februar 2013
 



  Preisverleihung zum Fotowettbewerb für Schüler

Von Dagmar Strube

Der NABU Stadtverband Garbsen hatte zum 30jährigen Bestehen seiner Ortsgruppe Schüler im Alter von 6 - 16 Jahren zum Fotowettbewerb aufgerufen. Unter dem Motto „ Was mir an der Natur gefällt“ konnten Schüler aus Garbsen Tiere, Pflanzen und Landschaften fotografieren und ihre Einsendungen in digitaler Form an den NABU Garbsen schicken.

 Inzwischen hat eine Jury die Gewinner des Fotowettbewerbes ermittelt.

Am 17.01.2013 findet ab 18.00 Uhr im Kalle, im Alten Rathaus, An der Feuerwache in 30823 Garbsen/Havelse die Preisverleihung an die Gewinner und die Ausstellung der Einsendungen statt.

Januar 2013
 


  Multimedia-Vortrag "Der Wolf - zurück in Deutschland!" vom NABU Wolfbotschafter Peter Griemberg beim NABU Garbsen
Wolf (Bild von D. Brinkmann)

Am Donnerstag, dem 17. Januar 2013 referiert der NABU Wolfbotschafter Peter Griemberg ab 19.30 Uhr im Kalle, Altes Rathaus in Havelse, An der Feuerwache.

Etwa seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe (Canis lupus) dauerhaft in Deutschland. Die Zuwanderung erfolgte zuerst nach Sachsen und nach Brandenburg. Dort leben zurzeit mehrere Rudel, die in den letzten Jahren mehr als 130 Welpen aufgezogen haben.

Nach der Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr verlässt der Jung-Wolf das Elternrudel und wandert auf der Suche nach einem eigenen Revier und nach einem Partner weite Strecken.

Inzwischen werden Wölfe immer häufiger auch in Niedersachsen („vor unserer Haustür!“) gesichtet.

Wölfe sind nach EU-Recht streng geschützt.

Obwohl die Rückkehr des Wolfes positiv im Sinne natürlicher ökologischer Vielfalt ist, verursacht sie auch Skepsis und Ablehnung, die sich oft auf Unkenntnis über die Lebensweise des Wolfes begründet.

Der Wolf wird dauerhaft nach Niedersachsen zurückkehren!
Um uns darauf einzustellen, bietet der NABU Stadtverband Garbsen in einem Multimedia-Vortrag Wissenswertes und faszinierende Information über eines der seltensten Säugetiere Deutschlands.

Januar 2013
 



  NABU zeigt am Donnerstag, den 15.11.2012 um 19:30 Uhr den Lichtbildervortrag: "Traumhaftes Venezuela, ein Land - zwei Welten"

Von Waldemar Wachtel

Der Naturbeobachter- und Fotograf  Ralph Volkland aus Walsrode zeigt diese Landschaft  mit eindrucksvollen Bildern im Restaurant Aubergine, früher Waldhotel Garbsener Schweiz, Alte Ricklinger Straße.

In den Monaten September und Oktober ist Volkland durch Venezuela gereist, um seine Fotoreportage zu erstellen.
Zunächst hielt er sich für einige Tage in der Karibikregion westlich von Caracas auf. Die traumhaft schöne Karibikküste wurde dokumentiert, teilweise in einem gemieteten Fischerboot und mit ortskundigen einheimischen Fischern. Weitere Ziele waren das Küstenstädtchen Choroni mit dem ältesten Hafen von Venezuela und die fast undurchdringlichen, naheliegenden Bergregenwälder, die bis an der Karibikküste heranreichen und eine Höhe von bis zu 1000 m erreichen.
Anschließend reiste Volkland zu den Anden weiter. Ziele waren die Städte Merida und Tabay. Merida ist eine schnell wachsende und turbulente Stadt und wird von den Einheimischen liebevoll die Stadt des ewigen Frühlings genannt. Sie wurde auf ca. 2000 Meter über dem Meeresspiegel erbaut. Die Temperaturen befinden sich ganzjährig in einen angenehmen Bereich. Beeindruckende Bilder zeigen die Schönheit der Anden mit den vielen Bergflüssen. Bei weiteren Touren  wurden die Hochanden mit ihren abgelegenen Dörfern auf über 4000 m Höhe dokumentiert. Die  dünne Höhenluft machte Ralph Volkland zu schaffen.
Abschließend reiste er in die Llanos-Landschaft um die riesigen Gras- und Baumsteppenlandschaft mit den dort vorkommenden Tieren zu fotografieren.
Ralph Volkland beantwortet anschließend die Fragen der Gäste.

 NABU-Mitglieder und Gäste berichten aus Ihren Stadtteilen.

Wenn Sie Interesse haben und als Bürger oder Mitglied mitreden, mitgestalten und Ihre Interessen vertreten möchten, besuchen Sie unsere Veranstaltung  im Restaurant Aubergine, Alte Ricklinger Straße.

Der NABU freut sich auf Ihren Besuch sowie Ihre Diskussionsbeiträge.

Es wird ein Kostenbeitrag von 2,- Euro erhoben

November 2012
 


  Lichtbildervortrag: „In der Extremadura, bei Kork, Kranich und Co.
Kraniche im Flug
Von Waldemar Wachtel

Der Tierbeobachter- und Fotograf  Dirk Brinkmann, 1. Vorsitzender des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze e.V. zeigt diese Landschaft  mit eindrucksvollen Bildern am Donnerstag, den 18.10.2012, um 19.30 Uhr, im Restaurant Aubergine, früher Waldhotel Garbsener Schweiz, Alte Ricklinger Straße.

Jetzt ziehen sie wieder, zunächst bis Mecklenburg Vorpommern. Besonders bei ruhigen Hochdrucklagen und östlichen Winden ziehen viele der skandinavischen Kraniche dann von Mecklenburg Vorpommern kommend über uns hinweg, um Ihre Winterquartiere aufzusuchen. Eines Ihrer wichtigsten Rückzugsbiete, aber auch das vieler unserer anderen heimischen Vogelarten, wie die Störche, ist im Winter die Extremadura, eine noch weitgehend traditionell und extensiv genutzte Landschaft in Zentralspanien, die menschenarm und sogar bei vielen Spanien-Urlaubern fast unbekannt ist.
Abseits der großen Touristenzentren gelegen kann der neugierige Reisende hier noch das "alte" Spanien entdecken. Die lichten mediterranen Eichenwälder, die Dehesas, mit ihrer besonders hohen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren bieten dann z.B. der Hälfte unserer europäischen Kraniche Nahrung. Aber auch viele andere, früher auch bei uns häufigere Arten, haben hier ein Refugium gefunden, in dem sie noch überleben konnten, wie Steinkauz, Wiedehopf, Großtrappe u.v.a. Naturliebhaber sprechen daher auch von Europas Serengeti.

 NABU-Mitglieder und Gäste berichten aus Ihren Stadtteilen.

 Wenn Sie Interesse haben und als Bürger oder Mitglied mitreden, mitgestalten und Ihre Interessen vertreten möchten, besuchen Sie unsere Veranstaltung. im Waldhotel Garbsener Schweiz, Alte Ricklinger Straße.  

Der NABU freut sich auf Ihren Besuch sowie Ihre Diskussionsbeiträge.

Es wird ein Kostenbeitrag von 2,- Euro erhoben.

Oktober 2012
 


  Wildtier-Lebendfalle zwischen Frielingen und Otternhagen entdecktLebendfalle

Von Waldemar Wachtel

Pilzsammler aus Garbsen entdeckten eher zufällig die Falle in Form eines Geheges. In der Falle befanden sich entkräftete Mäusebussarde, die von den Zeugen freigelassen wurden. Eine erste Meldung bei der Garbsener Polizei und der Stadtverwaltung brachte nach Ansicht der Zeugen nicht die nötige Resonanz..

Die Polizeibeamten, die zur Falle fuhren unterschätzten offensichtlich den Ernst der Lage. Bevor Beweise gesichert und die Vergehen nach Arten- und Bundesnaturschutzgesetz richtig eingeschätzt wurden, informierten sie statt dessen den Jagdpächter ohne die nötigen Beweise zu sichern und das Vergehen bei der Region zu melden bzw. die nötigen juristischen Maßnahmen einzuleiten. Daraufhin informierten die Zeugen den NABU. Dieser inspizierte zusammen mit den Zeugen die Falle und fertigte die nötigen Beweismittel an. Der NABU stimmte sich über die weitere Vorgehensweise mit der Region, Amt für Umwelt und Naturschutz ab. Als die Namen des Zuständigen Jagpächters und des Landwirtes ermittelt wurden, erstattete der NABU die nötige Anzeige zunächst gegen Unbekannt.

Die Falle war in einem schwer zugänglichen Waldstück aufgestellt
, zu dem es keine direkte Zuwegung gibt. Da die Tiere ohne Futter und sauberes Trinkwasser offensichtlich schon mehrere Tage unkontrolliert in der Falle gefangen waren, ist dies auch mit Tierquälerei gleichzusetzen. All dies sind schwere Vergehen gegen die gültigen Arten-, Natur- und Tierschutzgesetze und können empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Die Vergehen sind auch deshalb besonders verwerflich, da auch nach der Information des Jagdpächters offensichtlich keiner der Verursacher und auch nicht der verständigte Jagdpächter zur Überprüfung oder Beseitigung der Falle vom NABU und den Zeugen vor Ort angetroffen wurde. Der Vorsitzende des NABU und einer der Zeugen waren mehrfach zur Beobachtung vor Ort. Wären weitere Tiere in die Falle geraten, wären diese ohne Futter und Getränke jämmerlich zu Grunde gegangen.

Waldemar Wachtel kritisiert, daß ein vereinbarter Ortstermin mit der Polizei nicht stattfinden konnte, da kurz vorher dem Jagdpächter erlaubt wurde, die Falle abzureißen.
Dagegen lobt er den Protokollführenden Beamten, der die Anzeige aufgenommen hat. Der NABU bittet alle Bürger, bei ähnlichen Beobachtungen die Polizei und den NABU zu informieren.

September 2012

 


  Schüler-Fotowettbewerb beim NABU-Garbsen verlängert bis 31.08.2012Fotowettbewerb

Kamera schnappen und mitgemacht!

Ihr wohnt in Garbsen und seid zwischen 6 und 16 Jahre alt? Vielleicht fotografiert Ihr gerne oder habt Interesse an der Natur? Dann macht doch mit beim Fotowettbewerb des NABU Garbsens zu seinem 30jährigen Bestehen.

Es ist nicht schwer und macht Spaß.

Was es zu gewinnen gibt und was Ihr beachten müsst, erfahrt Ihr hier.  Fotowettbewerb

Juli 2012
 

  NABU Garbsen baut mit Hauptschülern Insektenwand
Insektenhotel

Von Dagmar Strube

Unter der NABU Projektleitung von Michael Lucas haben die beiden Schüler der Georg-Elser Hauptschule des 7. Jahrganges in einer 40stündigen Aktion nicht nur eine Menge über Bienen gelernt sondern sich auch tatkräftig für den Artenschutz der bedrohten Wildbienen eingesetzt.

In den letzten Wochen haben die beiden Schüler Nicklas und Nick mit Herrn Lucas emsig gehämmert, geschraubt und gebohrt, damit die Insekten in Zukunft artgerechte Nisthilfen im Stadtpark finden können.

Der Standort für die Bienenwand ist sehr gut gewählt, denn neben Wohnstätten müssen auch Lebensräume für die Insekten vorhanden sein. Dazu bietet sich das Gelände um den Ringofen hervorragend an, da die Bienen dort auch Nahrung finden können.

Den Hintergrund zu der Aktion bildet das städtische Projekt sms - sozial macht stark der Freiwilligen-Agentur der Stadt Garbsen, der Georg-Elser-Hauptschule und dem NABU Stadtverband Garbsen. In den nächsten Tagen werden die letzten Fächer der Bienenwand noch mit Lehm, Schilf und Markstengeln versehen. Somit wird Herr Lucas mit den Schülern noch alle Hände voll zu tun haben, um die letzten Materialien insektenfreundlich zu verbauen. Einen Dank spricht der NABU Garbsen den Landesforsten für die Materialspenden aus.


Juni 2012
 


  NABU erhält von Eberhard Wicke eine Spende für den FledermausschutzDagmar Strube, Waldemar Wachtel, Eberhard Wicke

Von Waldemar Wachtel

Anlässlich der Besichtigung des Fledermausquartiers im Stadtpark Garbsen, überreichte der CDU-Fraktionsvorsitzende der Region Hannover, Eberhard Wicke aus Garbsen am Ringofen eine erfreuliche Spende zur Unterstützung für den hervorragenden Fledermausschutz in Garbsen und der Region Hannover. Außerdem lobte er auch das Engagement des NABU für die Natur- und Umweltbildung mit Garbsener Kindern und Schülern.

Dagmar Strube und Waldemar Wachtel dankten Eberhard Wicke für die persönliche Spende. Außerdem hob Wachtel den besonderen Einsatz von Dagmar und Karsten Strube sowie den weiteren NABU-Helfern zum Schutz der Fledermäuse hervor. Der Aufbau und die Sicherung weiterer Fledermausquartiere konnte mit Unterstützung von weiteren Sponsoren vorangetrieben werden. Erfreuliche Bestandskontrollen der Fledermauspopulationen bestätigen die erfolgreiche Arbeit.

Mai 2012
 


  Stunde der Gartenvögel vom 11. bis 13. Mai 2012
Stunde der Gartenvögel
Von Dagmar Strube

Die Stunde der Gartenvögel ist eine sehr beliebte NABU-Mitmach-Aktion, die Sie auch in diesem Jahr wieder einlädt, für eine Stunde an dem Ort Ihrer Wahl die Vögel zu zählen. Mit etwas Glück können Sie dabei sogar auch noch tolle Preise gewinnen. Gleichzeitig helfen Sie dem NABU interessante Informationen über die Verbreitung und den Bestand der Gartenvögel zu geben, damit wir z. B. unseren gefiederten Sängern durch gezielte Aktionen helfen können oder feststellen können, ob durchgeführte Projekte bereits geholfen haben.

Die Flyer finden Sie in vielen Garbsener Geschäften, Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen.

 Sie können aber auch online mitmachen:

http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundedergartenvoegel/mitmachen/index.html

Der NABU Garbsen veranstaltet mit den Schülern der Ratsschule an zwei Tagen eine Zählaktion im Stadtpark und hilft den Kindern die Vögel zu bestimmen, zu belauschen und natürlich zu zählen. Das macht dann allen sehr viel Spaß.

Mai 2012
 


  Exkursion zu den Meißendorfer Teichen (Winsen/Aller)Meißendorfer Teiche

Von Petra Leiendecker

Bei unbeständigem Wetter übernahm Petra Leiendecker die Führung für den leider erkrankten Olaf Pflüger und führte die NABU-Exkursion um die Meißendorfer Teiche.

Schon zu Beginn der Rundwanderung wurden wir von vielen Graugansfamilien „begrüßt“. Wir zählten teilweise bis zu 11 Gössel pro Gänsepaar, wobei sie mitunter auch „Kindergartengruppen“ bilden und schwer zuzuordnen waren.

Auf einem großen Aussichtsturm verweilten wir etwas und konnten (leider nur sehr entfernt) zwei Seeadler ausmachen. Es gab mehrere Schwanennester zu sehen, die geschützt auf Inseln oder Schilfgürteln lagen. Erstaunt waren wir, als die ersten Schwalben um uns kreisten. In diesem Fall waren es Rauchschwalben.

Etwas später hörten wir viele Kraniche und sahen sie dann auch in großem Schwarm über uns. Es waren an die 50 Stück.

Die Liste der entdeckten Vögel war sehr lang:  Spechte, Eichelhäher, Graugänse, Kanadagänse, Nilgans, Reiherenten, Stockenten, Schnatterenten, Schellenden, Tafelenten, Haubentaucher, Höckerschwan, Kormorane, Kraniche, Lachmöwe, Rauchschwalbe, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Zilpzalp, Blau- u. Kohlmeisen sowie weitere einheimische Vögel.

Gegen Mittag hatten wir den Hüttensee umrundet und machten uns weiter auf dem Weg zum NABU-Gut Sunder. Dort hatte man die Möglichkeit etwas zu sich zu nehmen, falls man keinen eigenen Proviant dabei hatte. Es gab u.a. Heidschnuckengrillwürstchen, Kuchen und frisches selbstgebackenes Brot aus dem eigenen Hof Ofen. Sehr interessant war auch der 2. Wolfstag, der auf dem Gut stattfand und mit diverse Vorträge und andere Informationen ein umfassendes Programm bot.

 Den vollständigen Bericht mit zahlreichen Bildern finden Sie unter:

http://www.myheimat.de/winsen-aller/natur/mit-dem-nabu-garbsen-zu-den-meissendorfer-teichen-winsenaller-d2402204.html

April 2012
 


  Mit dem NABU Garbsen zu den Meerbruchwiesen
Meerbruchwiesen (Foto: O. Pflüger)
Von Olaf Pflüger

Im März besuchte eine kleine Gruppe von NABU-Mitgliedern und Vogelinteressierten die Meerbruchwiesen am Steinhuder Meer. An dem Tag war es recht kühl und der Wind wehte stark, so dass wir auf den teilweise ungeschützten Wegen mächtig froren. Da es bedeckt war, zeigten sich auch nur weniger Vögel, als wir uns erhofft hatten. Trotzdem konnten wir durch das Spektiv viele auch weit entfernte Vogelarten entdecken und bestimmen.

Besonders gut meinte die Heckenbraunelle und die Singdrossel es mit uns. Beide begrüßten uns mit ihrem schönsten Gesang. Da auf den Wiesen das Wasser noch sehr hoch stand, konnten wir leider noch keine Limikolen (auch Watvögel) ausmachen. Das fand ich persönlich sehr schade, besonders weil noch kurze Zeit zuvor von anderen Vogelbeobachtern dort mehrere Kampfläufer gesichtet wurden.

Weitere Bilder finden Sie unter:

http://www.myheimat.de/rehburg-loccum/natur/mit-dem-nabu-garbsen-zu-den-meerbruchwiesen-d2393459.html

März 2012
 


  Die Erdkröte - Lurch des Jahres 2012Erdkrötenpaar

Von Waldemar Wachtel

Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat die Erdkröte (Bufo bufo) zum Lurch des Jahres 2012 erklärt.

Wie keine zweite Amphibienart wird die Erdkröte (Bufo bufo) für den Naturschutz an Straßen in Deutschland gesehen. Sie steht sinnbildlich für die Konflikte zwischen Straßenverkehr und Naturschutz, zwischen immer engmaschigeren Straßennetzen und zerschnittenen Landschaften. Zigtausende zu ihren Laichgewässern wandernde Erdkröten sterben in jedem Frühjahr den Verkehrstod. Auch in Garbsen sind es jährlich einige hunderte. Hinzu kommen bundesweit Millionen winziger Jungtiere, wenn sie im Sommer ihre Geburtsgewässer verlassen. Schon nach wenigen Metern endet ihr Leben zwischen den Reifenprofilen.

Dank des Einsatzes vieler Ehrenamtlicher Erwachsener, Jugendlicher und Kinder, konnte bisher ein gravierender Rückgang der Population auch in Garbsen verhindert werden. Aber wie lange noch? Auch bei der Erdkröte ist der Bestand rückläufig. Die bräunlich graue Erdkröte hat eine warzige, trockene Haut und große Ohrendrüsen. Sie ist bis zu 12 cm lang und besticht auf den zweiten Blick durch ihr leuchtend güldenes  Auge, goldfarben bis kupferroter Iris und waagerechter Pupille.

Bevorzugte Landlebensräume der Erdkröten sind Laub- und Mischwälder sowie Parklandschaften und unsere Gärten. Gern überwintern sie in Erdhöhlen, in Kompost- und Laubhaufen. Nach der Winterruhe von Oktober bis ca. März wandern die Kröten bei Regen und Temperaturen von ca. 5-10° oft schlagartig in großen Zahlen zu ihren Laichgewässern. Innerhalb weniger Tage legen sie dort ihre Laichschnüre mit ca. 2.000 bis 4.000 Eier ab. Danach wandern sie wieder in ihre Landlebensräume zurück. in den Laichgewässern sind dann tausende schwarzer Kaulquappen zu sehen, die im Juni und Juli als junge Kröten an Land gehen. Viele verlieren bereits in den ersten Tagen und Wochen ihr Leben.

Wer Erdkröten im eigenen Garten hat, kann sich glücklich schätzen. Sie sind nützliche Schädlingsvertilger und fressen u. a. Asseln, Schnecken, Spinnen, Tausendfüßler.

Zur Rettung der Frösche, Kröten und Molche benötigt der NABU Garbsen für den hiesigen Bereich dringend noch Helferinnen und Helfer. Wer diese interessanten Tiere hautnah erleben möchte, kann sich bei Dagmar Strube, 05131-92750, Waldemar Wachtel, 05137-79730, Karl-Dieter Ruhlig, 05031-72850 oder Karl Fischer, 05131-7474 melden.

März 2012
 


  Mit dem NABU Garbsen zum Wolfsabend im Wisentgehege
Wolf im Wisentgehege
Von Olaf Pflüger

Bei winterlichen Temperaturen haben zehn unerschrockene Mitglieder und Freunde des NABU Garbsen der Kälte getrotzt und sind zum Wolfsabend in das Wisentgehege Springe gefahren. Die größte Aufmerksamkeit galt dabei natürlich den Wölfen. Im Gehege der Timberwölfe konnte man das Verhalten der Tiere recht gut beobachten und es wurde uns viel zum Thema „Wolf“ und deren Aufzucht und Haltung in Menschenhand erklärt. Auch Fragen zu in Deutschland heimisch gewordenen Populationen wurden beantwortet.

Als nächsten Programmpunkt gab es eine Vorführung von Hundeführern und ihren Suchhunden. Die Anwesenden wurden gefragt, was man unbedingt für diese Aufgabe benötigt. Die Antwort kam von der 11jährigen Marleen Kälberloh: "Einen Hund!" Dieses bescherte ihr eine Freikarte für den Eintritt ins Wisentgehege. Gleichzeitig durfte sie die erste Fährte legen. Sie versteckte sich in der Nähe der Gruppe. Die 6 Monate alte Bloodhoundhündin „Blümchen“ durfte die Spur aufnehmen. Obwohl viele Besucher die Fährte gekreuzt haben und sogar während der Suche auf ihr liefen, fand sie die gut versteckte Marleen ohne Probleme. Dafür erhielt Blümchen ein paar Streicheleinheiten und als Belohnung ihr Lieblingsspielzeug von ihrer Hundeführerin Tanja Weidler.

Nach einem wärmenden Getränk im Cafe Wild machten wir uns auf den Rundweg durch die Gehege der einheimischen Tier- und Vogelwelt und waren rechtzeitig zur Fütterung der europäischen Wölfe und Bären an deren Gehege. Von dort ging es zur Fütterung der Waschbären, wo die Tochter des Leiters des Wisentgeheges über die Aufzucht von Findel-Waschbären berichtete. Inzwischen war es schon richtig dunkel und auch deutlich kälter geworden. Daher waren an einigen Stellen auf dem Gelände Feuerschalen aufgestellt, so dass man sich immer wieder etwas aufwärmen konnte. Dies reichte einigen NABU Besuchern nicht aus, und so lichteten sich die Reihen.

Nur noch vier Unerschrockene gingen deshalb zum Treffpunkt für den Fackelumzug. Marleen und Dawid erhielten je eine Fackel, die sie aufmerksam trugen und uns Erwachsenen den Weg damit ausleuchteten. Der nächste Zielpunkt war die Vorstellung der Jäger der Nacht. Dort wurden uns eine Waldohreule, ein Steinkauz, eine Schleiereule und ein Uhu vorgestellt. Dann aber wurde es richtig spannend: es gab ein weiteres Treffen mit den Timberwölfen. Sechs Besuchern bot sich die Möglichkeit, die Wölfe hautnah in ihrem Gehege zu erleben. Marleen wäre gern zu den Wölfen ins Gehege gegangen; leider durfte sie dies nicht. Es war nur den volljährigen Besuchern gestattet. An Marleens Stelle war ihre Mutter eine der Glücklichen, die mit der ersten Dreiergruppe zu den Wölfen auf Tuchfühlung gehen durfte.

Inzwischen war es bereits -6°C kalt und 20:15 Uhr, so dass auch wir nach Hause aufbrachen. Es war ein unvergesslicher Tag!

Februar 2012
 


  Winterwelt der Fledermäuse - eine andere Welt?Mausohren im Winterschlaf

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube des NABU Stadtverbandes Garbsen referieren am 16.02.2011 ab 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz, Alte Ricklinger Straße 1, über ihr ehrenamtliches Fachgebiet. Durch die Bildpräsentation gehen Besucher auf eine Reise in eine ungewöhnliche und abenteuerliche Welt - der Winterwelt der Fledermäuse.

Seit einigen Jahren engagieren sich die Referenten mit Leidenschaft als ehrenamtliche Fledermaus-Betreuer in Garbsen und der Region Hannover. Aus ihrem Erfahrungsschatz werden Strubes mit Hilfe des öffentlichen Bildvortrages viele Fragen zu den Säugetieren beantworten. Dazu gehören: Warum sieht man Fledermäuse hauptsächlich in den Sommermonaten am abendlichen Himmel vorbeihuschen und wie orientieren sich die Tiere in völliger Dunkelheit? Wovon ernähren sie sich und warum sind sie vom Aussterben bedroht? Warum sind es einzigartige und seltene Momente, eine Fledermaus im Winterschlaf zu entdecken? Wie sehen die Quartiere aus, in denen die heimischen Fledermäuse den Winter verbringen? Warum reicht ein Winterquartier nicht aus und wie viele Tiere schlafen dort? Besuchen Sie an diesem Abend entspannt die Garbsener Winterquartiere und lernen Sie die Hilfsmaßnahmen des NABU kennen. Entdecken Sie die Winterwelt der Fledermäuse und staunen Sie über die vielen anderen Tierarten, die durch die Hilfsmaßnahmen ebenfalls Lebensräume finden. Lassen Sie sich überraschen.

Februar 2012

 



  NABU Batnight 2011Batnight Garbsen

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen führen unter dem Motto: „Mit den Ohren sehen - Fledermäuse brauchen Freunde“ in die Welt der Fledermäuse: 

Am Samstag, 27.08.2011 ab 20.00 Uhr am Berenbosteler See

Die 15. Europäische Fledermausnacht, die Batnight 2011 führen die engagieren Fledermaus-Betreuer des NABU Garbsen in das fledermausreiche Gebiet des Berenbosteler Sees. Treffpunkt ist der Spielplatz/Eingang Seeweg. Interessierte Bürger erfahren dabei viel Wissenswertes über die bedrohten Säugetiere und wie sie den nützlichen Insektenfressern helfen können. Während des gut zweistündigen Rundganges können die unterschiedlichen Fledermausarten am See bei ihren beeindruckenden Jagdflügen beobachtet und dank der mitgeführten Ultraschalldetektoren auch belauscht werden. 

Am Samstag, 10.09.2011 ab 19.30 Uhr im Stadtpark Garbsen-Mitte

Eine zweite öffentliche Führung bieten die Fledermausfreunde für die Stadt Garbsen im Stadtpark Garbsen-Mitte an. Treffpunkt ist der Eingang Kastendamm/Ecke Berenbosteler Straße. 

Bitte beachten Sie, dass bei Dauerregen die Aktionen leider entfallen und Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen können.  

Am Samstag, den 3. September 2011 ab 10.00 Uhr Arbeitseinsatz

Der NABU Garbsen lädt passend zum Motto „Fledermäuse brauchen Freunde“ freiwillige Helfer zu einem Arbeitseinsatz zum Wohle der Fledermäuse im Stadtpark Garbsen ein. Als Dank für die Hilfe besteht an diesem Tag die Möglichkeit, besondere Einblicke in die Welt der Fledermäuse zu nehmen, die nicht alltäglich sind. Interessierte werden gebeten sich unter 05131/92750 bei Familie Strube zu melden.

August/September 2011
 


  NABU Garbsen im Vogelpark Walsrode
NABU-Gruppe im Vogelpark (Foto: Olaf Pflüger)
Von Dagmar Strube

Bei schönem Maiwetter unternahm der NABU Stadtverband Garbsen einen sehr informativen und spaßigen Ausflug zum Weltvogelpark Walsrode. Einen sehr schönen und ansprechenden Artikel hat unser NABU Mitglied Olaf Pflüger geschrieben. Hier können Sie den ganzen Bericht mit Bildern genießen:

http://www.myheimat.de/walsrode/freizeit/mit-dem-nabu-garbsen-im-weltvogelpark-walsrode-d1792448.html

Mai 2011
 


  Naturschützer retten 3.180 Amphibien
Kammmolchweibchen

Von Dagmar Strube

Über mehrere Wochen betreuten 20 ehrenamtliche Helfer beim NABU Stadtverband Garbsen an verschiedenen Stellen Fangzäune, um die noch trägen Amphibien zu retten und sicher über die stark befahrenen Straßen zu ihren Laichgewässern zu bringen. Folgende Einzelwerte wurden ermittelt: Am Blauen See 747, Gutenbergstraße 743, Meyenfelder Straße 263, Schönebecker Allee 1.220, Flemmingstraße 187 und an der Dorfstraße 20 Amphibien. Von den Amphibienarten überwog anteilig die Erdkröten. Allerdings freuten sich die Naturschützer insbesondere über die guten Werte der sehr seltenen Arten von Knoblauchkröten und Kammmolchen an der Meyenfelder Straße. Aber auch Teichmolche, Gras-, Wasser- und Teichfrösche sowie Kreuzkröten wurden geborgen.

Der NABU dankt im Namen der Natur den vielen fleißigen Helfern. Erfreut zeigten sich die Naturschützer über die vielen Schulklassen, die sich speziell für dieses Thema interessierten und sogar u. a. extra aus Frielingen kamen, um mehr über die Amphibien und die Schutzmaßnahmen zu erfahren.

April 2011
 


  Fledermausschutz Garbsen beim Scheunenmarkt mit Stand und Filmbeitrag
Kasimir
Von Dagmar Strube

Sie wollten schon immer einmal Fragen über Fledermäuse stellen? Sie möchten sich Näher über die nachtaktiven Säugetiere informieren oder sich die Tiere einfach einmal angucken? Dann kommen Sie am Samstag, den 09.04.2011 von 13.00 - 17.00 Uhr beim sogenannten Schnick Schnack Scheunenmarkt in Horst, Frielinger Str. 12 vorbei. Die Fledermaus-Betreuer, Karsten und Dagmar Strube, beantworten gerne Ihre Fragen. Als besondere Attraktion zeigen die Fledermausfreunde einen besonderen Filmbeitrag in uriger Kulisse. Der für alle Altersgruppen sehr gut geeignete ist. Der Dokumentationsfilm wird um 14.00 Uhr und um 15.30 Uhr präsentiert und läuft über eine halbe Stunde. Zusätzlich können Sie so manche Überraschung an unserem Stand entdecken. Wir freuen uns natürlich auch sehr über den Besuch von Familien mit Kindern. Gleichzeitig unterstützen wir Familie Buch, die selbstgebaute Fledermausspaltenkästen anbieten.

März 2011

 


  NABU-Hauptversammlung 2011
Zwergfledermaus
Die Hauptversammlung des NABU-Stadtverbandes Garbsen fand am 17. März 2011 um 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz statt. Die Mitglieder haben den Vorstand entlastet und bei der anschließenden Wahl für weitere zwei Jahre bestätigt. Ein weiterer wichtiger Punkt war die neue Satzung, die einstimmig beschlossen wurde.

März 2011
 


  Fledermaus-Abend beim NABU Stadtverband Garbsen
Mausohren-Cluster

Von Dagmar Strube

Der Fledermausschutz des NABU Stadtverbandes Garbsen startet zum „Internationalen Jahr der Fledermaus 2011“ sein Programm mit einem bildreichen Vortrag
 
am 17.02.2011 (Donnerstag) ab 18.00 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz.
 
Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube möchten auch Familien mit Kindern mit diesem Beitrag ansprechen und über die einzigen Säugetiere informieren, die selbständig fliegen können - die Fledermäuse. Wie sie sich dabei orientieren, wovon sie sich ernähren, wo die Tiere im Winter sind, warum sie bedroht sind und was jeder Einzelne tun kann, um den nützlichen Tieren zu helfen, sind nur wenige Fragen, die an diesem Abend beantwortet werden. Strube: „Wir möchten interessierten Bürgern der verschiedenen Generationen die Möglichkeit geben, Kontakt zu uns aufzunehmen und mehr über die vom Aussterben bedrohten Säugetiere und unsere Bemühungen zu erfahren. Gerne wollen wir Fragen aus dem Besucherkreis beantworten, über die Garbsener Quartiere und unsere Projekte referieren aber auch einfache Anregungen zur Eigeninitiative geben. Denn wer Fledermäuse schützt, schafft gleichzeitig wichtige Lebensräume für viele weitere Tier- und Pflanzenarten, wie Vögel, Amphibien, Igel, Insekten, Blumen, Bäume und Sträucher,….“ Kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns!
 
Im Anschluss an den Vortrag findet das NABU Treffen des NABU Stadtverbandes Garbsen mit aktuellen Themen aus dem Naturschutz und der Jugendarbeit statt.


Februar 2011

 

 
  Fledermaus-Bildvortrag
Zwergfledermaus

Die Fledermaus-Betreuer Dagmar und Karsten Strube geben einen bildreichen Einblick in die Welt der Fledermäuse. Der Vortrag beginnt am 18.11.2010 um 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz und zeigt nicht alltägliche Einblicke in Projekte und neue Aktionen mit und für die Fledermäuse.
Auch Jugendliche sind willkommen!

Interesse?
 
Kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns!

November 2010
 


  Fotograf präsentiert Norwegens Natur
Steile Felswände

Lichtbildvortrag am 21.10.2010 beim NABU Garbsen

Von Waldemar Wachtel


Norwegen ist ein Land, das den meisten Menschen als Urlaubsland nicht gleich einfällt. Wer sich aber für besonders schöne Landschaften und vielfältige Natur interessiert, wird hier fündig. Honoré de Balzac nannte es "die Schweiz am Meer", denn Norwegen ist einzigartig, ja überwältigend, hebt es sich doch mit seiner außergewöhnlichen Vielfalt an Naturformen deutlich von allen anderen Ländern Europas ab.
Dirk Brinkmann, Hobbyfotograf und Vorsitzender des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze, hat das Land mehrfach bereist und stellt seine Eindrücke und Erlebnisse in Bild und Ton vor.
Tiefe Fjorde, steile Felsen, einsame Fjells, riesige Gletscher, seltene Tiere aber auch stille Buchten und kleine Schönheiten am Wegesrand erwarten die Zuschauer. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die Pflanzen- Vogelwelt, aber auch andere Tiere, wie z.B. das größte Raubtier der Welt, der Pottwal, werden vorgestellt.
 
Der NABU Garbsen lädt alle Garbsener zu einem tollen Erlebnisabend mit anschließender Diskussion am 21.10.2010 ab 19.30 Uhr ins Waldhotel Garbsener Schweiz ein.

Oktober 2010

 


  Größenwahn oder Träumerei über einen Riesensee in der Leine-Niederung!?
Leinebogen

Von Waldemar Wachtel

Beim Lesen der Presseberichte und insbesondere einzelner Kommentare müssen wir die Frage stellen, wo eine Planung oder Investition sinnvoller oder wichtiger ist? Für den Größenwahnsinn in dieser Form mit der Vernichtung vieler wichtiger Landschaftsschutzgebiete (LSG), Kleinbiotope entlang der Leine mit ihren Altarmen, den kleinen Auwäldern im Überschwemmungsgebiet oder für die Bildung junger Menschen, für Kindergärten und intakte Schulen sowie eine intakte Natur- und Umwelt?
 
Aussagen von Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD), Hannover, Bürgermeister Detlef Schallhorn und seinem Bauausschussvorsitzenden Helmut Roselt (CDU), deren „Bauexpertin“ Martina Oellig aus Seelze sowie Dieter Lüddecke  (FDP) zeugen von einer gewissen Realitätsferne und zeigen anderseits die wahren Ziele auf.
Zu häufig hören und lesen wir vordergründig von bevorzugten Wohnlagen, Yachthäfen und großem Freizeitsee. Von Naturzerstörung, der Kompensation von Flächen oder einem Kosten-  Nutzenverhältnis ist nichts zu lesen. Dies alles lässt den naheliegenden Schluss zu, dass das gesamte Konzept insbesondere auf den Kommerz mit zusätzlichen Einnahmequellen  einer bestimmten Klientel oder den Lobbyisten ausgelegt wird. Viele Gewässer in der Region sind in den letzten zehn bis zwanzig Jahren teilweise durch Ratsbeschlüsse schleichend als „Gewerbeflächen“ oder als Spaßmeilen verändert worden. Dies trifft auch auf Garbsen zu. Zu leiden haben die Menschen, die in einer intakten Natur- und Tierwelt ihre Freizeit genießen wollen. Die Tier- und Pflanzenvielfalt wird immer weiter zurückgedrängt und vernichtet. Verfehlte Landschafts- und Bauleitplanungen sowie riesige Flächen mit Monokulturen tragen weiter dazu bei. Wo bleiben die häufig genannten Be-teuerungen der Politik für die Erhaltung und Sicherung der Biodiversität? Oder ist dies auch, wie bei vielen Wahlversprechen, das Geschwätz von gestern? Hannover und Seelze sehen in solch einem Projekt offenbar die beste Möglichkeit, sich zu Lasten anderer von fehlerhaften Zwängen zu befreien.
 
So wird die Planung und Nutzung von Seelze Süd als Flop bezeichnet. Der NABU appelliert schon heute an die große Mehrheit der Vernünftigen, diese Hirngespinste ad acta zu legen oder neuerliche Diskussionen mit einer klaren Machbarkeitsstudie an einem runden Tisch offen zu legen und ausreichend mit der Bevölkerung und insbesondere den Naturschutzverbänden zu diskutieren.
 
Eine zweite Hinhaltetaktik wie zu dem Naturschutzgroßprojekt „Hannoversche Moorgeest“ raubt den Menschen und insbesondere den vielen Ehrenamtlichen den
Glauben an sinnvolle politische Versprechen und Entscheidungen, die nachweislich nicht nur den Tieren sondern insbesondere auch der Umwelt und den Menschen dienen. Es wäre ein lohnendes Engagement der Politiker und der Verwaltungen in der Region Hannover, zunächst zum Gelingen der Hannoverschen Moorgeest beizutragen.

Oktober 2010
 


  NABU-Delegation zu einem Umweltkongress im Reichstag in Berlin
Angela Merkel
Von Waldemar Wachtel

„Der Ast, auf dem wir sitzen....., Entscheidungen für Biologische Vielfalt und Klima“ war der Titel eines international besetzten Kongresses aus Politik, Naturschutz und Wissenschaft zu dem auch der Vorsitzende des NABU Stadtverbandes Garbsen und des Regionalverbandes Hannover Waldemar Wachtel in den Reichstag nach Berlin eingeladen war.
Die Sorge um die Biologische Vielfalt (Biodiversität) und das Klima, der viel zu große Flächenverbrauch in einzelnen Kommunen und darüber hinaus in der ganzen Weilt sind die wesentlichen Themen der Teilnehmer. Bemängelt wird auch die oftmals ungenügende aber erforderliche Nachhaltigkeitsprüfung bei geforderten Ausgleichs - und Ersatzmaßnahmen für Natur- und Umweltbelastungen. Eine Nachhaltigkeit, die auch besonders den kommenden Generationen zu gute kommen soll.
Hauptrednerin war Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Die beiden Bundesminister
Dr. Norbert Röttgen und Dirk Niebel waren weitere Regierungsmitglieder, die Rede- und Diskussionsbeiträge zur vorgenannten Thematik lieferten.
Dr. Thomas Reiter, deutscher Astronaut und vom 04.07.-22.12.2009 an Bord der Internationalen Raumstation ISS zeigte beeindruckende Bilder und Filmsequenzen von der wunderschönen Erde aber auch von verheerendem Natur- und Umweltfrevel.
Der NABU hat in einem Positionspapier für die Vertragsstaatenkonferenz in Nagoya vom 18. bis 29.10.2010 u. a. folgende Schwerpunktforderungen herausstellt: *Bis 2020 muss eine Trendwende zur Rettung von biologischer Vielfalt u. Ökosystemen erreicht sein. *Spätestens 2020 sollen 20% der Land- und Seefläche der Erde effektiv geschützt sein. *Biodiversitäts- und Klimaschutz müssen viel stärker als bisher verzahnt werden. *Für 2020 sollte ein Ziel formuliert werden, dass den Stopp des weltweiten Biodiversitätsverlustes sowie die weitgehende Wiederherstellung der bereits geschädigten Ökosysteme mit ihren Arten und Lebensräumen einschließt. Derzeit stehen lediglich 12,2 % der Landfläche der Erde unter Schutz. Dies muss bis spätestens 2020 auf mindestens 20 % der Land- und Meeresfläche der Erde ausgedehnt werden.
Auch die Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen haben einen gemeinsamen Antrag erarbeitet und mit folgendem Titel formuliert:
„Biologische Vielfalt für künftige Generationen bewahren und die natürlichen Lebensgrundlagen sichern.“ Bezugsquelle über den Deutschen Bundestag oder die Fraktionen.
Wachtel nutzte die Veranstaltung für Fachgespräche und zur Übergabe mehrerer Positionspapiere zur momentanen Problematik des Naturschutzgroßprojektes „Hannoversche Moorgeest“, zur fragwürdigen Vision des Riesensees in der Leineaue mit der Naturzerstörung und zu LKW-Parkplatzerweiterungen an der BAB A 2, Garbsen Süd.

Oktober 2010

 


  NABU reinigt Nistkästen
Arbeitseinsatz Nistkastenreinigung

Arbeitsgruppe startet in die Saison

Von Olaf Pflüger

Der NABU Stadtverband Garbsen hat in dieser Saison die ersten Nistkästen gereinigt. Dabei wurden alle Vogelarten bestimmt, die den jeweiligen Nistkasten genutzt haben. Sehr erfreulich war, dass 84 % der Kästen belegt waren. Überwiegend wurden die Kästen von Meisen genutzt. Es wurden aber auch Bruten von Kleibern eindeutig nachgewiesen. Sogar ein Eulenkasten wurde angenommen. In ihm befand sich ein Nest; allerdings auch ein Vogelskelett. Ein Starenkasten wurde von einem Eichhörnchen als Schlafkasten genutzt.
 
Die Kästen wurden in der Vergangenheit sehr hoch aufgehängt, so dass die NABU-Mitglieder sich entschlossen, sie nach dem Reinigen etwas tiefer neu zu befestigen. Dadurch werden die zukünftigen Reinigungsarbeiten in diesem Gebiet deutlich erleichtert. Einige Kästen wurden durch Spechte etwas in Mitleidenschaft gezogen, so dass die Frontplatten ausgetauscht werden mussten. Ein zerstörter Kasten wurde komplett erneuert. Zwei Kästen wurden an einer anderen Stelle befestigt, da sie bisher nicht angenommen wurden und im Laufe des Sommers  zugewachsen waren.
 
Neben den vielen Vogelnistkästen hingen auch einige Fledermausspaltenkästen an den Bäumen. Auch hier wurden die Kästen an besser geeigneten Standorten neu aufgehängt, damit die Fledermäuse beim An- und Abflug genügend Raum zur Verfügung haben.
 
Olaf Pflüger hofft, dass an der nächsten derartigen NABU Aktion auch jüngere Naturliebhaber teilnehmen, „denn ist jedes Mal sehr spannend zu sehen, was sich in einem Nistkasten verbirgt!“
Zum Abschluss der Arbeiten wurden die Teilnehmer mit leckerem Kuchen und Kaffee belohnt.
 
Oktober 2010
 


  Wachtel wurde als Delegierter zur Bundesvertreterversammlung des NABU Bundesverbandes gewählt
Waldemar Wachtel
Von Waldemar Wachtel

Als einziger Vertreter der Region Hannover wurde der Garbsener Waldemar Wachtel von den 178 Vertretern der Landesvertreterver- sammlung des NABU Niedersachsen in Rinteln als Delegierter zur Bundesvertreterversammlung des NABU Bundesverbandes gewählt. Herr Wachtel ist erster Vorsitzender des NABU Stadtverbandes Garbsen und des Regionalverbandes Hannover und vertritt somit die Interessen des Landesverbandes Niedersachsen (ca. 70.000 Mitglieder) sowie des Regionalverbandes Hannover (ca. 10.000 Mitglieder). Herr Wachtel sieht diese Wahl auch als eine Auszeichnung für seine aktive Arbeit sowie das große Engagement seiner Kollegen im Stadtverband Garbsen und dem Regionalverband Hannover.

Oktober 2010

 


  Streng geschützte Kammmolche auch im Nordosten des Berenbosteler Sees
Kammmolche

Wichtiger Nachweis dieser FFH-Anhang II Tiere

Von Dagmar Strube

Das neue Winterquartier für Fledermäuse am Berenbosteler See war gerade 7 Tage fertiggestellt, als Strubes vom NABU Garbsen den ersten besonderen Gast darin entdecken durften. Mit dem einsetzenden Herbst und den kühlen Nachttemperaturen folgten diesen ersten Tieren immer weitere. Dabei handelt es sich um die sehr seltenen Kammmolche. Für die Naturschützer ist dies ein wichtiger Hinweis auf die Verbreitung dieser seltenen Amphibien am Berenbosteler See.

Der NABU Garbsen hat diese streng geschützte Art bereits in den letzten Jahrem im Einzugsgebiet des Seegebietes an dem Amphibienschutzzaun an der Meyenfelder Straße nachweisen können. Dort werden die Tiere sehr früh morgens in jedem Frühjahr geborgen und sicher über die Straße zum Laichbiotop getragen. In den letzten Jahren wurden immer wieder an verschiedenen Stellen wandernde Kammmolche während der Amphibienrettung im Frühjahr eingesammelt.

Seit diesem Jahr ist besonders augenfällig, dass sich u .a. auch durch die Rettungsmaßnahmen der letzten Jahre, Kammmolche vom südlich des Berenbosteler Sees gelegene Biotop neue Trittsteine über die Grünbereiche am östlichen und nordöstlichen Bereiche bis in die schützenden Winterquartiere der nahen Urbanisation gesucht haben und noch suchen.

Die ersten Auffindungen von zwei unterschiedlich großen Kammmolch-Weibchen und einem prächtigen Männchen sowie fast täglich weiteren Tieren während des Septembers bis hin zu dem oben abgebildeten „Nest“ in dem neuen Winterquartier unterstützt die vorherige Beobachtung. Derartig sensibilisiert erhielt der NABU auch von anderen Anwohnern Hinweise auf diese Molchart, die bei Gartenarbeiten unter Steinen gefunden wurden. Weitere wandernde Tiere wurden entlang des Gehölzstreifens, auf dem Grünland östlich-nordöstlich des Berenbosteler Sees und sogar an einem Schotterweg entdeckt. Der NABU Garbsen sieht hier einen wichtigen Hinweis darauf, dass diese sehr seltenen Amphibien auch zur Nahrungssuche in den Feuchtwiesen und dem Biotop im Nordosten des Berenbosteler Sees leben. Der NABU erklärt, dass die Lebensvoraussetzungen für den Ganzjahreszyklus der Kammmolche im gesamten Bereich des Berenbosteler Sees, den angrenzenden Kleingewässern und dem Grünland gegeben sind.

Die größte Gefährdung dieser besonders geschützten Molch-Population besteht durch die neu eingerichtete Grillzone am See, das intensive wiederholte Mähen der Stadt Garbsen und frei laufende Hunde. Der NABU bittet die Entscheidungsträger der Stadt Garbsen nochmals, auch im Hinblick auf langfristige Planungen zur Neuen Mitte Garbsen, das Gebiet um den Berenbosteler See als Rückzugsgebiet für diese und weitere seltene Tierarten zu schützen.

Oktober 2010
 


  Fledermausschutz ist überaus aktiv

Fledermäuse haben Freunde
Von Dagmar Strube

Sie leben unter uns, fressen Insekten, sind nachtaktive Säugetiere und leider vom Aussterben bedroht….die Fledermäuse. Erfahren Sie mehr über unsere Bemühungen im Fledermausschutz, die gleichzeitig Lebensräume für viele weitere Tier- und Pflanzenarten, wie Vögel, Amphibien, Igel, Insekten….Blumen, Bäume und Sträucher schaffen.

Haben Sie schon von den neuen Winterquartieren, den Arbeitseinsätzen auch mit sozialen Kooperationen, den Exkursionsterminen und Vorträgen gehört?

Weitere Infos: Zum Bereich Fledermäuse

September 2010

 


  NABU-Exkursionen mit Schulklassen sind sehr beliebt
Dagmar Strube erklärt Herbstboten

Schulkoordinatorin wird langfristig gebucht

Von Dagmar Strube

In den letzten Wochen startete Dagmar Strube vom NABU Garbsen mit Schulklassen sowohl Vormittags als auch in den Abendstunden in die Natur am Berenbosteler See, um Schülern die Thema Fledermäuse, Baumbestimmungen und Herbstboten anschaulich und kindgerecht Näher zu bringen. Strube erklärt: „Die meisten Kinder erlernen so leichter die vorgegebene Unterrichtseinheiten, denn sie können sie mit den Sinnen erleben. Gleichzeitig stärken derartige themenbezogene Exkursionen das soziale Miteinander der Klassen.“

Weitere Infos: Zum Bereich Jugend
 
Oktober 2010
 


  Wir hinterlassen Spuren

Fledermausspaltenkästen
Von Dagmar Strube

Der Fledermausschutz des NABU Stadtverbandes Garbsen beteiligte sich mit dem Bau von Fledermaus-Spaltenkästen an dem 2. Garbsener Freiwilligentag. Durch die Verkettung von Jugend-Arbeit und Artenschutz lag dieses Projekt ganz im Sinne des Mottos "Wir hinterlassen Spuren!" Denn die vom NABU bereitgestellten Bausätze wurden von den Jugendlichen voller Begeisterung und Tatendrang zusammengebaut und werden demnächst im Stadtgebiet aufgehängt, damit dort Fledermäuse einen Tagesschlafplatz finden können.

Weitere Infos: Zum Bereich Fledermäuse

September 2010
 


  Frühlingsboten entdecken oder Keschern am Schulteich?
GS James-Krüss

Von Dagmar Strube


Vom Frühling bis zu den Sommerferien waren die NABU Schülertermine ausgebucht.
Während viele Klassen die Frühlingsboten voller freudiger Vorfreude nach dem langen und kühlen Winter suchten und fanden, erlebten ab Juni Klassen der Grundschule Osterberg, welches Leben in ihrem Schulteich vorhanden ist.
Dagmar Strube bittet interessierte Lehrer, die begehrten Exkursionstermine zum Thema Baumbestimmungen und Herbstboten direkt nach den Sommerferien, wenn die neuen Stundenpläne feststehen zu buchen. Exkursionstermine für die Fledermaus-Führungen im August/September sind bereits ausgebucht.
 
Juni 2010
 


  Fledermäuse - faszinierende Jäger der Nacht

Zwergfledermaus

Von Dagmar Strube

Im Rahmen der 14. europaweiten Fledermausnacht bieten die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen am Samstag, den 28.08.2010, interessierten Bürgern die Möglichkeit, ab 20.00 Uhr an einer Fledermaus-Exkursion am Berenbosteler See teilzunehmen. Während der Veranstaltung werden viele Aspekte der nachtaktiven Säugetiere erläutert und Fragen wie „Was fressen Fledermäuse?“, „Wo leben Fledermäuse in Garbsen und wo jagen die Tiere?“ genauso diskutiert wie „Warum sind diese nützlichen Tiere vom Aussterben bedroht?“ . Ab Sonnenuntergang können die flinken Flugakrobaten nicht nur gesehen sondern auch „gehört“ werden. Treffpunkt der beliebten Dämmerungs-Wanderung ist der Spielplatz am Naherholungsgebiet Berenbosteler See (Eingang vom Parkplatz Seeweg). Für eine unterstützende Beitrag von 4 Euro pro Familie/ 3 Euro pro Erw. und pro Kind 1 Euro (oder ein selbstgemaltes Bild zum Thema Fledermäuse) danken wir im Voraus. Kinder bitte nur in Begleitung eines Erwachsenen, da die Exkursion in völliger Dunkelheit endet. Die Mitnahme einer Taschenlampe ist genauso sinnvoll wie eine Jacke, die auch dem Mückenschutz dient. Bei Dauerregen findet die Veranstaltung leider nicht statt, da Fledermäuse dann nicht fliegen.

August 2010
 


  NABU rettet trotz des harten Winters 3.548 Amphibien (Lurche) in Garbsen
Erdkrötenpaar

Von Waldemar Wachtel

Erd-, Knoblauch und Kreuzkröten, Gras-, Teich- und Wasserfrösche, Teich- und Kammmolche sowie ein Springfrosch wurden von ca. 20 Bürgern und NABU-Mitgliedern aus den hinter den Amphibienschutzzäunen in der Erde eingegrabenen Eimern gerettet und in die Laichgewässer auf den gegenüberliegenden Straßenseiten eingesetzt. Weitere ca. 180 Amphibien wurden totgefahren. NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel spricht allen Helfern, die teilweise bei strömendem Regen im Einsatz waren, Anerkennung und Dank aus.
Der NABU betreut in Garbsen Schutzzäune mit über 3.000 m Gesamtlänge.
Die Summe der geretteten Amphibien setzt sich wie folgt zusammen: Blauer See = 680 St., Gutenbergstr. = 1083, Meyenfelder Str. = 129 (hier besonders viele streng geschützte Knoblauchkröten und Kammmolche), Schönebecker Allee = 846, Flemmingstr. = 477 (Kammmolche und verschiedene Froscharten), Dorfstr. = 34.
In diesem Jahr hat der NABU besonders genau gezählt und die Stückzahlen auf standardisierten Listen eingetragen, weil die Meldungen an die Region Hannover, Bereich Arten- und Naturschutz, an den Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie weitere Institutionen versandt wird. Hier erfolgen bundesweite Kartierungen. Diese sollen auch den Behörden bei Bauleitplanungen frühzeitige Hinweise auf schützenswerte Biotop- und Landschaftsbestandteile geben.
Wer den NABU und die Amphibien auch im nächsten Jahr unterstützen möchte, kann sich bei Waldemar Wachtel, Tel.: 05137-8779975 oder Dagmar Strube, 05131-92750 melden.

März 2010
 


 
Der Igel ist ein Wildtier
Nicht jeder Igel ist hilfsbedürftig

Im Spätherbst sind häufig noch Jungigel auf der Jagd nach Insekten, Schnecken und Regenwürmern zu sehen. Diesen jungen Stachelrittern, die dann noch nicht das nötige Gewicht von mindestens 500 g zum erfolgreichen Winterschlaf haben, können Igelfreunde helfen. Bieten Sie abends in der Dämmerung in flachen, täglich mit reinem Wasser und einer Bürste gereinigten Schälchen (glasierte Tonuntersetzer) Katzendosenfutter vermischt mit Haferflocken oder Igeltrockenfutter an. Daneben stellen Sie ein zweites, flaches täglich mit frischem Wasser gefülltes Schälchen. Bitte verwenden Sie zum Reinigen der Futternäpfe keine Reinigungsmittel! Bieten Sie auch keine Milch an! Milch verursacht bei Igeln sehr heftige Durchfälle, die sogar zum Tod führen können.
 
Sollten Sie einen hilfsbedürftigen Igel finden, ist schnelle Hilfe lebensrettend!
 
Hilfsbedürftige Igel sind:
a) offensichtlich kranke Igel (taumelige, mitunter apathische oder auch tagaktive Igel mit deutlichen Abmagerungserscheinungen – „Hungerfalte“ zwischen Kopf und Rumpf oder eingefallene Augen) oder
b) verletzte Igel oder
c) Jungigel, die nach Wintereinbruch unter 500 g wiegen.
 
Der hilfsbedürftige Igel sollte in einen mit Zeitungspapier ausgelegten Karton mit Deckel (Luftlöcher vorher einstanzen) gesetzt werden. Legen Sie einige Küchentücher oder Toilettenpapier zum Verkriechen dazu. Der Igel wird sich sofort darunter verstecken wollen. Zur Erstversorgung stellen sie ein flaches Schälchen (glasierter Tonuntersetzer) mit Wasser und eine zweite Schale mit Katzendosenfutter oder einem mit wenig Fett gebratenem, ungewürztem Rührei dazu. Sollte der Igel deutlich unterkühlt sein (der Bauch fühlt sich dann deutlich kälter als Ihre Hand an), legen Sie den Igel auf eine in ein Handtuch gewickelte nicht zu heiße Wärmflasche. Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten Sie schnellstens einen Tierarzt aufsuchen. Die Behandlung ist in der Regel kostenlos, da es sich um ein unter Schutz stehendes Wildtier handelt.

Neben den örtlichen Tierärzten, helfen Ihnen folgende Adressen weiter:
 
Igel-Schutz-Initiative e.V. IGSI                                     Artenschutzstation Sachsenhagen
im „Igelhaus“                                                                 Hohe Warte
Ohestraße 12                                                                31552 Sachsenhagen
30880 Laatzen (Grasdorf)                                           Tel.: (05725) 70 87-30
Tel.: (0511) 23 31 61
www.pro-igel.de

NABU Stadtverband Garbsen                                      
Dagmar Strube, (05131) 9 27 50
Waldemar Wachtel, (05137) 7 97 30
Uschi Koch (05137) 7 12 72
 

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November 2008

 



 
Stadtteilforscher
Forschen macht Spaß

Junge Garbsener Forscher mit dem NABU auf Naturerkundung in Frielingen

Von Waldemar Wachtel

 
Ausgestattet mit Naturerkundungsbögen, Kugelschreiber und digitaler Fotokamera gingen die neun bis dreizehnjährigen Forscher mit Waldemar Wachtel vom NABU Stadtverband Garbsen von der Grundschule in Frielingen zu den ortsnahen Biotopen der Firma LaserOptik in der Gneisenau- und Horster Straße . Hier wurde die Gruppe vom Firmeninhaber Dr. Johannes Ebert empfangen. Die jungen Forscher und Waldemar Wachtel waren vom Engagement der Familie Ebert für den Natur- und Umweltschutz begeistert. Viele Nist- und Lebensmöglichkeiten sind in und an den Außenwänden sowie den Dachverschalungen der beiden Firmengebäude angebracht oder eingebaut.  Die Forscher entdeckten in ca. 2,5 Stunden Amseln, Bachstelzen, Blau- und Kohlmeisen, Spatzen, Stare, Krähen, Frösche, Kröten, Teichmolche, Bienen, Hummeln und diverse Fischarten.
Beeindruckt haben auch das Storchennest oberhalb der Gewässerbiotope und die Fledermaushöhle. Es ist Dr. Ebert sogar vor Jahren gelungen, auf einem der Dachböden Schleiereulen und Turmfalken erfolgreich anzusiedeln. 
Neben den naturfachlichen Erklärungen, erfuhren die jungen Forscher auch noch das die Flächengröße von Frielingen ca. 6,6 km² ist, ca. 3.000 Einwohner in diesem Stadtteil wohnen, der 650igste Geburttag am 16. und 17.06.2001 gefeiert wurde der Gedenkstein vor dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr liegt und dass er von der Familie Ebert gespendet wurde.
Waldemar Wachtel freute sich über die aktiven, wissbegierigen jungen Forscher.
Für die Unterstützung, den vorbildlichen Einsatz für die Natur und die Führung über die Betriebsgelände bedankte sich Wachtel bei Dr. Ebert.

März 2010
 


  Nistkästen im Garten und am Haus

Nistkasten
Helfen sie den heimischen Singvögeln mit Nistkästen im Garten und am Haus

Von Waldemar Wachtel

Die ersten heimischen Singvögel sind zurückgekehrt – höchste Zeit, nun Altnester aus Nistkästen zu entfernen, ruft der NABU auf. „Die gebrauchten Nester sind zumeist voller Vogelflöhe und anderen Parasiten“, erläutert NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel, „deshalb sollten die Nester unbedingt aus den Kästen entfernt werden; zudem befinden sich zumeist mehrere Lagen der Nester übereinander – Blau- und Kohlmeise können durchaus zwei bis drei mal im Jahr brüten, wenn es ausreichend Nahrung gibt. Diese große Menge Nistmaterial drückt sich schon durch das Eigengewicht zusammen, und so entsteht oft ein ganzer Pfropf verrottender Halme, Blätter und Haare, der insbesondere in Holz-Nistkästen am Boden zu Fäulnis führen kann.“ Wachtel weiter: „Bei der Reinigung des Kastens sollten möglichst Arbeits- oder Küchenhandschuhe getragen werden, damit die Parasiten nicht auf Hand oder Arm gelangen können. Es reicht völlig aus, das alte Nest mit einem Spachtel oder ähnlichem hinauszuschaben. Würde man die Altnester nicht entfernen, könnten die Parasiten im nächsten Frühjahr auf die dann geschlüpften Jungvögel übergehen.“ Auch tote Eier und eingegangene Jungvögel, mumifiziert, finden sich immer wieder in den Altnestern. „Das ist nichts Ungewöhnliches“, beruhigt Wachtel, weil den NABU zu dieser Zeit des Jahres dazu stets zahlreiche Anrufe erreichen. „Nester im Gesträuch und in Hecken werden mit der Zeit zerfallen, sie müssen nicht entfernt werden. Sie werden im kommenden Jahr nicht neu bebrütet.“ „Unglaublicherweise werden immer wieder Nistkästen als so genannte Schnäppchen verkauft, die ihren Namen und ihr Geld nicht wert sind, wenn sie nicht zu reinigen sind. Solche Kästen sind völlig ungeeignet, denn in kurzer Zeit werden sie mit verrottendem Nistmaterial angefüllt sein; manche sind auch viel zu klein, sodass die Jungvögel in ihnen in heißen Sommern fast gesotten werden“, sagt der NABU-Vorsitzende Wachtel und verbindet einen weitern Aufruf damit: „Artgerechte Nistkästen mit ausreichender Grundfläche, wie sie sich seit Jahren in der Hand von NABU-Praktikern bewährt haben, selbst bauen, in Fachmärkten oder beim NABU-Shop kaufen“, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover, Telefon: 0511-123 83 13, Telefax: 0511-123 83 14, E-Mail: info@NABU-Natur-Shop.de , Telefonische Bestellannahme: montags bis samstags von 8:00 bis 20:00 Uhr 0180-5 333 038*  * 0,14 €/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend. Der NABU hält dazu eine 30-seitige Bauplansammlung für Nistkästen aller Art bereit, die zusammen mit der Farbbroschüre „Vögel im Garten“ gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Nistkästen“, Alleestr. 36, 30167 Hannover, angefordert werden kann.

März 2010
 


 
W. Wachtel, D. Strube, K. Ruhlig, K. Fischer
NABU stellt Amphibienschutzzäune auf

Krötenwanderung beginnt

Von Waldemar Wachtel
 
Mit der jetzigen Wetterumstellung und den ersten wärmeren Tagen hat eine vereinzelte Krötenwanderung begonnen. Der nächste einsetzende Regen mit Temperaturen um 10 Grad Plus wird das Startsignal für eine explosionsartige Wanderungsbewegung der verschiedenen Kröten, Grasfrösche und Molche sein. Der NABU hat deshalb am Dienstag, den 02.03.10 mit der Aufstellung der Schutzzäune begonnen. An der Gutenbergstr wurde der erste Zaun aufgestellt. Ab Dienstag, den 03.03.10 folgen die Zäune an der Schönebecker Allee und an der Meyenfelder Straße. An diesen Straßen werden auch Straßeneinengungen durch Baken sowie die Aufstellung von Warnschildern nötig.
Weitere Krötenschutzzäune werden an der Dorfstraße  zwischen Berenbostel und Stelingen, auf der Zufahrtstraße nördlich vom Blauen See und der Zufahrt zum Golfplatz aufgestellt. Bereits 2008 wurden von den Campingplatznutzern und Besuchern des Golfplatzes erhebliche Wanderungen gemeldet. 2009 sammelte der NABU ca. 340 Amphibien ein und setzte sie am Nord- und Westufer ins Wasser.
Die Gesamtlänge der Zäune beträgt ca. 2.800 m. Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass von den fleißigen NABU-Mitgliedern, wie in den Vorjahren über 1000 Amphibien eingesammelt und in die Biotope und Regenrückhaltebecken gesetzt werden. Wachtel appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche sowie die Straßen an denen Schutzzäune stehen mit erhöhter Aufmerksamkeit und verminderter Geschwindigkeit zu befahren. Nach Aussagen der TU Braunschweig werden Kröten immer häufiger dadurch gefährdet, weil bei nicht angepasster Geschwindigkeit über 30 km/h, der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Amphibien allein schon dadurch getötet werden.  Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen können Radarkontrollen erfolgen. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll fahren. Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer erhält jeder NABU-Aktivist eine mit dem NABU-Schriftzug und Wappen gekennzeichnete Warnweste. Laut Wachtel sollen diese auch den Garbsener Bürgern und den Verkehrsteilnehmern signalisieren, dass hier berechtigte Helfer des NABU tätig sind.

März 2010
 


  Fledermausdokumentation und Hauptversammlung

Über 50 Gäste und Mitglieder bei Fledermausdokumentation und NABU-Hauptversammlung am 18.03. 2010

Von Waldemar Wachtel

„Den Fledermäusen auf der Spur“ lautete der Titel mit dem die Fledermausbetreuer Dagmar und Karsten Strube mit Film und Powerpoint-Präsentation in die geheimnisvolle Winterwelt der Fledermäuse einführten und anschließend die vielen Fragen der ca. 50 Besucher beantworteten.
Bei der anschließenden Hauptversammlung zog der Vorsitzende Waldemar Wachtel eine positive Bilanz des Jahres 2009 und stellte Schwerpunkte aus dem reichhaltigen Programm 2010 vor.
Wegen eines Todesfalls und einer Erkrankung wurde der Vorstand umstrukturiert. Die erforderlichen Neuwahlen endeten mit folgendem einstimmigen Ergebnis:
Zweiter Vorsitzender ist Karl-Dieter Ruhlig, Kassenwarten ist Annelies Redlich und  zweite Kassenprüferin ist Nicole Wolter. Diese Ämter gelten zunächst für ein Jahr.
2011 folgen die Gesamtwahlen neu.
Wachtel dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für Ihr großes ehrenamtliches Engagement.

März 2010
 


 
Stadtverband Garbsen
Hauptversammlung des NABU Stadtverbandes Garbsen

Im Anschluss an den Fachvortrag zur Winterwelt der Fledermäuse beginnt am 18.03.2010 ab ca. 20.30 Uhr die Hauptversammlung des NABU Stadtverbandes Garbsen im Waldhotel Garbsener Schweiz. Alle Mitglieder des NABU Stadtverbandes sind hierzu herzlich eingeladen.
 

Weitere Infos: Einladung zur Hauptversammlung


März 2010
 


  Fledermäuse mitten im Winter?

Winterschlafende Fledermäuse
Der NABU macht es möglich

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube werden anhand eines Film- und Powerpoint-Vortrages interessierte Besucher am 18.03.2010 ab 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz in die faszinierende Winterwelt der Fledermäuse einführen. Fragen, wie "Wo verbringen Fledermäuse den Winter?", "Wie sehen derartige Quartiere aus?" und "Welche Anforderungen müssen sie erfüllen?" werden hier nicht nur gestellt, sondern auch beantwortet. Der Vortrag bietet die Möglichkeit, innerhalb einer Stunde seltene und nicht alltägliche Einblicke auch in die Garbsener Winterquartiere und die Ergebnisse des Artenschutzes vor Ort zu erhalten.
Interesse? Kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns!
Dagmar Strube, dagmar@familie-strube.de, Tel.: 05131/92750

März 2010
 


 
Leeres Nylonnetz
Der NABU bittet leere Futternetze wieder einzusammeln

Die Nylonnetze können zu tödlichen Fallen werden

Von Dagmar Strube
 
Bei einem Spaziergang durch die Garbsener Natur sind mir an vielen Stellen, die an den Büschen hängenden leergefressenen Netze von Meisenknödeln aufgefallen.

Die Idee der Bürger ist sehr lobenswert, den Standvögeln bei diesen Witterungsverhältnissen helfen zu wollen. Schön wäre es, wenn die helfenden Hände die eingerichteten Futterstellen einige Tage später wieder kontrollieren und leere Netze entfernen oder gegen gefüllte Knödel ersetzen würden.

Derartige Netze, die evtl. auch auf den Boden fallen, können zu tödlichen Fallen für viele Tiere werden. Sollten die Nylonnetze bis zum Frühjahr hängen bleiben, kommt es leider immer wieder vor, dass unsere gefiederten eifrigen Nestbauer, dieses vermeidliche Nestmaterial in ihren Nestern verbauen und so zu verhängnisvollen Todesfallen für die Jungvögel werden können.

Januar 2010
 


  Vögel am Futterhaus im Stadtpark beobachten

NABU-Futterstelle im Stadtpark
Der NABU macht es möglich

Von Dagmar Strube

Im Stadtpark Garbsen in der Nähe zum Schwarzen See steht diese öffentliche Futterstelle für unsere heimischen Standvögel. Vor einigen Wochen wurde diese von den NABU Mitgliedern Karl-Dieter-Ruhlig und Hans Ober am Fuße der NABU Blutbuche eingerichtet. Bei meinem kurzen Besuch entdeckte ich verschiedene Meisenarten, wie diese Sumpfmeisen, die gierig die Leckereien aus dem Silo ergatterten. Nach der Aufhängung der von Kindern selbstgemachten Futterknödel entdeckte ich auch beim Weggehen die erste Blaumeise an einem Fettknödel. Weitere Beobachtungen können gerne an den NABU weitergegeben werden.

Dieses Futterhäuschen ist ein weiteres Beispiel für ein Silofutterhaus, in dem das Futter trocken und sauber bleibt. Silofutterhäuser haben den Vorteil, dass die Vögel nicht durch das Futter hüpfen können und es so durch Kot verunreinigen können. Dieses vermindert das Ansteckungsrisiko von Vogelkrankheiten zwischen den Futtergästen.

Januar 2010
 


 
Winterkontrolle
Winterkontrollen der Fledermaus-Quartiere sind erfolgreich

Artenschutzprojekte zeigen Erfolge


Von Dagmar Strube

 
Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube hatten in den vergangenen Monaten drei Quartiere für die vom Aussterben bedrohten Flattertiere mit einem Fachteam hergerichtet (siehe separate Berichte). Mitte Januar war der spannende Tag der Winterkontrolle und damit der Feststellung, ob die geleisteten Arbeiten im Spätsommer durch den Fund von Fledermäusen belohnt würden und damit die Richtigkeit der Maßnahmen Bestätigung fänden. Zusammen mit weiteren Fledermaus-Betreuern aus der gesamten Region Hannover und dem Berliner Biologen Cornelis Hemmer suchten die Naturschützer bei klirrender Kälte die Quartiere nach Fledermäusen ab, um sie zu kartieren.
 
Die Fachleute starteten bei dem 2008 wieder hergerichteten größten Winterquartier, dem Ringofen. Hier lobte Strube die gute Kooperation mit der Stadt Garbsen zur Herrichtung dieses flächenmäßig sehr großen Quartieres. Einen besonderen Gast hatte Strube hierzu eingeladen. Niklas Brauner, 9 Jahre, ist ein begeisterter Fledermausfreund und bei allen Fledermaus-Exkursionen des letzten Jahres war er immer dabei. Nun durfte er seine erste schlafende Fledermaus ganz vorsichtig ansehen. Ein Erlebnis, dass er sicherlich nie vergessen wird. Bei der Begehung erklärte Cornelis Hemmer dem Jungen genau, woran der die Langohr Fledermäuse erkennen kann und freute sich über das Interesse.
Wieder unter freiem Himmel waren sich alle Fachleute nach der Begehung über die optimale Einrichtung des Quartieres für Fledermäuse einig und sind auf die Entwicklung des Besatzes in den nächsten Jahren sehr gespannt. Gefunden wurden in diesem Kontrollgang 4 Langohren Fledermäuse. Bei der Vielzahl der Versteckmöglichkeiten waren sich die Fledermausschützer klar, dass sich sicherlich weitere nicht zu findende Tiere in diesem Ruinengebäude befinden.
 
Besondere Freude bereitete Strubes die Begehung des noch im November 2009 neu hergerichteten Winterquartieres in der Garbsener Schweiz. Obwohl dieses erst so spät im Jahr fertig gestellt werden konnte, wurde auch hier eine Langohr-Fledermaus entdeckt. Eine sehr schöne Bestätigung für den aktiven Naturschutz! Daneben fanden die Naturschützer auch 6 Tagpfauenaugen die hier überwintern.
 
Wie zu erwarten, wurden im dritten Quartier in Wunstorf leider bisher keine Fledermäuse gefunden. Doch die im November 2009 eingeleiteten Maßnahmen zeigten Erfolge. Die Feuchtigkeit war inzwischen tief ins Bauwerk vorgedrungen und 2 Zackeneulen sowie 3 Tagpfauenaugen sowie Mücken zeigen die ersten Erfolge auf dem Weg zur Optimierung des Klimas für dieses Quartier an.
 
Dank des ehrenamtlichen Engagements ist es den Fledermausschützern gelungen innerhalb von nur 2 ½ Jahren drei Winterquartiere für Fledermäuse herzurichten. Aufgrund der Bedrohung der heimischen Fledermausarten sind dies beachtliche Erfolge für den Arten- und Naturschutz in Garbsen.
 
Januar 2010
 


  NABU Garbsen unterstützt das bundesweite Netzwerk „Willkommen Wolf"

Magnus Wessel, Irene Sachmann-Ober, Waldemar Wachtel, K.-D. Ruhlig, Markus Bathen
Von Waldemar Wachtel

Bei der bundesweiten  NABU-Fachtagung im Neuen Rathaus Hannover nahm auch eine Delegation aus Garbsen teil.
Vor gut zehn Jahren ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Seit dem Jahr 2.000 werden fast jährlich Wolfswelpen in unserer Kulturlandschaft geboren. Ca. sechs Wolfsfamilien haben sich bisher in Sachsen angesiedelt. Das Territorium einer Familie ist ca. 300 km² groß. Nachgewiesene Abwanderungsdistanzen von Jungwölfen, die Ihre Rudel verlassen, können über 1.000 km betragen. Wenn ein geeigneter Lebensraum vorhanden ist, kann er diesen als Langstreckenläufer binnen weniger Wochen an jedem Punkt in Deutschland erreichen.
In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Bayern können sich daher durchaus dauerhafte Wolfsterritorien bilden.

Als Rückkehrer in sein ehemaliges Verbreitungsgebiet ist der Wolf ein natürlicher Bestandteil unseres Ökosystems. Deshalb hat der NABU mit dem Rückhalt diverser internationaler, europäischer und deutscher Naturschutzabkommen, Richtlinien und Gesetze die den Wolf schützen, seit Jahren viele Aktivitäten auf kommunaler, landes- und bundesweiter Ebene zum Schutz des Wolfes ergriffen und durchgeführt. Dazu zählen Fachtagungen an denen Politiker, Jäger, Landwirte,
Naturschützer, Wissenschaftler und andere Interessengruppen teilnehmen.
Sinn und Zweck all dieser Veranstaltungen für und mit der Öffentlichkeit ist es, das Verständnis für den Wolf zu wecken, Ängste abzubauen, Sorgen bei den Tier- und insbesondere bei Schafhaltern sowie den Jägern abzubauen und eine offene Informationslage zu schaffen.
„Der NABU Garbsen hat bereits vor zwei Jahren mit Informationsveranstaltungen zum Wolf  begonnen. Das Interesse der Bürger aber auch einiger Jäger, Landwirte und Politiker war sehr groß,“ sagt Waldemar Wachtel vom NABU Garbsen und NABU Regionalverband Hannover. Mit Unterstützung der Mitgliedsstaaten der EU und des Bundesamtes für Naturschutz (BfA) soll jeweils im Kernvorkommen der Wolsregionen ein Monitoring durchgeführt oder aufgebaut werden. Damit wird die Grundlage einer regelmäßigen, strukturierten Überwachung ermöglicht. Als Grundlage zur Bewertung von Wolfsnachweisen dienen die international bewährten Kriterien des  Status and Conservation of the Alpine Lynx Population (SCALP).
Welche Sympathien die Wölfe auch in der Öffentlichkeit erreichen, zeigen u. a. die vielen WolfsPatenschaften Prominenter wie Nds. MP Christian Wulf,  Schauspieler Hardy Krüger jr. und Mariele Millowitsch.

Januar 2010
 


 
Waldemar Wachtel mit Eulentodfund
NABU: Viele Schleiereulen erleiden den Hungertod

Von Waldemar Wachtel
 
Die lang anhaltende tiefe Schneedecke mit den starken Frösten dieses Winters rafft eine große Anzahl von Schleiereulen dahin. Der NABU hat in den letzten zwei Wochen ca. 28 Anrufe von Bürgern und Landwirten erhalten, die in Teilen von Garbsen, Neustadt und Wunstorf geschwächte oder tote Schleiereulen meldeten. Leider konnten nur die wenigsten zur weiteren Betreuung in die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen vermittelt werden. Weit über 20 Eulen konnten nur noch tot registriert werden.

„Das ist ein herber Rückschlag für die sich im Bestand gut erholten Schleiereulen, die ehrenamtlichen Naturschützer und die Landwirte, die zum Schutz dieser wunderbaren Vögel beigetragen haben“, so Waldemar Wachtel vom NABU Garbsen und Regionalverband Hannover. Noch vor wenigen Jahren waren diese Eulen im Bestand stark gefährdet. „In lang anhaltenden schneereichen Wintern können ganze Populationen dieser wunderbaren Jäger der Nacht verloren gehen“, berichtet Wachtel weiter. Deshalb dankt Wachtel insbesondere den Landwirten, die an geschützten Stellen und offene Scheunen Lock- oder Futterstellen für Mäuse anlegen. Etwas Stroh oder Heu mit Körner- oder Getreideeinstreung kann durch das Anlocken der Mäuse auch das Überleben der Eulen sichern.

Wachtel dankt aber auch all den Bürgern, die Fundstellen von geschwächten oder toten Eulen melden oder diese umgehend in die Artenschutzstation für Wildtiere in Sachsenhagen bringen. Zu erreichen ist die Station über Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Hohe Warte, 31553 Sachsenhagen, Tel.: 05725-7087-30, Handy: 0171 6831000, Mail:
info@wildtierstation.de. In dringenden Notfällen können auch die örtlichen Tierärzte konsultiert werden. In der Regel helfen diese gern. Bei weiteren Problemen kann der NABU unter Tel.: 05137-8779975 informiert werden, Internet: www.nabu-garbsen.de sowie weitere Links zu anderen NABU-Verbandsstrukturen.

Januar 2010
 


  NABU: Eulen und Greifvögel leiden unter dem starken Winter

Schleiereule
Von Waldemar Wachtel

„Die lang anhaltende tiefe Schneedecke mit den relativ starken Frösten dieses Winters bedroht viele Greifvögel. Der NABU hat schon mehrere Hilfeersuchen für entkräftete oder Anrufe über tote Greifvögel erhalten“, berichtet Waldemar Wachtel, Vorsitzender des NABU. „Insbesondere sind jetzt die Eulenarten und hier insbesondere die Schleiereulen stark gefährdet. In lang anhaltenden schneereichen Wintern können ganze Populationen dieser wunderbaren Jäger der Nacht verloren gehen“, berichtet Wachtel weiter. Deshalb bittet der NABU insbesondere die Landwirte unter geschützten Schauern/Schobern/offene Scheunen Lock- oder Futterstellen für Mäuse anzulegen. Etwas Stroh oder Heu mit Körner- oder Getreideeinstreung kann durch das Anlocken der Mäuse auch das Überleben der Eulen sichern. Aus Erfahrung und durch Beobachtungen wissen Ornithologen, dass diese angelegten Futterstellen sehr schnell von den Eulen erkannt werden. Einfluglöcher oder Teilöffnungen in den Scheunen können auch hilfreich sein.

Einige andere heimische Eulen können sich auch von kleineren Vögeln ernähren.
Wenn entkräftete oder verletzte Greifvögel gefunden werden, sollte der Vogel zunächst in einen dunklen, gut belüfteten nicht zu großen Karton mit einer rauen Einlage gesetzt werden, damit er sich hier zunächst beruhigen und erholen kann. Dann sollte umgehend die Artenschutzstation für Wildtiere in Sachsenhagen informiert werden oder der Vogel dorthin gebracht werden.

Zu erreichen ist die Station über Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Hohe Warte, 31553 Sachsenhagen, Tel.: 05725-7087-30, Handy: 0171 6831000, Mail: info@wildtierstation.de. Sachsenhagen liegt südwestlich von Wunstorf.
In dringenden Notfällen können auch die örtlichen Tierärzte konsultiert werden. In der Regel helfen diese gern. Bei weiteren Problemen kann der NABU unter Tel.: 05137-8779975 informiert werden, Internet: www.nabu-garbsen.de sowie weitere Links zu anderen NABU-Verbandsstrukturen.

Januar 2010
 


 
Rotkehlchen
NABU-Appell: Winterfütterung rettet viele Vögel

Von Waldemar Wachtel

Der Winter zeigt weiterhin sein grimmiges Gesicht - und macht damit den Gefiederten ordentlich zu schaffen: Die Vögel haben große Probleme, Nahrung zu finden. Deshalb sollte die Winterfütterung jetzt forciert werden, rät der Naturschutzbund NABU. Waldemar Wachtel, Vorsitzender für Garbsen und den Regionalverband Hannover: "Die kalten und insbesondere die sehr schneereichen Tage sind für die Vögel verheerend, weil sie derzeit weder Insekten noch ausreichend Samen aus dem Vorjahr finden können. Die Ausräumung der Landschaft und Gärten hat dazu geführt, dass großer Nahrungsmangel herrscht; wo einst artenreiche Wegraine mit Stauden und Stängeln waren, an denen die Gefiederten Samen und in den Stängeln überwinternde Insekten als echte Eiweißbomben fanden, gähnen heute oft abgeerntete Maiswüsten, uniforme Gärten voller ökologisch fast wertloser Immergrünpflanzen oder gar versiegelte Flächen - Schmalhans ist Küchenmeister bei den Vögeln geworden."
Deshalb kann die art- und tierschutzgerechte Winterfütterung vielen Vögeln gerade in dichten Siedlungen sehr helfen - und sie führt Kinder an die Natur heran, stellt zudem für Senioren oft das einzige verbliebene Naturerlebnis dar. "Gut geeignet sind Futtertrichter, in denen das Futter vor Verschmutzung geschützt nachrutschen kann; auch raffiniert konstruierte Futterhäuschen gibt es mittlerweile in dieser Ausrichtung. Am besten eignen sich Futtermischungen, bei denen auch Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Erlenzeisig und andere bedacht werden sowie ausreichend Saaten und Sonnenblumenkörner als Energielieferanten für Dompfaff, Meise, Amsel, Grünfink und andere Futterhausbesucher. Sehr gut geeignet sind auch die so genannten
Energieblöcke, die wahre Kraftspender für die Vögel darstellen", berichtet Wachtel. Ein breites Angebot von Futter und Futtergeräten gibt es in den heimischen Bau- und Gartenmärkten oder beim NABU Natur Shop in Hannover, Tel. 0511 – 21571-11 oder 21571-81. Mail: info@nabu-natur-shop.de oder Internet: www.NABU-Natur-Shop.de.      
Schon in den letzten zwei Jahren erhielt der NABU viele Fragen zum stark zurückgegangenen heimischen Singvogelbestand. Unterstützen wir unsere heimischen Vögel damit wir nicht den gesanglosen Frühling erleben.

Januar 2010
 


  Liebe Besucherinnen und Besucher der NABU-Homepage,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Freundinnen, liebe Freunde des NABU,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
es liegen noch viele Monate des neuen Jahres mit Tiefen und Höhen vor uns.
 
Was wird in ihm geschehen?
 
Wir hoffen, dass es friedlich wird auf unserer schönen Erde
und dass Vernunft, nicht Emotion dem Menschen wichtig werde.
 
Wir hoffen, dass der Glaube an wen auch immer
verdrängt wird aus der Politik, sonst wird die Weilt nur schlimmer.
 
Ein jeder Mensch mag glücklich sein mit seinen frommen Lehren.
Wir wünschen aber eines nicht, den Drang uns zu bekehren oder zu belehren.
 
Der Mensch, der frei geboren ist, der sollte dafür danken.
Selbst wenn er nichts mehr sagen darf, frei bleiben die Gedanken.
 
Ein offenes Wort am richtigen Ort kann für Bewegung sorgen
und damit unsere Zukunft mitgestalten und sei es erst für übermorgen.
 
Setzen wir im neuen Jahr dem Überfluss Grenzen und lassen die Grenzen
überflüssig werden.
Geben wir dem Glauben seine Freiheit und machen die Freiheit zum Glauben aller.
Schenke wir unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde.
Geben wir unserem Verstand Herz und unserem Herzen Verstand.
 
Kopenhagen und andere Veranstaltungen haben es gezeigt, Natur- und Umweltschutz sind hohe Ziele.
Wir sollten alle dazu beitragen sonst erleben wir weitere Katastrophen und zwar sehr viele.
 
Erfolge sind nur mühsam zu erringen, deshalb lasst uns unseren Beitrag gemeinsam erbringen.
Lasst uns denen trotzen, die nur über Natur- und Umweltschutz motzen.
 
Ein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen und Mitgliedern aller Verbände, die in Ihrer Freizeit viele Aufgaben zum Wohl der Allgemeinheit erfüllen.
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, auch im Namen der Vorstände des NABU Stadtverbandes Garbsen und des NABU Regionalverbandes Hannover alles Gute, viel Glück und Gesundheit für das Jahr 2010.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Waldemar Wachtel
1. Vorsitzender
NABU Stadtverband Garbsen und
NABU Regionalverband Hannover

 


  Der NABU Stadtverband Garbsen übernimmt die Pflege eines weiteren Winterquartieres für Fledermäuse

Winterquartier Wunstorf
Fledermausschützer engagieren sich in der Pflege eines Röhrenquartieres

Von Dagmar Strube

Auf Wunsch der Stadt Wunstorf haben die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube ab Ende Oktober 2009 die Pflege eines weiteren Winterquartieres für Fledermäuse übernommen. Das ehemals als Ausgleichsmaßnahme angelegte Röhrenquartier in einem Erdwall wurde leider seit einigen Jahren nicht mehr betreut.

Bei der ersten Begehung der Fledermausschützer mit H. Beyer vom Umweltamt der Stadt Wunstorf stellten sich schnell die Mängel heraus. Aufgrund des verstopften und wohl seit einigen Jahren nicht mehr gereinigten Wasserzulaufs war das Quartier staubtrocken und viel zu warm. In einer vorbildlichen Kooperationsarbeit  zwischen der Stadtverwaltung und den Fledermausschützern konnte es noch bis Mitte Dezember erreicht werden, dass das Quartier die ersten Kondenztropfenbildungen anzeigte. Bei dieser zweiten Kontrolle konnten Strubes die ersten Mücken und Tagpfauenaugen im Quartier entdecken. Die ersten Indizien für eine Besserung des Klimas im Winterquartier. Auch wenn das vielversprechende Röhrenquartier sicherlich in diesem Winter noch nicht von Fledermäusen angenommen werden wird, so sind Strubes zuversichtlich, spätestens im Winter 2010/2011 Fledermäuse zu finden.

Dezember 2009
 


 
Fledermaus-Winterquartier Garbsener Schweiz
Altes Fledermaus- Winterquartier neu hergerichte

Fledermausschützer richten in Rekordzeit zweites Winterquartier ein

Von Dagmar Strube

Versteckt in einem Garbsener Waldstück steht ein verlassenes Pumpenhaus. Dies war einst vor Jahrzehnten als Fledermaus-Winterquartier eingerichtet worden und dann leider nicht mehr gepflegt worden. Damit veränderten sich im Laufe der Zeit die Bedingungen innerhalb des Gebäudes. Es blieb sich selbst überlassen und versank in Vergessenheit.
 
Vor einem dreiviertel Jahr erfuhr unser neu gegründetes Fledermausteam von diesem Objekt. Nach vielen Telefonaten und Schriftwechseln erhielten wir im Sommer die Genehmigung in diesem Spätherbst aktive werden zu können. Voller Energie und Tatendrang traf sich das mehrköpfige Team mit zahlreichen Ideen im Hinterkopf. Doch bevor wir an die eigentliche Arbeit des Herrichtens des Quartieres denken konnten, erforderte es Ausdauer um den Zugang zum Häuschen von Unrat, Brettern und enormen Bergen aus zu Erde gewordenem Laub zu beseitigen. Nach gut einer dreiviertel Stunde schweißtreibender Arbeit konnte die Tür geöffnet werden und der lang ersehnte Blick ins Innere und damit der Maßnahmenkatalog erstellt werden.
 
Einige Quartiersteine hingen noch an den Wänden. Sie waren mit alten und verlassenen Vogelnestern bestückt. Somit hatten wenigstens die gefiederten Gesellen hier ein Versteck gefunden. Das Dach des Häuschens war offen, Durchzug spürbar und die Tür absolut marode. Obendrein war der Erdboden mit fauligem Stroh ausgelegt und viel zu trocken. Für uns war somit klar, in den letzten Wintern hatten hier keine Fledermäuse Unterschlupf gesucht. Die Bedingungen waren einfach viel zu schlecht. Doch sofort war auch klar, dass es sich auf alle Fälle lohnen würde, hier mehrere Wochenenden Freizeit zu verbringen, um das Quartier wieder herzurichten.
 
Nachdem das Stroh beseitigt war, kümmerten wir uns zunächst vorrangig um die Anbringung der "Steinbetten" für Fledermäuse. Die bestehenden Steine wurden von dicken Spinnenweben und Dreckschichten gereinigt und nach neuen Erkenntnissen aufgehängt. Aus unserer Sicht modernere Steinblöcke aus Ton als zusätzliche Schlafangebote für die Fledermäuse hingen nach gut 3 Stunden an den Wänden und boten so den Säugetieren unterschiedliche Schlafmöglichkeiten an. Nach mehreren Arbeitseinsätzen war schließlich das Dach repariert, die zugigen Löcher verschlossen und eine Isolierung für das ideale Fledermaus-Raumklima geschaffen - feucht, dunkel, kühl aber frostfrei!
 
Im dritten Arbeitseinsatz wurde die selbstgebastelte neue Tür angebracht. Nach Abschluss dieser Arbeiten zog die notwendige Ruhe in dieses Quartier ein. Wir bitten dringend alle möglichen "Entdecker" des Quartieres, diese Ruhe zu erhalten, um den vom Aussterben bedrohten Tieren helfen zu können. Denn mit etwas Glück, wird der Unterschlupf noch in diesem Winter aber sicherlich spätestens im darauffolgenden Jahr von Fledermäusen angenommen.
 
Auch hier ist wieder unsere Frage: Wer kennt derartige Gebäude (Eiskeller, Kartoffelkeller, Gewölbe,....) in Garbsen, die meist ungenutzt halb im Erdreich liegen?

November 2009
 


  Fledermaus-Winterquartier Garbsen

Ringofen im Stadtpark
Fledermausschützer leisteten erneut Optimierungsarbeiten im Ringofen

Von Dagmar Strube

Seit September herrscht rund um das flächenmäßig größte Fledermaus-Winterquartier des NABU Stadtverbandes Garbsen absolute Ruhe. Damit hat es das ehrenamtliche Fledermaus-Fachteam das zweite Mal geschafft, anstehende Maßnahmen an und in dem Gebäude rechtzeitig vor den Sondierungsflügen der Fledermäuse auf der Suche nach Winterquartieren abzuschließen. Auch wenn die Fledermausfreunde bereits im Sommer 2008 von Juli bis Ende August fast jedes Wochenende in ihrer Freizeit in dem Gewölbe gearbeitet hatten, so standen doch noch einige unerledigte Arbeiten an. So mussten weitere ehemalige Abzugslöcher des Ofens und Spalten verschlossen werden, der Einflugsschlitz verkleinert, weitere Ritzen und Fugen gereinigt und Aufräumarbeiten durchgeführt werden.
 
Alle Maßnahmen hatten das Ziel, in dem dunklen, feuchten und modrigen Gewölbe noch optimalere Bedingungen für die bedrohten Fledermäuse zu schaffen.
 
Als letzte Maßnahme für dieses Jahr sorgte das Team in dem kurzen Zeitfenster zwischen dem Ende der Vogelbrut und den Sondierungsflügen der Fledermäuse auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren für den nötigen Freischnitt des Gewölbes.
 
Abschließend scherzte Familie Strube: "Im Ringofen sind für diesen Winter alle Steinbetten gemacht und warten auf die pelzigen kleinen Winterschläfer!"
 
Ob die vom Aussterben bedrohten Insektenfresser ihren mehrmonatigen Winterschlaf in diesem Gewölbe halten werden, hängt auch von der Ruhe um das Gebäude ab. Daher bitten die Fledermausschützer, den Dornröschenschlaf nicht zu stören, damit die nützlichen Insektenfresser hier die nahrungsarme Zeit bis zum Frühjahr unbeschadet verschlafen können bevor sie wieder auf die Jagd nach Mücken und Motten durch die Nacht fliegen.


November 2009
 


 
Olaf Tschinke, Matthias Platzeck, Eick v. Ruschkowski, Waldemar Wachtel
NABU vom wieder gewählten Ministerpräsidenten Matthias Platzeck in Potsdam empfangen

Von Waldemar Wachtel

Waldemar Wachtel, erster Vorsitzender des NABU Stadtverbandes Garbsen und des Regionalverbandes Hannover war als gewählter Delegierter des Landesverbandes Niedersachsen mit weiteren 200 Delegierten aus ganz Deutschland zur Bundesdelegiertenversammlung nach Potsdam/Brandenburg eingeladen.

Der NABU als größter deutscher Naturschutzbund mit ca. 450.000 Mitgliedern zieht für 2009 ein positives Resümee und führt für 2010 viele neue Projekte auf nationaler und internationaler Ebene auf. Er ist der einzige Naturschutzverband, der durchgehend flächenmäßig organisiert und von den Gruppen vor Ort gut vertreten wird. Damit ist er gefragter Ansprechpartner von Bürgern, den Schulen und auf allen Ebenen auch konstruktiv-kritisch für die Politik. Dies betonte insbesondere auch Ministerpräsident (MP) Platzeck in seiner Begrüßungsrede und in kleinen Gesprächsrunden. Als eine besonders erfolgreiche Kooperation zwischen dem NABU und dem Land Brandenburg führte Platzeck Europas größtes Flussrenaturierungsprojekt an der Havel auf. Diese Renaturierung ist auf ca. 12 Jahre ausgelegt. Der ebenfalls als Gast anwesende sehr naturverbundene Großunternehmer Dr. Michael Otto vom Otto-Versand und Vorsitzender der Michael-Otto-Stiftung, Hamburg unterstützt das Projekt weiter mit der Überreichung eines Schecks über einen bedeutenden Betrag.

Der Bundesvorstand des NABU dankte Platzeck für die Unterstützung des Landes bei weiteren Naturschutzprojekten in Brandenburg. Wachtel gratulierte Platzeck in einem persönlichen Gespräch zur Wiederwahl als MP. Weiter äußerte er, dass er sich auch ein ähnliches Engagement von der Landesregierung in Niedersachsen wünschen würde, die bisher nicht mal den Anforderungen der EU nachkommt, fristgerecht genügend FFH-Gebiete auszuweisen. Auch das Naturschutzgroßprojekt Hannoversche Moorgeest wird zu schleppend vorangetrieben.


November 2009
 


  Moorerlebnistage am Wochenende des 17. und 18.10. 2009

Herbststimmung
Von Waldemar Wachtel

Wegen der großen Nachfrage und des großen Erfolges der Mooraktionstage 2008 bietet der "Aktionskreis Hannoversche Moorgeest" auch in diesem Jahr die Möglichkeit, die vier im Naturschutzgroßprojekt zusammen gefassten Hochmoore durch Exkursionen und einen Arbeitseinsatz genauer kennen zu lernen.
Organisiert werden die Veranstaltungen durch den BUND, den NABU, die Landesjägerschaft Niedersachsen und die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen.

 

Programm: Moor-Erlebnistage 2009

Datum

Uhrzeit

Thema / Ort

Samstag,
17. Okt.

09:00 h

Arbeitseinsatz im Bissendorfer Moor
Leitung: Dr. Reinhard Löhmer, BUND und FAM
Treffpunkt: Kananohe, Waldparkplatz

Samstag,
17. Okt.

10:00 h

Exkursion ins Otternhagener Moor
Leitung: Dr. Eberhard Gärtner, FAM
sowie Luder Schmidt, Naturhistorische Gesellschaft Hannover
Treffpunkt: Sportplatz Resse, Osterbergstraße

Samstag,
17. Okt.

14:00 h

Exkursion ins Schwarze Moor bei Garbsen
Leitung: Folcke Hein und Ulrich Knocke, Niedersächsische Landesjägerschaft
Treffpunkt: Resse, Osterbergstraße in Höhe des Friedhofes

Sonntag,
18. Okt.

10:00 h

Exkursion ins Resser Moor
Leitung: Dr. Eberhard Gärtner, FAM
Treffpunkt: Abbensen, Gasthof zur Post, Alte Zollstr. 5

Sonntag,
18. Okt.

14:00 h

Exkursion ins Bissendorfer Moor
Leitung: Dr. Eckhard Schmatzler, Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde
sowie Ludwig Uphues, NABU
Treffpunkt: ehemaliges Heideschlößchen, OT Kaltenweide, Kananoher Straße 98 / Ecke Waldweg

 

Mehr Informationen und ein Faltblatt finden Sie unter www.nabu-regionhannover.de

Oktober 2009
 


 
Müllsammlung Berenbosteler See
NABU reinigt Berenbosteler See vom Müll

Von Waldemar Wachtel

Hinweise von verärgerten Bürgern und eigene Beobachtungen des NABU zeigten eine starke Vermüllung insbesondere des Westufers am Berenbosteler See.
Der sehr stark gefallene Wasserstand zeigte eine Vielzahl von Flaschen mit ehemals alkoholischem Inhalt und weiteren Müll wie abgerissene alte Mülltonnen. Gut gefüllte Müllsäcke wurden von der Stadt abtransportiert. Der NABU Garbsen vertritt die Ansicht, dass durch ein Alkoholverbot in den städtischen Grünanlagen eine derartige Vermüllung von vorrangig Bier-, Schnaps- und weiteren alkoholbehinhaltenden Flaschen vermieden werden könnte. Das Gleiche gilt für die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier durch die Folgen des Alkoholkonsums wie z. B. unzähligen Glasscherben von zerschlagenen Flaschen und fast täglich auftretende Vandalismusspuren verdeutlichen.
 
Waldemar Wachtel kritisiert weiterhin das Problem der Gewässerbetreuungen durch Angelvereine. Trotz Pachtvertrag mit der Stadt Garbsen und der Aufsichtspflicht der Angelvereine wird offensichtlich der Vermüllung und dem Auslegen von unbeaufsichtigten Angelruten und Netzen nicht entschieden genug entgegengewirkt.
Dies ist an diesem Beispiel aber auch an mehreren toten und vermissten Wasservögeln der letzten Jahre festzuhalten. Unselige Beispiele sind tote Schwäne im Jahr 2008 und die Bilddokumentation der Presse im September 09 über einen Schwan mit verschluckter Angelschnur am Schwarzen See, der von der Feuerwehr eingefangen und in die Tierärztliche Hochschule eingeliefert wurde. Von den ehemals sechs Jungschwänen sind nur noch drei am Leben.
Der NABU fordert die Angelvereine, insbesondere den AC Garbsen nachdrücklich auf, Ihrer Aufsichtspflicht und Verantwortung besser nachzukommen, damit keine weiteren Tierarten gefährdet werden.
Wachtel weist darauf hin, dass Verstöße gegen das Arten- und Bundesnaturschutzgesetz strafbar sind.
Politik, Stadtverwaltung und die Polizei sind ebenfalls gefordert, bei Entscheidungen der Nutzung und Verpachtungen von Gewässern für die Einhaltung der Gesetze zu sorgen und die strafbaren Handlungen von Wildanglern sowie unnötige Vermüllungen und die häufig daraus folgenden Vandalismen aufgrund des Akoholholkonsums zu unterbinden. Naturbelassene Gewässer sollten überhaupt nicht für kommerzielle Zwecke verpachtet werden. Standorttreue Wasser- und auch Zugvögel sind auf diese Wasserflächen angewiesen.

Oktober 2009
 


  Fledermäuse begeisterten Besucher im Stadtpark Garbsen

Besucher Fledermausnacht im Stadtpark
Den Flugakrobaten der Nacht auf der Spur

Von Dagmar Strube

Über 80 Besucher führte das Team des NABU Stadtverbandes Garbsen am 11.09.09 im Rahmen der Gartenregion Hannover in die Welt der Fledermäuse. Um 19.30 Uhr traf sich die beachtliche Gruppe am Eingang zum Stadtpark Garbsen am Kastendamm. Dort begrüßte die Fledermaus-Betreuerin Dagmar Strube herzlich die Besucher und achtete stets bei ihren Ausführungen darauf, dass auch die Kinder mit in die Diskussion einbezogen wurden. Nach der gut 1/2 Stunde dauernden Einführung startete die Gruppe zu ihrer Beobachtungstour. Nach wenigen Metern zeigte Strube den Besuchern die in diesem Sommer angebrachten Fledermausflachkästen, die an Bäumen im Stadtpark angebracht worden sind. Diese sogenannten Spaltenkästen können den Fledermäusen im Sommer als Schlafquartier und eventuell auch im Herbst als Paarungsquartier dienen. Nun dauerte es nur noch wenige Minuten bis die ersten Fledermäuse zwischen den Bäumen ihre Flugakrobatik zeigten. Insbesondere die Kinder begrüßten die Kobolde der Nacht mit freudigen Ausrufen und machten somit auch die Erwachsenen auf die rasanten Flugkünstler aufmerksam. Nach mehreren weiteren Kontakten gelang es Strubes jedem Besucher Fledermäuse nicht nur zu zeigen, sondern auch deren Rufe mit Hilfe des Bat-Detektors hörbar zu machen. Highlight des Abends waren aber unangefochten die zahlreichen Wasserfledermäuse während ihres Jagdfluges. Gegen 21.30 Uhr endete die erfolgreiche Exkursion am Ausgangspunkt. Strube erklärte abschließend: "Es freut mich, dass sich so viele Bürger für die bedrohten Säugetiere interessieren und hoffen, dass es uns trotzt der wirklich sehr beachtlichen Größe der Gruppe gelungen ist, unsere Begeisterung für die bedrohten  Fledermäuse weiter zu geben."

September 2009
 


 
Fledermaus-Exkursion mit den Grünen
Dämmerungs- wanderung in die Welt der Fledermäuse

Die bedrohten Insektenfresser zeigen ihre rasanten Flugbilder

Von Dagmar Strube

Der Bitte der Garbsener Grünenvorsitzenden Martina Märtz eine Exkursion in die Welt der Fledermäuse zu führen, kamen die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube des NABU Stadtverbandes Garbsen gerne nach. Obwohl es den ganzen Samstag über immer wieder heftige Regenschauer gegeben hatte, traf sich die Gruppe mit wetterfester Kleidung und einer gesunden Portion Optimismus abends am Berenbosteler See. Es dauerte nicht lange, so konnte Dagmar Strube schon während der Begrüßung feststellen: "Der Wind hat sich gelegt, der Himmel klart immer weiter auf. Mit etwas Geduld werden wir heute gute Fledermausbeobachtungen verzeichnen können." Nach der anschaulichen und auch für die Kinder gut verständlichen Einleitung, startete die Gruppe mit sichtbar erwartungsvoller Spannung. Schon nach wenigen Metern wurden die Fledermausfreunde belohnt. Eine rasant fliegende Zwergfledermaus zeigte den Famililen ihren schnellen Jagdtflug. Nach diesem ersten Kontakt zeigte sich, das Strube mit ihrer Prognose richtig gelegen hatte. Denn von nun an konnten die Fledermaus-Betreuer immer wieder auf Zwerg- und Breitflügelfledermäuse aufmerksam machen. Nachdem auch die jagenden Wasserfledermäuse gesehen und mit Hilfe des Bat-Detektors gehört werden konnten, zeigte sich schließlich ein strahlender Vollmond am Himmel. Eine gelungene Exkursion, die mit Spaß und Fachwissen viele Fragen zu den vom Aussterben bedrohten nachtaktiven Säugetieren Groß und Klein aufzeigte.

September 2009
 


  Batnight des NABU Stadtverbandes war ein toller Erfolg

Besucher der Batnight 2009
Europäische Fledermausnacht in Garbsen

Von Dagmar Strube

Im Rahmen der europaweiten Veranstaltung zur Nacht der Fledermäuse führte der NABU Stadtverband Garbsen am 28.08.2009 unter Leitung von Dagmar Strube und ihrem Fledermaus-Team rund 70 Besucher am Berenbosteler See erfolgreich in die Welt der nachtaktiven Fledermäuse. Besonders freuten sich die Fledermaus-Betreuer über den Besuch der zahlreichen Kinder mit ihren Familien. Unermüdliche beantwortete das Team die vielen Fragen rund um das Leben der vom Aussterben bedrohten Flugakrobaten. Nach der anschaulichen Einführung in die Fledermauswelt startete die Gruppe, um die rasanten Kobolde der Nacht bei der Jagd nach Insekten zu beobachten. Mucksmäuschenstill lauschten die beachtliche Gruppe, den Rufen der Fledermäuse, die die NABU Mitglieder mit Hilfe von Bat-Detektoren hörbar machten. Nach den ersten Beobachtungen von Breitflügel- und Zwergfledermäusen entdeckte Sarah Herale (12) die ersten jagenden Wasserfledermäuse über dem See. Begeistert ließen sich die Gäste von Strubes die Tiere zeigen und beobachteten wie die Tiere in beachtlicher Geschwindigkeit ihre Kreise knapp über der Wasseroberfläche zogen. Das NABU-Team von Irene Sachmann-Ober, Karl-Dieter Ruhlig und Familie Strube freute sich abschließend über die guten Beobachtungserfolge.

August 2009
 


 
Josie und Pierre helfen dem NABU-Team
NABU bietet Fledermäusen Sommer- und Paarungsquartiere an

Selbstgebaute Spaltenkästen wurden aufgehängt

Von Dagmar Strube

Ein Team vom NABU Stadtverband Garbsen und zwei Schülern der Georg-Elsner Hauptschule haben am Mittwoch 20 Fledermauskästen im Stadtpark Garbsen angebracht. Die aus unbehandeltem Fichtenholz gefertigten Spezialkästen wurden im letzten Herbst bei einer NABU-Aktion zum Freiwilligen-Tag mit Schülern der des 7.Jahrganges unter Anleitung von Karl-Dieter Ruhlig zusammengebaut. Nachdem jeder Kasten mit Nummer und Namen des Erbauers versehen worden war, wurden die Kästen in ca. 4 Metern Höhe fachkundig an Bäumen im Stadtpark Garbsen angebracht. Strube erklärt: „Fledermäuse leiden in der heutigen Zeit unter Wohnungsnot, daher versuchen wir mit den angebrachten Spaltenkästen den Fledermäusen im Sommer und Herbst zusätzliche Schlaf- und Paarungsquartiere anzubieten.“ Ob die neugierigen insektenfressenden Säugetiere die Angebote annehmen, wird Strube kontrollieren.

Mai 2009

 


  NABU entlässt Winterpfleglinge in die Freiheit

Igel
Stachelritter wurden ausgewildert

Von Dagmar Strube

In der Abenddämmerung entließ Familie Strube ihre stachligen Wintergästen wieder in die Freiheit. Alle Pfleglinge waren hilfsbedürftige Igel gewesen. Den ersten Igel nannte die Familie liebevoll Bubi. Er wurde von Schülern der Ratsschule gefunden, als er mit seinem Kopf in einem Metallzaun feststeckte und sich nicht mehr befreien konnte. Durch die gute Pflege erholte sich das Männchen schnell von seiner Unterkühlung und legte ordentlich an Gewicht zu. Ab Weihnachten 2008 zog Bubi deshalb aus dem warmen Keller in das Gartenhaus der Familie Strube um. Dort konnte er in gut isolierten Kartons unter Bergen von Zeitungspapier für 2 ½ Monate in den Winterschlaf fallen. Die Igeldamen Bibi und Oldie benötigten wesentlich mehr Pflege. „Oldie ist eine ältere Dame, die offensichtlich noch sehr spät Junge gehabt hatte und sehr geschwächt auf dem Schulhof der Osterbergschule gefunden worden war, Bibi lief mir in unserem Garten mit knappen 200 g im Schnee im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße“ erklärt Frau Strube. Während der Pflegezeit kamen immer wieder Schüler und Kinder aus der Nachbarschaft vorbei und versorgten die „Pflegestation“ mit dem nötigen Zeitungspapier. Dafür halfen sie gern bei der abendlichen Fütterung mit. Nachdem um Ostern wieder die Blätter an den Bäumen waren und alle Tiere putzmunter, gewichtig und gesund, entließ Familie Strube alle Tiere in die Freiheit. Der stets hungrige Bubi zog es jedoch zunächst vor, noch das bereit gestellte Katzenfutter vorsorglich zu verspeisen bevor er den Igeldamen am Gras schnüffelnd folgte und sich schließlich in die umliegenden Büsche in die Freiheit verabschiedete. Fürsorglich wurde noch Wasser und weiteres Katzenfutter in den aufgestellten Futterstellen angeboten. Alle Igelfinder werden sich freuen zu lesen, dass alle Igel zum abendlichen Schmaus in der absoluten Dunkelheit noch mehrere Abende wieder an der Futterstelle auftauchten.

April 2009
 


 
Fledermaus im Winterschlaf
Winterquartier für Fledermäuse ist angenommen

Optimierungsarbeiten zeigen Erfolge

Von Dagmar Strube

Die monatelangen Arbeiten rund um den Ringofen im Stadtpark deuten auf die Richtigkeit der Maßnahmen hin. Zu Beginn der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am 18.03.2009 informierte Dagmar Strube in einer öffentlichen Sitzung die Mitglieder anhand einer Power-Point-Präsentation über die Winterwelt der Fledermäuse und gab einen ersten erfolgreichen Statusbericht ab. Bei der ersten Winterzählung für Fledermäuse im Januar 2009 konnten die Fledermausbetreuer Karsten und Dagmar Strube voller Freude die ersten Tiere finden. Dabei handelte es sich um drei Langohren und um eine Wasserfledermaus. Für diesen Sommer sind weitere Optimierungsarbeiten in dem Gewölbe geplant. Wer Interesse hat, dem ehrenamtlichen Team hierbei zu helfen, wird gebeten sich bei Familie Strube (05131/92750) zu melden.

März 2009

 


  NABU entdeckt geschützte Knoblauchkröten und Kammmolche am Amphibienschutzzaun

Knoblauchkröte
Krötenschutzzaun an der Meyenfelder Straße

Von Dagmar Strube

Die Freude beim Naturschutzbund ist groß. Bei den morgendlichen Begehungen des Krötenschutzzaunes entlang der Meyenfelder Straße konnte Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen in den letzten Tagen neben den Erdkröten, Fröschen und zahlreichen Teichmolchen auch die streng geschützten und vom Aussterben bedrohten Knoblauchkröten und Kammmolche entdecken und sicher über die stark befahrene Meyenfelder Straße zu ihrem Laichgewässer tragen. Die bisher entdeckten 23 Knoblauchkröten und 24 Kammmolche bestätigen die Richtigkeit der Gewässerpflegemaßnahmen eines Biotopes am Berenbosteler See vor 2 Jahren und lassen auf eine positive Entwicklung der seltenen Amphibien in diesem Gebiet hoffen. Neben dieser Population sind die beiden besonders geschützten Arten noch in der Hannoverschen Moorgeest zu finden.

März 2009
 


 
U. Koch, W. Wachtel, K.-D. Ruhlig, D. Strube
NABU stellt Amphibien-
schutzzäune auf, Helfer gesucht

Von Waldemar Wachtel

Mit der jetzigen Wetterumstellung und den ersten wärmeren Tagen hat eine vereinzelte Krötenwanderung begonnen. Der nächste einsetzende Regen mit Temperaturen um 10 Grad Plus wird das Startsignal für eine explosionsartige Wanderungsbewegung der Kröten, Grasfrösche und Molche sein. Der NABU hat deshalb am Montag, den 02.03.09 mit der Aufstellung der Schutzzäune begonnen. An der Schönebecker Allee wurde der erste Zaun aufgestellt. Ab Dienstag, den 03.03.09 folgen die Zäune an der Gutenbergstraße und an der Meyenfelder Straße. An diesen Straßen werden auch Straßeneinengungen durch Baken sowie die Aufstellung von Warnschildern nötig.
Ein weiterer Krötenschutzzaun wird anschließend an der Dorfstraße  zwischen Berenbostel und Stelingen aufgestellt.
Die Gesamtlänge beträgt ca. 2.500 m. Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass von den fleißigen NABU-Mitgliedern, wie in den Vorjahren ca. 1000 Amphibien eingesammelt, gerettet und in die Biotope und Regenrückhaltebecken gesetzt werden. Wachtel appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche an der Gutenbergstraße und der Schöneberger Allee, aber auch an der gesamten Meyenfelder Str. in Höhe des Berenbosteler Sees mit erhöhter Aufmerksamkeit und verminderter Geschwindigkeit zu befahren. Nach Aussagen der TU Braunschweig werden Kröten immer häufiger dadurch gefährdet, weil bei nicht angepasster Geschwindigkeit über 30 km/h, der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Amphibien allein schon dadurch getötet werden.  Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen werden Radarkontrollen sorgen. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll fahren.
Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer erhält jeder NABU-Aktivist eine mit dem NABU-Schriftzug und Wappen gekennzeichnete Warnweste. Laut Wachtel sollen diese auch den Garbsener Bürgern und den Verkehrsteilnehmern signalisieren, dass hier berechtigte Helfer des NABU tätig sind. Wer den NABU und die Amphibien unterstützen möchte, kann sich bei Waldemar Wachtel melden, Tel.: 05137-8779975.


März 2009

 


  Schnittmaßnahmen im Dienste der Natur

Fleißige NABU-Mitglieder
Pflegemaßnahmen an Obststreuwiese und Gewässer

Von Dagmar Strube

Weder Schneefall noch Regen konnte die emsigen NABU Mitglieder bei ihren Pflegeaufträgen im Dienste der Natur aufhalten. Tagelang arbeiteten verschiedene Teams an zwei verschiedenen Grundstücken. Das erste Projekt zu Pflegemaßnahmen war der noch ausstehende Restfreischnitt aus dem letzten Jahr auf einer Obststreuwiese. Ziel war hier, möglichst die Obstbäume zu erhalten und zu engstehenden Tannen auszulichten. Derzeit laufen hier noch die Arbeiten zum Obstbaumschnitt weiter. Das zweite Projekt diente der Gewässerpflege. An einem Regenrückhaltebecken mussten durch Sturm entwurzelte Bäume entlastet werden. Dem Arbeitstrupp gelang es, die Baumkronen zu entfernen und den Wurzelballen wieder dem Erdreich zu übergeben. Mit etwas Glück, werden die Weiden wieder Fuß fassen und neu ausschlagen. An anderer Stelle wurden zu dicht stehende Gehölze ausgelichtet.

Februar 2009
 


  NABU referiert über das Fledermaus-Winterquartier im Stadtpark
Fledermaus im Winterschlaf

Sehr gute Kooperationsarbeit zwischen NABU und Stadt Garbsen

Von Dagmar Strube

Am 18.03.2009 informiert Dagmar Strube als ehrenamtliche Fledermaus-Betreuerin ab 18.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses Garbsen-Mitte über das Fledermaus-Winterquartier im Stadtpark. Der ca. ½ stündige Power-Point-Vortrag ist kostenlos und wird zu Beginn des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung gehalten. Er bietet interessierten Bürgern einen nicht alltäglichen Einblick in die Welt der winterschlafenden Fledermäuse und ist öffentlich.

Februar 2009
 


 
Rotkehlchen
NABU-Appell: Winterfütterung weiter fortsetzen

Von Waldemar Wachtel

Der Winter zeigt weiterhin sein grimmiges Gesicht - und macht damit den Gefiederten ordentlich zu schaffen: Die Vögel haben große Probleme, Nahrung zu finden. Deshalb sollte die Winterfütterung jetzt fortgesetzt werden, rät der Naturschutzbund NABU. Waldemar Wachtel, Vorsitzender für Garbsen und den Regionalverband Hannover: "Die Tage werden länger, der Frühling naht mit gemächlichen Schritten. Viele Vogelfreunde begehen nun den Fehler, anzunehmen, dass sie die Winterfütterung einstellen könnten - das ist für die Vögel an der Futterstelle verheerend, weil sie derzeit weder Insekten noch ausreichend Samen aus dem Vorjahr finden können. Die Ausräumung der Landschaft und Gärten hat dazu geführt, dass großer Nahrungsmangel herrscht; wo einst artenreiche Wegraine mit Stauden und Stängeln waren, an denen die Gefiederten Samen und in den Stängeln überwinternde Insekten als echte Eiweißbomben fanden, gähnen heute Maiswüsten, uniforme Gärten voller ökologisch fast wertloser Immergrünpflanzen oder gar versiegelte Flächen - Schmalhans ist Küchenmeister bei den Vögeln geworden."
 
Deshalb kann die art- und tierschutzgerechte Winterfütterung vielen Vögeln gerade in dichten Siedlungen sehr helfen - und sie führt Kinder an die Natur heran, stellt zudem für Senioren oft das einzige verbliebene Naturerlebnis dar. "Am besten geeignet sind Futtertrichter, in denen das Futter vor Verschmutzung geschützt nachrutschen kann; auch raffiniert konstruierte Futterhäuschen gibt es mittlerweile in dieser Ausrichtung. Sehr gut geeignet sind auch die so genannten Energieblöcke, die wahre Kraftspender für die Vögel darstellen", berichtet Wachtel. Ein breites Angebot von Futter und Futtergeräten gibt es beim NABU Natur Shop in Hannover, Tel. 0180 - 5333038, www.NABU-Natur-Shop.de.      
Schon in den letzten zwei Jahren erhielt der NABU viele Fragen zum stark zurückgegangenen heimischen Singvogelbestand. Unterstützen wir unsere heimischen Vögel damit wir nicht den gesanglosen Frühling erleben.


Februar 2009

 


  NABU optimiert Fledermaus-Winterquartier im Ringofen
Ruhlig, Stojan, Butsch, Strube

Sehr gute Kooperationsarbeit zwischen NABU und Stadt Garbsen

Von Dagmar Strube

In den letzten vier Monaten hat der NABU Stadtverband Garbsen in einer sehr guten Kooperation mit der Stadtverwaltung Garbsen eine Optimierung des bereits bestehenden Fledermausquartieres im historischen Ringofen der ehemaligen Dampfziegelei erreicht. Mit vielen Arbeitsstunden an zahlreichen Wochenenden haben die ehrenamtlichen Fledermausfreunde das Innere des Ofens fachkundig als hergerichtet.
Der NABU Stadtverband Garbsen dankt hierbei ausdrücklich dem langjährigen Experten für Fledermauswinterquartiere, Bernhard Rose, für seine überaus intensive und vor allem fachkundige Unterstützung. Neben den mühsam geschaffenen Zugängen in die einzelnen Kammern waren die Anbringung von speziellen Hohlziegeln als Schlafquartiere und die Erreichung des idealen Klimas Ziel der Fledermausschützer. Viele Fledermausarten benötigen für den von November bis März dauernden Winterschlaf einen frost- und zugfreien Ort, der eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen muss. Derartige Quartiere sind in der heutigen Zeit kaum noch vorhanden.
Durch die intensiven Arbeiten des Teams um Familie Strube und Karl Dieter Ruhlig wurde der Ringofen zu einem idealen Gewölbe mit hunderten von Versteckmöglichkeiten ausgestaltet. Hand in Hand liefen auch die zahlreichen Arbeiten der Stadt rund um den Ringofen. Die Einzäunung sowie die Einsaat einer Blumenwiesen sowie die optische Eingliederung in die Parkgestaltung wurden gut terminiert mit den Fledermausfreunden abgesprochen und realisiert. Erfreut zeigte sich Strube am Pressetermin auch bezüglich der positiven Resonanz der  Fachleute während der 17. Landesfachtagung des Fledermausschutzes auf Gut Sunder, wo sie das Projekt vorgestellt hatte. Am letzten Samstag gelang des den Fledermausfreunden durch einen abschließenden Arbeitseinsatz die restlichen Zuglöcher zu schließen.
Damit ist es dem NABU Stadtverband Garbsen gelungen, in Zusammenarbeit mit der Stadt Garbsen, die Arbeiten rechtzeitig noch vor Ende der Paarungszeit der Fledermäuse und somit des Zeitpunktes, wo die nachtaktiven Säugetiere ihre Winterquartiere aufsuchen, fertig zu stellen. Nun kann die nötige Ruhe am Bauwerk einkehren. Strube und Ruhlig betonen die Wichtigkeit dieser Ruhe: „Der störungsfreie Winterschlaf ist für die insektenfressenden Säugetiere überlebenswichtig. Fledermäuse, die im Winter durch Störungen aufgeweckt werden, verbrauchen wertvolle Fettreserven und können schließlich an Erschöpfung sterben, bevor der Frühling neue Nahrung in Form von Insekten bringt.“ Da alle in Deutschland lebenden Fledermäuse vom Aussterben bedroht sind, ist dieses besonders wichtig.


Oktober 2008
 


  Zwei Schwäne verenden am Schwarzen See durch Angelhaken
Höckerschwan mit Jungen

Von Waldemar Wachtel

Die Idylle am Schwarzen See trügt. Wasservögel am Schwarzen See sind hochgradig durch Angelhaken und Schnüre gefährdet.

Waldemar Wachtel, Vorsitzender des NABU berichtet: Im Frühjahr 2008 brütete ein Paar Höckerschwäne vier Junge aus, die sich sehr gut entwickelten. Im Juni 2008 meldeten Bürger dem NABU Auffälligkeiten am männlichen Schwan. Dieser sonderte sich zeitweise vollkommen untypisch von seiner Familie ab und wirkte phasenweise sehr apathisch. Ein kurzfristiges Einfangen misslang. Später konnte der Schwan nur noch tot von der Feuerwehr geborgen werden. Wachtel ließ den Schwan vom Veterinäramt der Region abholen um die Todesursache genau festzustellen. Der Schwan verendete durch einen Angelhaken mit Schnur, der ihm quer in der Speiseröhre festsaß - er verhungerte qualvoll. Am Freitag, den 26.09.08 wurde Wachtel bei einem Rundgang um den Schwarzen See von Spaziergängern informiert, dass an diesem Tag einer der prächtig herangewachsenen Jungschwäne ebenfalls an einem Angelhaken verendet sei und von der Feuerwehr abgefahren wurde.

Wachtel appelliert an Angelvereine und deren Mitglieder, sorgsam mit den Angelausrüstungen umzugehen und die ausgeworfenen Angelhaken nie unbeaufsichtigt in den Gewässern liegen zu lassen. Weiter bittet er um Unterstützung, den wilden Anglern habhaft zu werden. Bei der Beunruhigung, Verletzung oder Tötung von Wildtieren greift der Arten- und Tierschutz sowie das Naturschutzgesetz. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Strafen belegt werden.

In einem Gespräch mit dem Vorstand des Angelvereins wurde eine Kooperation mit dem NABU zugesagt. Mitglieder sollen informiert und Schwarzangler sofort der Polizei gemeldet werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass kleinere Wasservögel, die nicht so standorttreu wie die Schwäne sind, möglicherweise auch geschädigt wurden.

September 2008
 


  Handys sammeln für die Havel

Handys für die Havel

Alt-Handy-Sammelstation jetzt im Johannes -Kepler-Gymnasium (JKG)

Von Dagmar Strube

Die Alt-Handy-Sammelstelle des NABU Stadtverbandes Garbsen ist von der Grundschule Garbsen-Mitte in das Johannes-Kepler-Gymnasium umgezogen. Durch die Verlegung an einen neuen Standort erhofft sich die Betreuerin der Station Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen neue Anreize für die Sammelung ausgedienter Handys. Für jedes gespendete Handy gehen 3,50 Euro in das Renaturierungsprojekt der Havelniederungen. Das Geld stammt aus einem Abkommen zwischen einem großen Mobiltelefonanbieter und einer Recyclingfirma. Der NABU informiert, das vielen Benutzern eines Handys nicht bewusst ist, dass diese Altgeräte nach Nutzungsende bei unsachgemäßer Entsorgung zu einem Umweltproblem werden können. Durch die Abgabe in die Sammelbox werden die Handys durch die Recyclingfirma auf ihre Tauglichkeit geprüft und gegebenenfalls wieder verwendet oder umweltschonend verwertet. Strube freut sich: „Das Johannes-Kepler-Gymnasium präsentiert sich durch die Aufstellung der Sammelbox als umweltbewusste Schule. Denn durch jedes gesammelte Handy trägt die Schule ihren Beitrag zur Renaturierung des größten Binnenfeuchtgebietes Mitteleuropas und somit zur Schaffung von Lebensräumen für bedrohte Tiere wie z. B. See- und Fischadler, Biber, Fischotter oder Rotmilane bei.“ Weitere Infos über das Havelprojekt und Kooperationsabkommen finden sie unter
www.nabu.de

April 2008
 


 


NABU Niedersachsen gegen neues Jagdgesetz
Helm: "Zurück ins tiefste Mittelalter"

picwww.niedersachsen.NABU.de  Im Niedersächsischen Landtag wurde am 12.12.2007 die Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes be- schlossen. Das Fangen mit Raben- massenfallen und auch die Gänsejagd sind jetzt in Niedersachsen möglich. Einen zweiten Rabenfallenfang darf es in Niedersachsen nicht geben. Ebenso auch keine Jagd auf arktische und nordische Wildgänse. Der NABU und weitere Organisationen rufen dazu auf, gegen die Jagd auf Zugvögel wie Bläss-, Saat- und Nonnengänse zu protestieren.

Mehr:

auf den Seiten des Landesverbandes

auf den Seiten des Bundesverbandes

Unterschriftensammlung gegen die Gänsejagd.

 


 

Einladung zur Jahres- hauptversammlung


Liebe Freundinnen, liebe Freunde, Förderer und Mitglieder des NABU, sehr geehrte Damen und Herren, im Namen des Vorstandes lade ich Sie herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung am 19.02.2009 ein. Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz, Alte Ricklinger Straße. Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung, die Sie dem NABU und insbesondere dem Stadtverband Garbsen auch im zurückliegenden Geschäftsjahr zuteil werden ließen. Herzlich willkommen heiße ich auch alle neuen Mitglieder.

Ob aktiv oder passiv, wir sind für jede Unterstützung dankbar.
 
Tagesordnung für die Hauptversammlung:
 
TOP 01:     Begrüßung durch den Vorsitzenden
TOP 02:     Situationsbericht durch den Vorstand
TOP 03:     Kassenbericht
TOP 04:     Bericht der Kassenprüfer/innen
TOP 05:     Aussprache
TOP 06:     Entlastung des Vorstandes und der Kassenwartin
TOP 07:     Verschiedenes
 
Zurzeit haben wir rund 400 Mitglieder. Wenn wir die jeweiligen Familienmitglieder und Förderer dazurechnen, sind es an die 500.
Der Stadtverband Garbsen hat dank Ihrer Treue und Unterstützung eine stolze Entwicklung und Festigung des Mitgliedsbestandes erreicht.
Mit umfangreichen Veranstaltungsprogrammen und vielen Aktivitäten im Dialog mit der Politik und der Verwaltung sowie einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenwirken mit der örtlichen Presse konnte erreicht werden, dass der NABU und der Stadtverband Garbsen weiter an Bekanntheit gewonnen haben. Dies macht sich auch in der Anerkennung und Berücksichtigung bei den politischen Gremien der Stadt Garbsen, der Region Hannover, der Stadtverwaltung Garbsen, der Naturschutzbehörde der Region Hannover und vor allen Dingen bei den Bürgern bemerkbar.
 
Wir möchten aber für unsere Natur und Umwelt und für unsere Bürger noch mehr erreichen. Deshalb rufen wir Sie, Ihre Bekannten und Freunde auf, uns mit mehr Aktivitäten
und Ihrem Know how und Wissen zu unterstützen. Wir sind nämlich der festen Überzeugung, dass bei vielen von Ihnen Wissenspotentiale bestehen, von denen der gesamte Stadtverband Garbsen und die Garbsener Bürger profitieren könnten. Bitte haben Sie den Mut zu unseren monatlichen Sitzungen oder zu den Veranstaltungen zu kommen, die im direkten Zusammenhang mit Natur- und Umweltfragen oder mit der Stadtentwicklung stehen. Unsere Veranstaltungsabende finden am 3. Donnerstag eines jeden Monats um 19.30 Uhr  im Waldhotel Garbsener Schweiz statt. Investieren Sie an dem einen oder anderen Termin einen Bruchteil Ihrer Zeitreserve. Sie helfen und unterstützen uns sehr damit. Gleichzeitig entwickeln Sie mit uns zusammen eine positive Zukunft für Ihre Kinder und Großkinder.

 

Wir freuen uns natürlich auch über jeden Telefon- oder Mailkontakt, in denen sie auch Vorschläge und konstruktive Kritik anbringen können.
Vielseitige Informationen über den NABU sowie den Natur- und Umweltschutz können Sie auch im Internet (www.nabu-garbsen.de, www.nabu.de oder www.nabu-regionhannover.de) abrufen.
 
Hinweise, Rat- und Vorschläge nehmen wir gern von Ihnen entgegen.
Bitte unterstützen Sie uns auch in Zukunft. Wir freuen uns auch über Spenden. Diese helfen uns, diverse Projekte in Angriff zu nehmen.
Unsere Konto-Nr. lautet 2048806778 bei der Sparkasse Hannover,BLZ 250 502 99.
Sie erhalten eine Spendenquittung.                              
                                                                                                                     
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.                              
                                                                                                                     
Mit freundlichen Grüßen                                                            

Waldemar Wachtel

1. Vorsitzender
 

NABU=

  Naturschutz 

    Artenschutz    

      Biotopschutz

         Umweltschutz


Februar  2009

 


 
Ringofen im Stadtpark
NABU führt am Entdeckertag zum Fledermaus-Winterquartier

Ringofen wird zum Winterquartier für Fledermäuse

Von Dagmar Strube

Auch wenn die nachtaktiven Säugetiere den Tag verschlafen, hatten zwei Besuchergruppen die Möglichkeit, durch Führungen zur Ruine des Ringofens der Flemmingschen Ziegeleiwerke einen besonderen Einblick in die Welt der Fledermäuse zu nehmen. Das NABU Team von Dagmar Strube und Karl-Dieter Ruhlig zeigte anhand von Anschauungsmaterialien viele Aspekte aus dem Leben der vom Aussterben bedrohten insektenfressenden Flugakrobaten auf. Gerne beantwortete das NABU Team die vielen Fragen der Naturliebhaber über die derzeit laufenden Optimierungsarbeiten rund um den alten Ringofen als Winterquartier für Fledermäuse. Bei Interesse an Führungen melden Sie sich bitte beim NABU Stadtverband Garbsen, Dagmar Strube 05131/92750.

September 2008
 


 

Einladung zu den Moor-Aktionstagen am 20. und 21. September
Aktionskreis "Hannoversche Moorgeest" lädt zu einem informativen und bürgernahen Wochenende ein

Wedemark/Hannover, 01.09.2008  Die Hannoversche Moorgeest erstreckt sich von der Fuhse im Osten bis zur Weser im Westen und wird im Norden von der Aller begrenzt. Sie beherbergt einen der wertvollsten Hochmoorkomplexe in Niedersachsen. Daher wurde für das Bissendorfer-, das Ottern- hagener-, das Helstorfer- und das Schwarze Moor das "Naturschutz- großprojekt Hannoversche Moor- geest" von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung ins Leben gerufen. Die erste Planungsphase mit vielen grund- legenden Untersuchungen hat bereits letztes Jahr begonnen.

Um über die Ziele des Naturschutzes zur Erhaltung und Revitalisierung für dieses Gebiet zu informieren, lädt der Aktionskreis Hannoversche Moorgeest interessierte Bürger zu den Mooraktionstagen am 20. und 21. September 2008 in Bissendorf ein. Der Aktionskreis wird gefördert von BUND, NABU, FAM (Faunistische Arbeits- gemeinschaft Moore) und NVL (Naturkundliche Vereinigung Langenhagen).

Der Auftakt beginnt am Samstag, den 20. September um 18.30 Uhr mit einer Veranstaltung im Bürgerhaus in Bissendorf. Dr. Reinhard Löhmer führt durch eine Moor-Ausstellung im Foyer. Gestärkt mit Moorschnucken-Spezialitäten und Getränken geht es um 20.00 Uhr weiter mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hansjörg Küster, Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes, zum Thema "Perspektiven für die Moore und den ländlichen Raum" mit anschließender Diskussion und Aussprache. Am Sonntag, den 21. September führen vormittags und nachmittags fünf verschiedene Moor-Exkursionen unter fach- und ortskundiger Leitung in die Moorgebiete.

Das Programm und weitere Informationen zu den Moor-Aktionstagen finden Sie hier.

NABU Region Hannover

 


  NABU Fledermausnacht am 05.09.2008 erleben
Wasserfledermaus
Mit dem NABU die geschickten Flugakrobaten der Nacht, die Fledermäuse entdecken

Von Dagmar Strube

Im Rahmen der 12. europaweiten Fledermausnacht bietet der NABU Stadtverband Garbsen am 05.09.2008 interessierten Bürgern die Möglichkeit, ab 19.30 Uhr an einer Fledermaus-Exkursion am Berenbosteler See teilzunehmen. Ab Sonnenuntergang können nicht nur Fledermäuse gesehen sondern auch „gehört“ werden. Treffpunkt der beliebten Dämmerungs-Wanderung ist der Spielplatz am Naherholungsgebiet Berenbosteler See (Eingang vom Parkplatz Seeweg). Das NABU Team von Familie Strube und Dieter Ruhlig wird die Exkursion führen und viele Aspekte rund um die faszinierenden nachtaktiven Säugetiere aufzeigen. Bei Dauerregen muss die Veranstaltung leider auf einen anderen Abend verschoben werden.

September 2008
 


 
Ringofen im Stadtpark
NABU optimiert Fledermaus- Winterquartier im Stadtpark Garbsen

Ringofen wird zum Winterquartier für Fledermäuse

Von Dagmar Strube

Der NABU Stadtverband Garbsen richtet derzeit mit Unterstützung des Fledermausfachmannes Bernhard Rose vom NABU Burgdorf, Uetze und Umgebung ein Winterquartier für die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse im Ringofen der ehemaligen Ziegelei ein. Nach einer abenteuerlichen Begehung arbeitet der NABU Garbsen in Kooperation mit der Stadt Garbsen unter Hochdruck, um für die insektenfressenden Säugetiere bis zum Spätherbst eine Optimierung des Quartieres zu erreichen. Die umfassenden Arbeiten werden deshalb noch bis Ende September/Anfang Oktober rund um das Bauwerk stattfinden. Bürger, die Interesse an dem Projekt oder dem Leben der insektenfressenden Säugetiere haben, bitten wir, sich an Dagmar Strube, Tel. 05131/92750 zu wenden.

Juli/August 2008
 


  NABU über Schmetterlingsnotstand in Garbsen und der Region besorgt
Kleiner Fuchs
Melden Sie Ihre Beobachtungen

Von Waldemar Wachtel

Für viele fast unmerklich sind in diesem Jahr erschreckende Rückgänge von heimischen Schmetterlingen zu verzeichnen. Diese Beobachtung gilt auch für andere Insekten. Der erste Vorsitzende des NABU Garbsen und des Regionalverbandes Hannover Waldemar Wachtel stellt dies im eigenen Blütengarten und durch viele besorgte Anrufe Garbsener Bürger fest.
Heimische Arten wie der Kleine und Große Fuchs, Tagpfauenauge und Admiral sind in diesem Jahr nur sehr wenige zu kartieren. Waldemar Wachtel zählte in seinem Garten in Altgarbsen seit vielen Jahren regelmäßig 80 bis 120 Schmetterlinge der vorgenannten Arten. In diesem Jahr waren es im Schnitt nur ca. acht Schmetterlinge.Wachtel führt diesen dramatischen Rückgang heimischer Insektenarten auf den rücksichtslosen Einsatz von Pestiziden, das häufig flächendeckende Abmähen von Ackerrandstreifen, Weg- und Straßenrändern zurück. Daher appelliert Wachtel an Landwirte, Kommunen und auch private Gartenbesitzer sorgsamer mit Herbiziden und Pestiziden umzugehen, die Mähhäufigkeit zu überprüfen und diese erst in der zweiten Jahreshälfte durchzuführen.
Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen den heimischen Schmetterlingen eine Überlebenschance zu bieten. Voraussetzungen hierfür sind, in einem Bereich des Gartens eine gewisse Verwilderung mit den für Schmetterlinge wichtigen Wirts- und Nahrungspflanzen wie Brennnesseln zuzulassen und einen reichhaltigen Blütenflor anzulegen. Dazu zählt insbesondere auch der Schmetterlingsstrauch (Buddleia davidii), den es in verschiedenen Farben gibt. Der Duft ist für Insekten und Menschen gleichermaßen betörend.
Der NABU interessiert sich für die Beobachtungen der Garbsener Bürger.
Teilen sie dem NABU Ihre Beobachtungen mit, Tel.: 05137-8779975 oder unter der Mail: w.wachtel@onlinehome.de.

August 2008
 


  NABU appelliert: Jetzt Vogeltränken einrichten
Amsel im Bad (WW)
„Gefiederte leiden im Sommer unter der Trockenheit“

Von Waldemar Wachtel

Die uns im Moment „beglückende“ zweite Hitzeperiode und die damit verbundene Trockenheit machen auch allen Gefiederten und Insekten zu schaffen. „Vögel und Insekten wie Bienen und Hornissen leiden zur Zeit fürchterlich unter dem Wassermangel“, berichtet Waldemar Wachtel, Vorsitzender des Naturschutzbundes NABU. Immer mehr Wasserstellen trocknen aus. In Gräben steht kaum noch Wasser. Teiche bestehen oft nur noch aus Schlamm. Anrufer berichten in diesen heißen Tagen immer wieder von entkräfteten Vögeln. Der Durst treibt diese Tiere oft sogar zu kuriosen Verhaltensweisen; so werden Vögel bei Wassermangel beobachtet, wie sie an Scheiben lecken, in der irrigen Annahme, es handle sich um Wasser, so Wachtel weiter. Es ist daher sehr wichtig, den Tieren jetzt Vogeltränken zu bieten, ganz gleich , ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, ruft Wachtel auf. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass in diesen Gefäßen das Wasser sauber bleibt und die Tränke katzengeschützt aufgestellt wird. Das Wasser muss mindestens einmal täglich ausgetauscht und das Gefäß gereinigt werden. Dies allerdings ohne chemische Mittel, am besten mit heißem Wasser.
Wie im Bild zu sehen,  erfüllen bereits einfache Untersätze für Blumentöpfe ihren Zweck.

Juli 2008
 


 
Jacobs Kreuzkraut (WW)
Jacobs-Kreuzkraut/ Senecio Jacobaea L

Das Kraut ist gefährlich rechtfertigt aber keine flächendeckende Mahd

Von Waldemar Wachtel

Waldemar Wachtel, erster Vorsitzender des NABU Stadt- und Regionalverbandes schreibt dazu:
Die Leser der LZ wie Klaus-Jürgen Beu weisen zurecht auf die Gefahren und Probleme des Jacobs-Kreuzkrautes hin.
Zur Bekämpfung und Vernichtung dieses Krautes kann allerdings nicht allein die Stadtverwaltung verantwortlich gemacht werden. Vielmehr sind sämtliche Grundstücksbesitzer, Verbände und Landwirte in Ihrer Verantwortung für die Gesundheit und das Leben von Menschen und Tieren gefordert.
Insbesondere für unerfahrene Jungtiere stellt die Pflanze im Rosettenstadium eine große Gefahr dar. Aber auch Menschen sind gefährdet. Beim Zerreißen der Blätter entsteht ein charakteristischer, unangenehmer Geruch – Vorsicht – diese Arten enthalten allgemein Kontaktallergene, die zu Hautirritaionen führen können.Deshalb sollten beim Entfernen der Pflanzen immer langärmelige Kleidungsstücke und Schutzhandschuhe getragen werden. Wachtel schlägt für eine wirkungsvolle Bekämpfung die Nennung einer Kontaktperson und ein Informationstelefon in der Stadtverwaltung für besorgte aber weniger bewandte Bürger vor um diese für eine wirkungsvolle Bekämpfung zu beraten. Das Kreuzkraut ist eine zwei- bis mehrjährige Halbrosettenpflanze, die im Rosettenstadium überwintert, bevor sie im zweiten Jahr blüht. Die goldgelben Blüten erscheinen in der Regel Mitte Juli. Wichtig ist, das die Pflanzen im Ganzen zu entfernen sind, da sie auch im Heu und der Silage giftig sind. Eine Pflanze kann bis zu 3.000 Samen ausbilden.
Diese können auch bei ausgerissenen oder gemähten Pflanzen nachreifen. Deshalb müssen sie ziel gerichtet entfernt werden.
Flächendeckendes, zu frühes und mehrfaches Mähen, insbesondere bei dem Bewuchs von nur sporadisch auftretenden Kreuzkräutern sieht der NABU sehr kritisch, da die Gefährdung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) lokaler und regionaler Lebensräume mit den dort lebenden Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen immer weiter und schneller fortschreitet.  
Wachtel berichtet, dass er die Beobachtungen vieler Bürger leider bestätigen muss, dass in diesem Jahr insbesondere ein erschreckender Verlust heimischer Schmetterlinge zu beobachten ist. Hat er bis vor ca. drei Jahren im heimischen Garten regelmäßig an die und über 100 Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge, den Admiral, den Kleinen Fuchs oder auch den seltenen Schwalbenschwanz gezählt, so sind es in diesem Jahr erschreckende neun Schmetterlinge.
Solche Beobachtungen sollten uns allen zu denken geben.


Juli 2008
 


  Grundschüler entdecken viele wilde Feuerstellen
GS-Osterberg Klasse von Cathrin Asche
Naturexkursion deckt Gefahrenquelle auf

Von Dagmar Strube

Die 21 Schüler des zweiten Jahrganges von Cathrin Asche der Grundschule Osterberg erforschten bei Ihrer Naturexkursion mit Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen zunächst begeistert die Natur rund um den Berenbosteler See. Vorbildlich steckten die Schüler nach einem gemeinsamen Picknick im Schatten der Birken allen Müll wieder in ihre Rucksäcke. „Wenn alle Bürger so handeln würden, könnten die Rabenvögel und nachtaktiven Tiere den Abfall nicht aus den offenen Behältern holen und er würde auch nicht vom Winde verweht“ erklärte Strube. Wenige Meter weiter wollten die Jungforscher eigentlich Margaritenblüten suchen. Vorfinden mussten sie aber eine sehr große wilde Feuerstelle die mitten im trockenen Gras angelegt worden war. Die Schüler zählten entsetzt auf, was sie dort sahen: „Plastikteller, Gabeln, Messer, zerschlagene Flaschen, angekohlte Aluminiumschalen, Servietten, Tüten, Becher und ein umgestoßener Grill,...“ Sofort entstand eine rege Diskussion über diese Naturzerstörung sowie –verschmutzung. Aber auch über die Leichtsinnigkeit der Menschen, bei dieser Trockenheit überhaupt Feuer zu entfachen. Leider war dieses nicht die einzige Feuerstelle am See, die die Gruppe entdecken musste. Auch wenn die Schüler weiter nach Wiesenblumen und Wassertieren Ausschau hielten, kamen sie immer wieder auf die Gefahr eines Brandes und die Umweltverschmutzung zurück. Alle waren sich einig und bitten dringend alle Besucher des Naherholungsgebietes, darauf zu achten, dass sie umweltbewusst das Gebiet genauso verlassen, wie sie es vorgefunden haben – nämlich unverbrannt und sauber.

Juni 2008
 


 
Kastanien
Eicheln und
Kastanien sammeln

Baumfrüchte sammeln macht Spaß 

Von Dagmar Strube

Sammelt Ihr auch gerne Eicheln und Kastanien? Bestimmt! Dass man aus den Baumfrüchten viele tolle Dinge basteln kann, wisst Ihr auch! Ich habe aber noch einen anderen Tipp für Euch. Ihr könnt vielen Tieren durch die Abgabe von gesammelten Eicheln und Kastanien helfen, durch den Winter zu kommen.
Wenn Ihr helfen möchtet, dann sammelt Eicheln und Kastanien bitte möglichst getrennt in Leinenbeuteln, Kisten oder noch besser in luftigen Kartoffelsäcken. Plastiktüten sind ungeeignet, da die Früchte darin leider sehr schnell schimmeln.
 
Abgeben könnt ihr die Eicheln und Kastanien ab dem 22.09.2008 an folgenden Stellen:
 
Wirtschaftsgebäude, Tiergartenstraße 149, Tiergarten Anderten
Montags – Freitags 8.00 Uhr  – 18.00 Uhr

Wenn Ihr die Abgabe der Früchte mit einem Ausflug in den Tierpark verbindet, könnt Ihr dort jede Menge Rehe sehen und vielleicht hören, wie die Hirsche röhren. Das Röhren der Hirsche ist nur im Herbst während der Paarungszeit zu hören.
 
Forsthof, Am Pferdeturm 1
Montags – Donnerstags 8.00 Uhr – 15.30 Uhr
Freitags 8. 00 Uhr bis 11.00 Uhr
 
Betriebshof Mecklenheide, Schulenburger Landstraße 331
Montags – Donnerstags 8.00 Uhr – 15.30 Uhr
Freitags 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr
 
Als Dankeschön erhaltet ihr dort eine mit einem Tier (welches ist es in diesem Jahr???) verzierte Baumscheibe. Diese gilt als Eintrittskarte für Kinder zum großen Tiergartenfest am 11. Oktober von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Tiergarten Anderten. Auch dann könnt Ihr noch Kastanien- und Eicheln abgeben und so an dem tollen Dankeschön-Fest mit vielen Attraktionen ohne Eintrittsgeld teilnehmen. Zur weiteren Info an Eure Eltern: Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt, Kinder bis 14 Jahre (ohne Sammelaktion): 1 Euro, Erwachsene: 2 Euro.
 
Viel Spaß beim Sammeln!

September 2008
 


 
Ruhlig, Sachmann-Ober, Happe mit Klasse 2b
Die Geräusche der Natur entdecken

Über 60 Kinder nehmen teil

Von Dagmar Strube, Waldemar Wachtel

An dem gemeinschaftlichen Projekt im Rahmen der Umwelttage der Stadt Garbsen und des NABU Stadtverbandes, die Geräusche der Natur zu erforschen, konnten in diesem Jahr drei Grundschulklassen teilnehmen. Nach dem Auswahlverfahren, trafen sich 61 Kinder der Grundschule Garbsen-Mitte, deren Lehrerinnen und einige begleitende Eltern gut ausgerüstet im Ratssaal des Rathauses. Hier wurden die erwartungsvollen Grundschüler von Herrn Bürgermeister Alexander Heuer, dem NABU-Vorsitzenden Waldemar Wachtel sowie der Schulkoordinatorin des NABU, Dagmar Strube begrüßt. Bevor die begeisterten Jungforscher auf ihre Exkursion um den Berenbosteler See starteten, verstauten sie dankbar die von der Umweltschutzbeauftragten der Stadt Garbsen, Christina Haupt verteilten Obstpakete und Buntstifte in ihren Rucksäcken.
Aufgeteilt in drei Gruppen führten die NABU-Mitglieder Irene Sachmann-Ober, Dagmar Strube, Karl-Dieter Ruhlig und Waldemar Wachtel die Klassen auf Entdeckungstour. Begeistert rochen die Schüler an dem in voller Blüte stehenden Holunder und lauschten gespannt den Gesängen der heimischen Singvögel. Strube erklärt: „Für die Kinder ist es wichtig, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren. Nur so kann eine Sensibilisierung für die Umwelt und das Bewusstsein für den Schutz der Natur geweckt werden.“ So beobachteten die Schüler Sing- und Wasservögel, bestimmten Bäume, Büsche und genossen das stärkende Picknick am See. Die NABU-Mitglieder stellten fest: “Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell Kinder selbständig Problembereiche durch einfaches beobachten erkennen.“ So entdeckten die Schüler zahlreiche wilde Feuerstellen und erkannten die Brandgefahr darin. Weiterhin stellten sie fest, dass die jungen Graugänse nicht in Ruhe auf der Wiese äsen konnten, da sie ständig von freilaufenden Hunden ins Wasser flüchten mussten. Die Klasse 1a von Marita Gräbel brachte es auf den Punkt: „Während der Brutzeit müssen doch alle Hunde angeleint werden!“ Einen Beitrag zum Naturschutz lieferte jede Klasse. Denn kein Schüler ließ Müll am See zurück, sondern nahm allen Abfall wieder mit. Ein Beispiel das zum Nachahmen auffordert. Waldemar Wachtel bedankte sich bei den Kindern und den Lehrerinnen für ihr Vertrauen, das Sie dem NABU mit ihrer Teilnahme entgegen bringen, bei Christina Haupt für ihre gute Vorarbeit zu dieser Veranstaltung, bei Alexander Heuer für die Unterstützung und bei den NABU-Aktivisten für das vielschichtige Engagement und die heutige Begleitung.

Mai 2008
 


  Igel erfolgreich ausgewildert 
Igel "Mini"
Pfleglinge verabschieden sich in die Freiheit

Von Dagmar Strube

Bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen wurden die letzten drei von insgesamt 5 Pflegegäste der Familie Strube vom NABU Stadtverband Garbsen erfolgreich in die Freiheit entlassen. Alle 5 Igel wären aufgrund von Krankheiten und Untergewicht ohne die Hilfe des Menschen im Winter verendet. Strube dankt insbesondere der Tierarztpraxis Seyerle für die hervorragende ärztliche Betreuung mit einem wahren Herz für Tiere sowie Pro-Igel für ihre Unterstützung. Dieser ärztlichen Unterstützung und der täglichen Fürsorge von Dagmar Strube ist zu verdanken, dass diese 5 Stachelritter mit stattlichem Gewicht, gesundet und putzmunter ausgewildert werden konnten.

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Mai 2008
 


 
Haussperling
Stunde der Gartenvögel

Mitmachen lohnt sich!

Von Dagmar Strube

Ob Groß ob Klein jeder kann mitmachen und dabei interessante Einblicke in die Vogelwelt in seinem Garten oder vor seiner Haustür entdecken. Melden Sie dem NABU alle Vögel, die sie innerhalb einer Stunde ganz nach Ihrer Wahl in der Zeit vom 9. bis 12. Mai beobachtet haben. Damit helfen Sie nicht nur den Naturschützern sondern können obendrein mit etwas Glück tolle Preise Gewinnen. Tipps und Bestimmungshilfen finden Sie unter www.stunde-der-gartenvoegel.de.


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Mai 2008
 


  Beliebte NABU Frühjahrs-Exkursionen starten wieder 
Klasse 4c GS Garbsen-Mitte
Von Dagmar Strube

Die Klasse 4 c von Stephanie Prause der Grundschule Garbsen-Mitte bildete in diesem Jahr den Auftakt, der von Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen geführten Frühjahres-Exkursionen. Bei keineswegs frühlingshaften Temperaturen startete die Gruppe zu ihrer Naturerkundung in den Stadtpark. Bereits am Eingang entdeckten die Schüler die ersten Gänseblümchen sowie die zarten Blüten der Obstbäume und diskutierten mit Strube angeregt über das Thema Streuobstwiese. Bei ihrem weiteren Rundgang lauschte die Gruppe den Gesängen von Zilzalp, Meisen, Finken, Amseln und Drosseln. Strube zeigte den Schülern die ersten Frühlingsblumen wie Scharbockkraut und Buschwindröschen unter den noch kahlen Bäumen genauso wie zahlreiche Insekten, oder die Vorteile von heimischen Hecken auf. Bei ihrem gut 3stündigen Rundgang erforschten die Schüler den Baumlehrpfad, die Entstehung des Parkes, die ältere Industriegeschichte und zogen Vergleiche zwischen dem Schwarzen See und dem Berenbosteler See.

April 2008
 


 
Blaumeise am Berenbosteler See
Brutsaison eröffnet!
Blaumeise überlistet Fledermausfreunde

Von Dagmar Strube

Dieser Höhlenkasten ist eigentlich als Sommerquartier für Fledermäuse gedacht. In einer Jugendaktion haben 10jährige Schüler eine Vielzahl dieser Kästen für die bedrohten nachtaktiven Kobolde gebaut. Doch freuen wir uns vom NABU Stadtverband natürlich auch über diese kleine vorwitzige Blaumeise, die offensichtlich dort nisten will. Wir wünschen ihr dabei viel Glück und viele Nachkommen. Beobachtet und fotografiert hat Herr Achim Vonhoff diese Meise und damit wieder einmal bewiesen: Wer zuerst kommt, wohnt zuerst!

März 2008

 


 

Junge Garbsener Forscher mit dem NABU auf Naturerkundung und historischer Spurensuche im Stadtpark Garbsen
Erlebte Natur - spannend dargestellt und vermittelt

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Garbsen, 12.03.2008  Ausgestattet mit Naturerkundungsbögen, Block, Kugel- schreiber und digitaler Fotokamera gingen die Kinder aus Garbsen-Mitte mit Uschi Koch, Irene Sachmann-Ober und Waldemar Wachtel vom NABU Stadtver- band Garbsen auf Naturerkundungstour. Die Tour führte von der Grundschule Garbsen-Mitte aus in den Stadtpark Garbsen. Die Kinder lernten in ca. 2,5 Stunden den Stadtpark aus einer für sie neuen Sicht kennen. Viele Fragen der Schüler zur heimischen Pflanzen- und Tierwelt sowie der Entstehung des Stadtparks und zum Erhalt des Ringofens als Fledermausquartier mussten die NABU-Aktivisten beantworten.

Wie ist der Stadtpark entstanden? Welche Aufgaben hatten die Ziegeleien? Wie kommen die Fledermäuse in den Ringofen? Wo und wie überleben sie dort? Wieso sind dort so viele Bäume gefällt worden und warum liegen diese dort immer noch? Wieso wurde die Süntelbuche vom NABU gepflanzt und der Gedenkstein aufgestellt? Wieso haben die Wasservögel am Schwarzen See so wenig Versteckmöglichkeiten? Dieses waren die am meisten gestellten Fragen der wissbegierigen Kinder.

Das Stadtteilforscherprojekt "Historische Spurensuche und Naturerkundung" wird in ähnlicher Form bereits seit mehreren Jahren in Kooperation zwischen der Mobilen Jugendarbeit und dem Stadtverband Garbsen durchgeführt.  mz

 


 

NABU-Moorseminar findet großes Interesse in Garbsen und der Region

pic Garbsen, 09.03.2008  Über 30 Teilnehmer besuchten am 08.März das Moorseminar beim NABU Garbsen. Die Referenten Dr. Gerfried Caspers und Eckhard Schmatzler von der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT) sowie Elke Freytag von der Region Hannover gaben anhand inhaltsreicher Bild- und Wortbeiträge eine sehr gute und umfassende Einführung in den Lebensraum Hochmoor.

Mehr
GR-Projekt Hannoversche Moorgeest .

 


 

NABU stellt Amphibien-/Krötenschutzzäune auf, Helfer gesucht 

AmphibienschutzzaunVon Waldemar Wachtel

Mit der jetzigen Wetterumstellung und den ersten wärmeren Tagen hat eine vereinzelte Krötenwanderung begonnen. Der nächste einsetzende Regen mit Temperaturen um 10 Grad Plus wird das Startsignal für eine explosionsartige Wanderungs- bewegung der Kröten, Grasfrösche und Molche sein. Der NABU hat deshalb am Dienstag, den 12.02.08 mit der Aufstellung der Schutzzäune begonnen. Ca. 14 Tage früher als 2007. An der Schönebecker Allee wurde der erste Zaun aufgestellt. Ab Mittwoch, den 13.02.08 folgen die Zäune an der Gutenbergstraße und an der Meyenfelder Straße. An diesen Straßen werden auch Straßeneinengungen durch Bojen sowie die Aufstellung von Warnschildern nötig.
Ein weiterer Krötenschutzzaun wird am Montag, den 18.02.08 an der Dorfstraße  zwischen Berenbostel und Stelingen aufgestellt. Die Gesamtlänge beträgt ca. 2.300 m. Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass von den fleißigen NABU-Mitgliedern, wie in den Vorjahren ca. 1000 Amphibien eingesammelt, gerettet und in die Biotope und Regenrückhaltebecken gesetzt werden. Wachtel appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche an der Gutenbergstraße und der Schöneberger Allee, aber auch an der gesamten Meyenfelder Str. in Höhe des Berenbosteler Sees mit erhöhter Aufmerksamkeit und verminderter Geschwindigkeit zu befahren. Nach Aussagen der TU Braunschweig werden Kröten immer häufiger dadurch getötet, wenn bei nicht angepasster Geschwindigkeit über 30 km/h, der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Amphibien allein schon dadurch getötet werden. Wachtel lobt die gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsamt und der Straßenverkehrsabteilung der Stadt Garbsen, die sehr kurzfristig für die Aufstellung der Krötenwarnschilder und die Abgrenzung der Gutenbergstraße sorgten.  Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen werden Radarkontrollen der Polizei sorgen. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll fahren.
Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer erhält jeder NABU-Aktivist eine mit dem NABU-Schriftzug und Wappen gekennzeichnete Warnweste. Laut Wachtel sollen diese auch den Garbsener Bürgern und den Verkehrsteilnehmern signalisieren, dass hier berechtigte Helfer des NABU tätig sind. Wer den NABU und die Amphibien unterstützen möchte, kann sich bei Waldemar Wachtel melden, Tel.: 05137-8779975.

Februar 2008

 


 
GS Osterberg Klasse 1b
Grundschüler beobachten mit dem NABU Vögel 

Von Dagmar Strube

Begleitend zum Sachkundeunterricht nutzten drei Grundschulklassen des 1. Jahrganges der Osterbergschule die Möglichkeit separat geführter Exkursionen in die nahe Natur mit Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen. Während die Klasse 1 e von Silke Rating einem eisigen Wind trotzte, kämpften die Klasse 1 d von Cornelia Breuker und 1 b von Barbara Fischer mit aufgeweichten Wegen und enormen Pfützen. Aber diese Witterungsumstände hielten die gut ausgerüsteten Jungforscher nicht ab, Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Unter Strubes Anleitung lauschten die Grundschüler andächtig dem ersten Gesang der Meisen und verfolgten deren Geschicklichkeit bei der Futtersuche. Während des Rundganges entdeckten die Schüler zahlreiche Vögel, die sie mit Strubes Hilfe schnell bestimmten. Neben Elstern, Amseln, Eichhähern, Ringeltauben und dem Rotkelchen faszinierten die Kinder vor allem die zahlreichen Wasservögel auf dem Berenbosteler See. Auch hier lernten die Schüler schnell die Entenarten zu unterscheiden und beobachteten begeistert das Starten und Landen der Graugänse sowie die ruckartigen Schwimm-bewegungen der Blesshühner. Zur Begeisterung der Schüler der Klasse 1 d von Barbara Fischer begleitete ein Höckerschwanenpärchen die Gruppe während des gesamten Rundganges auf dem See.

Februar 2008

 


 
Stadtverband Garbsen
Niedersachsen: Das Land der Hochmoore

NABU-Stadtverband Garbsen bietet Seminar zum aktuellen Thema

Von Karl Fischer

Niedersachsen ist das moorreichste Land der Bundesrepublik Deutschland. Nennenswerte Vorkommen gibt es noch in Bayern und Schleswig-Holstein.
 
Die Bundesrepublik Deutschland, das Land Niedersachsen und die Region Hannover sehen es als besondere Verpflichtung an, die Moore zu erhalten und durch Gesetze und Verordnungen rechtlich zu sichern. Verschiedene Naturschutzverbände arbeiten daran ehrenamtlich mit.
 
Durch Torfabbau und verschiedene andere Maßnahmen sind die Hochmoorflächen drastisch zurückgegangen. Das Land Niedersachsen hat Moorschutzprogramme aufgelegt, um die naturnahen Hochmoore zu erhalten und wenn möglich, teilweise zerstörte Moorflächen in den ursprünglichen Zustand zurückzuführen.
 
Für die Moore der Hannoverschen Moorgeest (Helstorfer Moor, Otternhagener Moor, Schwarzes Moor und Bissendorfer Moor) ist das Projekt „Naturschutz-Großprojekt Hannoversche Moorgeest“ entwickelt worden. Das Ziel dieses Projektes ist, die vier Moore möglichst miteinander zu vernetzen und ihnen langfristig Überlebens- und Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.
 
Die Moore der Hannoverschen Moorgeest sind wertvolle Hochmoore. Bei den Wissenschaftlern sind sie bezüglich der ökologischen Wertigkeit „ganz oben angesiedelt“. Zum Beispiel das Bissendorfer Moor ist das am besten erhaltene Hochmoor Niedersachsens (s. auch beigefügtes Informationsblatt der Region Hannover).
 
In den letzten Jahrzehnten ist in der Bevölkerung viel Basiswissen über das Thema „Moore“ verlorengegangen. Dieses Seminar soll das nicht oder nicht mehr vorhandene Wissen über die ökologische Bedeutung der Moore auffrischen und vermitteln. Neben der Theorie soll die Praxis nicht zu kurz kommen, d.h. es ist auch die Besichtigung eines Moores vorgesehen.
 
Als Referenten werden Herr Schmatzler und Herr Dr. Caspers von der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde in Hannover zur Verfügung stehen.
 
Die Geschäftsführerin des „Naturschutzgroßprojektes Hannoverse Moorgeest“ (Region Hannover), Frau Freytag, wird über den Stand der Planungsphase informieren.
 
Teilnehmer, die über die im Seminar hinaus vermittelten Daten und Fakten auch Informationen über „Moorromantik“ wünschen, können gern auf die Kurzgeschichten und Gedichte zurückgreifen, die ebenfalls beigefügt sind.


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Februar 2008
 


 
Phosphuranylit

Das Bild zeigt einen Phosphuranylit.
Zusammensetzung: Calcium, Kalium, Phosphor, Sauerstoff, Uran und Wasserstoff. Die Farben kommen in goldgelb, dunkelgelb bis zitronengelb vor.

„Die Radioaktivität in Natur und Umwelt“ ist am 17.01.08 Thema beim NABU 

In einer öffentlichen Sitzung des NABU referiert der bekannte Chemiker, Geologe und Mineralienfachmann Karl Klänhardt über die radioaktiven Bestandteile mit denen wir auf unserer Erde in Berührung kommen können.
Seit der Entstehung des Kosmos ist energiereiche, ionisierende Strahlung allgegenwärtig und mag zur Entwicklung des Lebens auf unserer Erde beigetragen haben.
Wer hat noch nicht davon gehört, dass in großer Flughöhe die energiereiche inhomogene kosmische Strahlung aus dem Weltraum immer stärker werdend auf uns herabprasselt.
In 10.000 m Höhe das 20-fache als an der Erdoberfläche.
Aber auch auf der Erde werden radioaktive chemische Elemente wie Uran abgebaut oder radioaktiv kontaminierte Mineralien gefunden. Diese sind häufig genug von bestechender Schönheit und werden von Sammlern geschätzt.
Deshalb ist es wichtig und besonders interessant, von einem Fachmann zu erfahren, welche Mineralien für den Hobbysammler ungefährlich sind oder in welchen Fällen er sich fachmännischen Rat einholen oder solche Referate wie am Donnerstag, den 17.01.08 beim NABU besuchen sollte.
Karl Klänhardt wird einige wunderschöne, ungefährliche Mineralien zeigen und auch erklären.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz.
Der Unkostenbeitrag beträgt 2,- Euro pro Person. Für NABU-Mitglieder ist die Veranstaltung frei.

Januar 2008

 


 

Beschwerdebrief und Informationsaufforderung an Bürgermeister Alexander Heuer zu Baumfällungen und zweifelhaften Schnittmaßnahmen

Waldemar Wachtel fordert Bürgermeister Alexander Heuer zur Stellungnahme über geplante oder durchgeführte Baumfällungen und nicht verständliche Schnittmaßnahmen an alten, ortsprägenden Bäumen in Garbsen auf.
In seinem Brief verweist er auf die gute informelle Zusammenarbeit der letzten Jahre, die durch jüngste geheimnisvoll anmutende Baumfällungen in Frage gestellt werden könnten.
Zur Begründung führt Waldemar Wachtel einige Ereignisse auf, über die die Öffentlichkeit nicht oder viel zu spät informiert wurde:

1. In einer heute zugesandten Mail habe ich von den geplanten sieben Eichenfällungen am 02.01.2008 in Schloß Ricklingen erfahren. Aus diversen Quellen erfuhr ich, dass diese Entscheidung bereits vor ca. sechs Monaten getroffen wurde. Wieso wurden wir, wie in anderen Fällen, nicht darüber informiert? Wieso wurde der Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung nicht informiert? Was hat die Stadt unternommen, um diesen Verlust von alten Eichen abzuwenden? Auch wenn sie auf Privatgrund stehen.
Was ist bisher unternommen worden, das auch ein von Ihnen zugesagtes Baumkataster und die vermehrte Unterschutzstellung alter ortsprägender Einzelbäume und Baumgruppen kontinuierlich aufgebaut und fortgeführt wird?

2. Ähnlicher Vorgang mit einer alten Kastanie am RRB Spannweg/Bergstr., die ohne Vorwarnung gefällt wurde.

3. Für uns und Anlieger nicht erklärbare Schnittmaßnahmen an einer alten Eiche  in Havelse, Waldstr.

4. Verstümmelung alter Buchen am Friedhof in Osterwald. Unser Herr Wichmann, ehemaliger Gartenamtsleiter der Stadt war nach der Besichtigung entsetzt.

5. Kahlschlag wertvoller alter Eichen und eines besonders erhaltenswerten über 100 Jahre alten Walnussbaumes auf dem Eckgrundstück Meyenfelder Str./Leistlinger Str.  

Waldemar Wachtel fordert von der Stadtverwaltung, den vorher gemeinsam eingeschlagenen Weg der vertrauensvollen Informationspolitik und Zusammenarbeit weiter zu führen und nicht durch sinnloses entfernen von Bäumen zu gefährden.
Bäume sind als Sauerstofflieferanten und Schadstoff-Filter wichtige Bestandteile unserer geschädigten Umwelt.


Dezember 2007
 


 


Kommentar zur der "Informationsveranstaltung" des Naturschutzgroßprojektes Hannoversche Moorgeest am 20.12.07 in Schlage-Ickhorst
Nicht nur die Technik versagte:
Umweltminister Sander zeigt sich unbelehrbar und heizt die Stimmung an

von Waldemar Wachtel und Uwe Manzke

 
 

Hannover, 23.12.2007   An der von Sander initiierten "Informations" - Veranstaltung am 20.12.07 in Schlage-Ickhorst nahmen ca. 200 Bürger, Grundstückseigentümer, Landwirte, Naturschützer, Jäger u.a. teil. Bereits in seiner Eröffnungsrede zeigte Sander, dass er den Eindruck des Uninformierten weiter vermittelte. Dadurch wurde die Atmosphäre im Saal von vornherein unnötig aufgeheizt. Als hätte die Technik aus dem Ministerium dies auch so gedeutet, versagten die Mikrofone anfangs ihren Dienst.

Sander stellte Forderungen in den Raum, die bereits im Vorfeld erster Entscheidungen und Untersuchungen von der Region Hannover auf den Weg gebracht und mit wichtigen Inhalten gefüllt wurden. Sander zeigte sich uninformiert oder nicht aufnahmebereit für die Hinweise, dass bereits mehrere öffentliche In- formationsveranstaltungen an verschiedenen Orten der Region stattgefunden haben und weiterhin stattfinden werden.

  pic

 Viel notiert - wenig gesagt, MU Sander
 versucht sich zu informieren.
 Lieber zu spät, als nie. Dennoch, vorher
 wäre besser gewesen.



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Konferenz in Berlin
Konferenz "Klima schützen - Wachstum schaffen"

Waldemar Wachtel auf Einladung der CDU/CSU Bundestagsfraktion in Berlin

Ein von den Medien viel beachtetes Thema zum Klimawandel mit ca. 250 Teilnehmern aus Deutschland und dem Ausland wurde im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und vier verschiedenen Panel-Runden behandelt und diskutiert.
Hauptrednerin war Bundeskanzlerin Angela Merkel. Weitere Redebeiträge erfolgten von Katherina Reiche, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK).
Einig waren sich die Teilnehmer darüber, dass ein Klimawandel mit den verheerenden Folgen nur dann aufzuhalten ist, wenn die Weltgemeinschaft sich einig wird, entsprechende Weichen für ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zu stellen. Die nächste Möglichkeit besteht bei der Weltklimakonferenz in Bali.
Waldemar Wachtel verwies in seinen Gesprächs- und Diskussionsrunden u. a auf die Verantwortlichkeit zur nachhaltigen Entwicklung. Das heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen.
Das eine ist ohne das andere kaum zu haben. Dazu gehört u. a. auch, dass der ungezügelte Flächenverbrauch von täglich 114 ha (Statistischem Bundesamt) erheblich zurückgeführt werden muss, dass durch den großflächigen Ausbau der nachwachsenden Rohstoffe wie Raps- und Maisanbaumonokulturen mit einem vermehrten Düngemittel- und Pestizideinsatz zu rechnen ist, der den Boden und das Wasser zusätzlich belastet, dass der Kohlendioxid-Ausstoß bei Kraftfahrzeugen deutlich unter 140 Gramm/km als Flottenanforderung sowohl bei Herstellern wie auch bei den Fuhrparks der Konzerne, Bundes- und Landtage durchgesetzt, dass Schwerlastfrachten vermehrt von der Straße auf die Schiene verlagert werden sollten, dass Lärm- und Schadstoffemissionen auf sämtlichen Transportwegen wie Straßen-, Schienen- und Schiffsfrachten erheblich reduziert werden müssen, dass durch bessere, intelligentere Verkehrsregelungen insbesondere in den Städten und deren Ausfallstraßen die enormen Staus und somit die Kohlendioxid- und Stickoxidbelastungen abgebaut werden müssen. Außerdem sollten Bürger- und Verbandsbeteiligungen bis zur kommunalen Ebene in der Energie-, Klima- und Umweltschutzpolitik gefördert werden.
Während der Konferenz wurde Waldemar Wachtel von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages, Frau Dr. Maria Flachsbarth und Monika Brüning persönlich begrüßt.

November 2007

 


 


Neujahrsgrüße des NABU Stadtverbandes Garbsen

picLiebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Freundinnen, liebe Freunde des NABU, sehr geehrte Damen und Herren,

ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Vorstandes des NABU Stadtverbandes Garbsen, von ganzem Herzen alles Gute, viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr.

Wunschzettel für das Jahr 2008:

Friede überall auf Erden,
damit die Menschen Freunde werden.
Essen für alle soll es geben,
die auf diesem Planeten leben.

Für viele hier auf dieser Welt
zählt nur Wohlstand, Macht und Geld.
Doch Du weißt, das ist nicht richtig,
Liebe und Freundschaft das ist wichtig.

Und dann wünsche ich mir
von ganzem Herzen noch von Dir,
dass Jung und Alt sich gut verstehen
und viele Wege gemeinsam gehen.

Das eine gesunde Natur und Umwelt erhalten bleibt,
die Menschen, Politik und Verbände darüber nicht entzweit,
das alle miteinander gegen Gedankenlosigkeit und Ignoranz angehen
und die Naturschützer gegen Natur- und Umweltsünden in einem Bündnis zusammenstehen.
Der NABU Regionalverband hat dies 2007 eindrucksvoll gezeigt,
sind wir also auch 2008 gemeinsam dazu bereit.

Mein Dank gilt Ihnen allen,
jeder stellte für den Naturschutz beträchtliche Freizeit bereit.
Es dürfen unsere Appelle nicht verhallen.
Darum soll uns auch 2008 tragen, eine gewisse Heiterkeit/Gelassenheit.


Weiterhin viel Erfolg bei Ihren NABU-Aktivitäten und Ihren anstehenden Projekten.

Waldemar Wachtel

1. Vorsitzender
NABU Stadtverband Garbsen

 


 

Winterfütterung von Vögeln 

FutterglockeZwei Grundschulklassen des zweiten Jahrganges der Osterberg Schule und die Garten-AG des 4. Jahrganges der Grundschule Garbsen-Mitte erarbeiteten an verschiedenen Vormittagen mit Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen das Thema der Fütterung von Vögeln im Winter. Zunächst benannten die Schüler mit Strube die Arten, die in der kalten Jahreszeit unsere Wintergäste sein können. Danach untersuchten die Schüler die einzelnen Bestandteile von Weich- und Körnerfutter und diskutierten rege über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle von Futterhäusern. Mit Strubes Hilfe, kamen die pfiffigen Schüler schnell zu dem Ergebnis, dass die Fütterung in kleinen Mengen und am besten in Futtersilos erfolgen sollte. Denn dort finden die Vögel trockenes und sauberes Futter, das nicht durch das Herumlaufen mit Kot verschmutzt werden kann und somit Krankheiten verursacht. Nach diesem theoretischen Teil mixten die Schüler freudig und mit erstaunlichem Feuereifer Fettfutter für Futterglocken, Zapfenknödel oder Nussringe an. Einen besonderen Dank richtet der NABU Stadtverband Garbsen an die Firma Rau, die mit ihrer großzügigen Spende des Kokosfettes erheblich zum Gelingen beigetragen hat. So entstanden in kürzester Zeit die verschiedensten Futterstellen, an denen die Schüler aus nächster Nähe ihr frisch gewonnenes Wissen durch Naturbeobachtungen vertiefen konnten. Zum Schluss wünschten sich die Gruppen möglichst bald viel Schnee und Frost, um viele Vögel füttern zu können.


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Januar 2008

 


 
Arbeitseinsatz Streuobstwiese
Fleißige NABU- Mitglieder schneiden Obstbäume frei

Es wurde allerhöchste Zeit. Eine vom NABU gepflanzte Streuobstwiese drohte von angrenzenden Tannen und Fichten erdrückt zu werden. Eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten und am Boden lebende Tieren drohte für immer verloren zu gehen.
NABU-Mitglieder erkannten dies und fanden sich zu einer Arbeitsgruppe zusammen.
Karl-Dieter Ruhlig, Rainald Köther, Hans-Joachim Ober, Dagmar und Karsten Strube, Karl Fischer und Ralf Manstedt sägten, schnitten und lagerten die Bäume und Äste. Hans-Joachim Ober, Karsten Strube und Karl-Dieter Ruhlig hatten beim Forstamt Fuhrberg extra für solche Arbeiten Lehrgänge absolviert und somit die versicherungsrelevanten Voraussetzungen im Umgang mit Motorsägen erfüllt.
Jüngster Helfer war der Schüler Christian Strube (10), der emsig half, eine Benjes-Hecke aufzuschichten.
Wegen der anstrengenden und umfangreichen Arbeiten wird ein weiterer Arbeitseinsatz notwendig.
Wer der Natur ehrenamtlich helfen möchte und eine Betätigung an der frischen Luft sucht, kann sich unter den Mail-Adressen oder Telefon-Nummern, die auf unserer Homepage aufgeführt sind melden.

Dezember 2007

 


 
100 Jahr Feier SPD

V. l. n. r: Wilfried Aick, 1. Vors. der SPD Altgarbsen/Garbsen-Mitte, Caren Marks, Mitglied des deutschen Bundestages (MdB), Wolfgang Jüttner, Vors. der SPD Landtagsfraktion und Waldemar Wachtel, 1. Vors. NABU Stadtverband Garbsen und NABU Regionalverband Hannover
100 Jahr Feier der SPD

Waldemar Wachtel, 1. Vorsitzender des NABU Stadtverbandes Garbsen wurde zur 100-Jahr-Feier der SPD Altgarbsen/Garbsen Mitte als Vertreter des NABU eingeladen.
Wachtel überbrachte dem Vorstand der SPD mit Wilfried Aick an der Spitze die Glückwünsche des NABU. In den Festreden von Wilfried Aick, Bürgermeister Alexander Heuer, Caren Marks, MdB und Wolfgang Jüttner, Oppositionsführer der SPD im Niedersächsischen Landtag wurde die Geschichte der SPD insgesamt, aber auch auf kommunaler Ebene nachgezeichnet.  Langjährige Mitglieder wurden geehrt. Für die kommenden Landtagswahlen zeigte sich die SPD-Spitze positiv eingestimmt.
Mit einem deftigen Essen und offenen Gesprächsrunden klang der Abend aus.

November 2007

 


 
Blumenzwiebeln
CDU Altgarbsen und der NABU Stadtverband Garbsen pflanzen über 1.000 Blumenzwiebeln in Altgarbsen


Noch bevor der kalte Wintereinbruch mit strengen Frösten und dem ersten Schnee Einzug hielt, pflanzten fleißige Mitglieder der CDU Altgarbsen und des NABU u. a. an der stark befahrenen Alten Ricklinger Straße über 1.000 Osterglocken (Narzissen).
Die Initiative wurde vom Ortsbürgermeister Franz Genegel und seiner Stellvertreterin Karin Kuhn unterstützt. Das Geld wurde aus dem Fond zur Verfügung gestellt, dass für die Ortsbürgermeister und Ortsräte für besondere Projekte in den einzelnen Stadtteilen aus dem Stadtetat genehmigt wurde.
Alle Beteiligten sind nun auf die zu erwartende Blütenpracht der Osterglocken im Frühjahr neugierig.

November 2007

 


 
NABU-Picknick
NABU - Picknick „Herbst-Winter“

Ca. 25 NABU-Mitglieder verabredeten sich zu einem gelungenen Picknick und nutzten die letzten milden Temperaturen des Jahres um sich bei belegten Brötchen und anderen Leckereien zu einem lockeren Klön- und Meinungsaustausch auf einem Grundstück in der Garbsener Schweiz zu treffen.
Natur- und Klimaschutz, die Garbsener Stadtentwicklung und die Aktivitäten des NABU standen im Mittelpunkt der Diskussionen.

Oktober 2007

 


 
Ehrung
Waldemar Wachtel vom Regionspräsidenten Hauke Jagau ausgezeichnet


In seiner Laudatio stellte Hauke Jagau die Verdienste von Waldemar Wachtel als die Stimme für die Natur und Umwelt in Garbsen und der Region Hannover vor.
Wachtel ist seit 1984 im Naturschutzbund Deutschland (NABU). Seit 2000 führt er den Stadtverband Garbsen. Seit 2007 ist er auch Vorsitzender des Regionalverbandes Hannover, dem 15 Stadtverbände mit ca. 9.000 Mitglieder angeschlossen sind. Durch seine Aktivitäten für die Natur und in der Öffentlichkeit wuchs der Stadtverband seit seiner Übernahme innerhalb von drei Jahren von 78 auf zeitweise über 500 Mitglieder. Der Stadtverband ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden und wirbt somit auch für die Stadt Garbsen. Wachtel strebt immer an, Gegensätze mit der Politik, Regions- und Stadtverwaltung sowie anderen Gruppen konsequent anzusprechen und mit diesen möglichst zu einer Verständigung zu kommen.
Wachtel ist in diesem Jahr zum zweiten Mal von seinem Landesverband mit einem Mitgliederpotential von ca. 60.000 Mitgliedern zum Bundesdelegierten gewählt worden.
Wachtel bedankte sich im Namen aller Geehrten und lobte die gut organisierte Veranstaltung. Er appellierte an Jagau diese Ehrungen weiterzuführen und darauf hinzuwirken die Anerkennung der Ehrenamtlichen auch in den Kommunen zu fördern, wo es teilweise an Unterstützung mangelt.
Gleichzeitig hob Wachtel hervor, dass hier zwar einzelne Personen geehrt werden, die umfangreichen Tätigkeiten aber nicht ohne die engagierten Mitglieder in Garbsen und der Region möglich wären.

Oktober 2007

 


 
Ringeltaubenküken
NABU rettet Ringeltaubenküken

Aufmerksame Spaziergänger am Berenbosteler See hatten am 23.09.07 ein hilfloses Küken entdeckt und den NABU Stadtverband Garbsen um Hilfe gebeten. Das offensichtlich schon seit Stunden verwaiste Tier, nahm Familie Strube vom NABU Stadtverband Garbsen in seine Obhut. Strube erklärt: „Wir erhalten sehr viele derartige Hilferufe der Bevölkerung zu den unterschiedlichsten Wildtieren. Ob Eichhörnchen, Igel oder wie in diesem Fall einem Jungvogel. In vielen Fällen können wir sachdienliche Ratschläge oder Hinweise geben, die oft vor Ort angewandt werden können. So auch zu diesem ständig piepsenden Küken, dass wir nach der Erstversorgung zur Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen gebracht haben. Dort finden verletzte oder verwaiste Tiere medizinische Versorgung und eine artgerechte Bleibe für die Zeit der Genesung. Das oberste Ziel des dortigen auf Spenden angewiesene Teams ist die Auswilderung von rehabilitierten Wildtieren. Erreichbar ist die Station unter der Telefonnummer (05725) 708730 sowie der Notfalltelefonnummer 0171-6831000. Eine weitere wichtige Adresse ist insbesondere auch am Wochenende und in der Nacht die Tierärztliche Hochschule, Klinik für Kleintiere am Bischofsholer Damm 15, Tel.: 0511 / 856 – 7253.“

Oktober 2007

 


 
Klasse 2e
Grundschüler bestimmen mit dem NABU Bäume

Bei herrlichem Herbstwetter hatten zwei Schulklassen des zweiten Jahrganges der Osterbergschule und eine erste Klasse der Grundschule Garbsen-Mitte sehr viel zu entdecken bei ihren an verschiedenen Tagen geführten Baumbestimmungsexkursionen von Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen. Strubes Ziel war es, den begeisterten Grundschülern mit viel Spaß, der Hilfe des Herbstlaubes und der Baumfrüchte die Bestimmung der heimischen Bäume zu vermitteln. Nach den gut dreistündigen Exkursionen waren die mitgebrachten Tüten prall mit den Blättern und Früchten des Ahorns, der Eiche, Buche, Silberpappel und vieler anderer heimischer Baumarten gefüllt. Besonders bestaunten die fleißigen Sammler die zum Teil keimenden Eicheln und beeilten sich diese zu vergraben, damit neue Bäume wachsen sollten. Denn die Schüler waren sich einig, das Bäume als Sauerstofflieferant für alle Lebewesen auf unserer Erde lebensnotwendig sind.

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Oktober 2007

 


 
Kastanienanlieferung Tiergarten
Garbsener Kinder sammelten fleißig mit dem NABU

Beachtliche Mengen beim Tiergarten abgegeben

Als Vertreter vieler fleißiger Garbsener Schülergruppen, die Eicheln und Kastanien in den letzten Wochen gesammelten hatten, brachten Sarah Herale (10), Dennis Kraus (8) und Christian Strube (10) die beachtliche Menge von 24 großen Säcken voller Kastanien und 4 weiteren mit Eicheln zum Tiergarten Hannover. Die Baumfrüchten dienen der Winterfütterung von Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Der für den Transport mitgebrachte Bollerwagen reichte bei Weitem nicht aus. So mussten die fleißigen Helfer um Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen in zwei Etappen und schwer beladen die wertvolle Fracht anliefern. Als Dank erhielt die Gruppe 20 Baumscheiben, die als Eintritt für Kinder zum diesjährigen Tiergartenfest dienten. Die Baumscheiben überreichte Strube in Garbsen den emsigsten Jungsammlern. Zum Abschluss nutze die Gruppe die Gelegenheit, durch den herbstlichen Tiergarten zu spazieren und das Wildschweingatter zu besuchen.
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Oktober 2007

 


 
Eicheln und Kastanien
Eicheln und Kastanien sammeln

Baumfrüchte sammeln - ein Spaß für die ganze Familie

Sammelt Ihr auch gerne Eicheln und Kastanien? Bestimmt! Das man aus den Baumfrüchten viele tolle Dinge basteln kann, wisst Ihr auch! Ich habe aber noch einen anderen Tipp für Euch. Ihr könnt vielen Tieren durch die Abgabe von gesammelten Eicheln und Kastanien helfen, durch den Winter zu kommen.
Wenn Ihr helfen möchtet, dann sammelt Eicheln und Kastanien bitte möglichst getrennt in Leinenbeuteln, Kisten oder noch besser in luftigen Kartoffelsäcken. Plastiktüten sind ungeeignet, da die Früchte darin leider sehr schnell schimmeln.
 
Abgeben könnt ihr die Eicheln und Kastanien ab dem 24.09.2007 an folgenden Stellen:
 
Wirtschaftsgebäude, Tiergartenstraße 149, Tiergarten Anderten
Montags – Freitags 8.00 Uhr  – 18.00 Uhr

Wenn Ihr die Abgabe der Früchte mit einem Ausflug in den Tierpark verbindet, könnt Ihr dort jede Menge Rehe sehen und vielleicht hören, wie die Hirsche röhren. Das Röhren der Hirsche ist nur im Herbst während der Paarungszeit zu hören.

 
Forsthof, Am Pferdeturm 1
Montags – Donnerstags 8.00 Uhr – 15.30 Uhr
Freitags 8. 00 Uhr bis 11.00 Uhr
 
Betriebshof Mecklenheide, Schulenburger Landstraße 331
Montags – Donnerstags 8.00 Uhr – 15.30 Uhr
Freitags 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr
 
Als Dankeschön erhaltet ihr dort eine mit einem Tier (welches ist es in diesem Jahr???) verzierte Baumscheibe. Diese gilt als Eintrittskarte für Kinder zum großen Tiergartenfest am 13. Oktober von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr im Tiergarten Anderten. Auch dann könnt Ihr noch Kastanien- und Eicheln abgeben und so an dem tollen Dankeschön-Fest mit vielen Attraktionen ohne Eintrittsgeld teilnehmen. Zur weiteren Info an Eure Eltern: Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt, Kinder bis 14 Jahre (ohne Sammelaktion): 1 Euro, Erwachsene: 2 Euro.

September 2007
 


 
Sabine und Rabea Schüring mit Nashornkäfer-Larve
Seltene Nashornkäfer in Garbsen Berenbostel

Besondere Entdeckungen machte Familie Schüring in diesem Sommer bei ihrer Gartenarbeit. Zunächst fanden sie ein totes Weibchen des besonders geschützten „Gemeinen Nashornkäfers“ in ihrem Komposthaufen. Innerhalb der nächsten Wochen freute sich die Familie über das Auffinden von einer Vielzahl der ca. 10 cm langen grau-weißen Larven des Käfers. Hierbei handelt es sich um besondere Entdeckungen. Larve des Gemeinen NashornkäfersDenn der seltene Käfer benötigt für seine überaus wärmeabhängige Entwicklung im Schnitt zwei bis drei Jahre. Denn die wärmeliebenden Käferweibchen legen einige dutzend kugelförmige Eier, die an kleine Erbsen erinnern, bevorzugt in Komposthaufen ab. Nach der zweiten Häutung wachsen die Larven zu einer Länge von sieben bis zwölf Zentimetern heran. In der letzten Entwicklungsphase stellen sie eine feste Hülle her, in dessen Kammer die Verpuppung stattfindet.

August 2007
 


  Handys sammeln für die Havel

Handys für die Havel

Sammelstation in der Grundschule Garbsen-Mitte
Geben Sie Althandys in die Sammelbox des NABU Stadtverbandes Garbsen: pro abgegebenem Mobiltelefon erhält der NABU eine Spende von 3,50 Euro für das Naturschutzprojekt „Untere Havel“. Das Geld stammt aus einer Kooperation mit einem großen Mobiltelefonanbieter und einer Recyclingfirma für Althandys.
Viele Besitzer eines neuen Handys wissen bisher noch nicht, das Altgeräte recycelt werden können bzw. das in vielen Geräten giftige Substanzen enthalten sind.

Deshalb zur Info:
Mobiltelefone sind im Durchschnitt nur 18 bis 24 Monate im Einsatz. Dann werden sie durch neue Modelle ersetzt. Damit werden europaweit jährlich über 100 Millionen Handys nutzlos. Rund 20.000 Tonnen Elektroschrott entstehen so. Die meisten dieser Altgeräte liegen in den Schubladen der Verbraucher und könnten irgendwann im Müll landen. Ein kaum zu unterschätzendes Umweltproblem, denn Mobiltelefone und die darin eingesetzten Batterien enthalten giftige Substanzen, wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel und Zink. Diese Substanzen können durch Abfallverbrennung in die Atmosphäre oder durch Deponierung in das Grundwasser gelangen und damit zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden.

Darum helfen Sie mit: Holen Sie ihr altes Handy für einen guten Zweck aus der 
Schublade und geben es in die Sammelbox in der Pausenhalle der Grundschule 
Garbsen-Mitte.

Wenn Sie weitere Fragen haben, schauen Sie auf die Homepage des NABU-Bundesverbandes unter  www.nabu.de. Dort finden Sie viele Informationen über das Renaturierungsprojekt und die Sammelaktion.

NABU Stadtverband Garbsen
 


 
Gewässerexkursion
Grundschüler erkunden Bach und See mit dem NABU

NABU unterstützt Schüler bei Projektarbeit

Dagmar Strube, Waldemar Wachtel und Dieter Ruhlig freuen sich über das hohe Interesse der Schulen für die Natur- und den Umweltschutz. Gerne unterstützt der NABU das Forschungsunternehmen der Klasse 3 a von Christine Pontow, die vielfältigen Lebensformen von Bach- und Seebereichen zu untersuchen.
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September 2007

 


 
Fledermausnacht
NABU - Fledermausnacht am 31.08.2007

Fledermäuse fliegen bei Regen nicht


Trotz ergiebiger Regenschauer waren gut 20 Interessierte zur Fledermausexkursion des NABU Stadtverbandes Garbsen gekommen. Aufgrund der schlechten Wetterlage war schon zu Beginn vorhersehbar, dass an diesem Abend keine nach Insekten jagenden Fledermäuse zu sehen sein würden. Denn Insekten fliegen ebenfalls bei Regen nicht. Trotzdem startete die Gruppe hoffnungsvoll zur Exkursion. Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen führte die Fledermausfreunde zusammen mit ihren Verbandskollegen Irene Sachmann-Ober und Karl-Dieter Ruhlig an wind- und wettergeschützte Stellen. Mit Hilfe von zahlreichem Bild- und Anschauungsmaterial sowie aufgenommenen Fledermausrufen aus dem Bat-Detektor ermöglichte Strube den Besuchern einen Einblick in das Leben der bedrohten Säugetiere. Doch alles Engagement überzeugte die hochsensiblen nachtaktiven Insektenjäger nicht. Gegen 21.00 Uhr gab die Gruppe schließlich bei unablässigem Regen endgültig auf. Auch wenn an diesem Abend keine Fledermäuse gesehen wurden, konnten die Teilnehmer durch zahlreiche Fragen eine Vielzahl von Informationen zum Leben der Fledermäuse erhalten. Gleichzeitig wurde den Besuchern deutlich, wie gravierend negativ ein kalter und nasser Sommer für die Fledermauspopulationen ist.

August 2007
 

 
 
Wasserfledermaus
NABU - Fledermausnacht am 31.08.2007

Mit dem NABU die heimlichen Jäger der Nacht, die Fledermäuse entdecken

Kaum ist die Sonne versunken, kommen die geheimnisvollen Säugetiere aus ihren Verstecken und fliegen durch die Nacht. Manche von Ihnen passen in eine Streichholzschachtel, andere sind immerhin größer als ein Spatz. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind vom Aussterben bedroht. Deshalb bedürfen Sie des besonderen Schutzes der Menschen. Waldemar Wachtel berichtet, dass der NABU ca. 50 Fledermauskästen in Garbsen angebracht hat. Wer Fledermäuse entdecken will, muss schon sehr aufmerksam sein, um die schwarzen Silhouetten der wendigen Flugkünstler gegen den dämmerigen Nachthimmel zu erkennen. Einfacher geht es auf geführten Fledermaus-Wanderungen, bei denen mit Hilfe von Ultraschalldetektoren den Fledermäusen bei der Insektenjagd zugehört werden kann.
In den diesjährigen 11. Europäischen Fledermausnächten beteiligen sich über 30 Länder Europas. Die bundesweiten Veranstaltungen haben sich von 60 auf über 300 erfreulich entwickelt. Deshalb will das NABU-Team, wie jedes Jahr, auch den Garbsener Bürgern am 31.08.2007 um 19:30 Uhr wieder eine Führung anbieten. Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Grundschule Garbsen-Mitte (IGS) an der Meyenfelder Straße. Die Veranstaltung findet rund um den Berenbosteler See statt. Das NABU-Team mit Karl-Dieter Ruhlig, Irene Sachmann-Ober und Dagmar Strube  wird die Exkursion begleiten.
Bei Dauerregen fällt die Veranstaltung aus und findet an einem anderen Abend statt.
Auf zu den Batnights – zu den großen europäischen Fledermausnächten, die bereits von keinem geringeren als dem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffnet wurden.

August 2007
 


 
Mehlschwalben
NABU appelliert:
Keine Schwalbennester entfernen!


Der NABU Stadtverband Garbsen bittet darum, keine Mehlschwalbennester von Hausfassaden  zu entfernen, zu zerstören oder den Zugang zu den bestehenden und genutzten Nestern zu versperren. Nach dem Bundes- und dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz ist dies verboten. Zuwiderhandlungen sind Ordnungswidrigkeiten und können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Waldemar Wachtel weist darauf hin, dass häufig aus Unwissenheit und ohne böse Absicht gehandelt wird. Man will einfach die Hausfassade sauber halten. Vielfach ist nicht bekannt, dass die einst zu den häufigeren Schwalbenarten zählenden Mehlschwalben in ihrem Bestand drastisch abgenommen haben. Von den Schwalben und ihren Nestern geht keine Gefahr für den Menschen aus. Eine Verschmutzung an der Hausfassade lässt sich durch das Anbringen eines Brettes an der richtigen Stelle verhindern. Die zunehmende Versiegelung und Asphaltierung von Strassen und Plätzen nimmt den Schwalben häufig die Möglichkeit, dass passende Baumaterial für Ihre Nester zu finden. Mit Vorliebe sammeln Schwalben am Rand von Pfützen geeignetes Baumaterial wie Schlamm, aus dem sie mit Speichel und Federn vermischt, ihre soliden Nester bauen. Da ihre Nahrung insbesondere aus „Plagegeistern“ wie Schnaken, Stechmücken und Stubenfliegen besteht, erweisen sie dem Menschen nützliche Dienste.
Früher erkannten viele Menschen nicht nur diese Nützlichkeit, im Volksmund galten sie häufig als die „Glücksbringer“. Hausbesitzer und Landwirte freuten sich jedes Jahr auf die Rückkehr „Ihrer Schwalben“. Pfützen und feuchte Bodensenken wurden für die Schwalben erhalten. Nicht ohne Grund hat der NABU 1974 die Mehlschwalbe und 1979 die Rauchschwalbe zu den Vögeln des Jahres gekürt.

Juni 2007
 


 
Wasserfrosch
NABU appelliert:
Keine Amphibien aus Gewässern entnehmen!


Der NABU Stadtverband Garbsen bittet darum, keine Amphibien aus heimischen Gewässern zu entnehmen. Nach dem Bundes- und Niedersächsischen Naturschutzgesetz ist dies verboten. Zuwiderhandlungen sind Ordnungswidrigkeiten und können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Waldemar Wachtel weist darauf hin, dass häufig aus Neugier oder Unwissenheit ohne böse Absicht gehandelt wird. Vielfach ist nicht bekannt, dass Amphibien, die aus Gewässern entnommen und in den eigenen Teich eingesetzt werden, das Bestreben haben, in das Gewässer in dem sie geboren wurden, wieder zurückzukehren. Auf dieser Wanderung sterben leider die meisten Amphibien.
Häufig entfernen Eigenheimbesitzer auf Druck von Nachbarn quakende Frösche aus ihrem Gartenteichen. Damit begehen sie ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit. Selbst Gerichte entscheiden immer häufiger für den Artenschutz und somit für die Frösche. Wachtel erinnert daran, dass der NABU vielschichtige Exkursionen, Aufklärungen und auch Unterstützungen in solchen Angelegenheiten anbietet. Besonders erfolgreich und gefragt sind die Naturführungen mit den Schulen. Der NABU bittet darum, die Tiere in ihren Lebensräumen zu belassen und sie dort aus gebührender Entfernung zu beobachten.

Juni 2007
 


 
Umwelttag
Das Fest der Vereine - Der NABU war dabei
Der NABU Stadtverband Garbsen präsentierte sich auch in diesem Jahr mit einem sehr gut besuchten Stand in der Rathaushalle beim Fest der Vereine. Neben umfangreichem Informationsmaterial und den vielen Diskussionen rund um die Natur erfreuten sich viele Kinder an dem Bastelangebot. Mit Eifer und Freude fertigten die jungen Gäste Fledermäuse oder lustige Raupen.

Hier geht es weiter zum Fotoalbum Zum Fotoalbum

 


 
Umwelttag
Schüler entdecken mit dem NABU die Geräusche der Natur

Drei Grundschulklassen Garbsens starteten am 30. Mai die Projektreihe der Stadt Garbsen zum Umwelttag 2007 mit dem NABU.  
Hier geht es zum weiter zum Bericht Zum Bericht

 


 
Süntelbuche im Garbsener Stadtpark
Süntelbuche

Gedenksteinsetzung an der Süntelbuche im Stadtpark Garbsen-Mitte

Am 25. April 2007 wurde an der im letzten Jahr gepflanzten Süntelbuche in feierlichem Rahmen ein Gedenkstein enthüllt. Er erinnert an den großen NABU-Fotowettbewerb und den Gewinner Ralf Schröder.

Der Fotowettbewerb zum Thema "Baum: Standpunkte und Fallbeispiele" wurde in Kooperation mit  Robert Hesse durchgeführt.

 


  Fahrradtour anlässlich des 60jährigen Bestehens des NABU Niedersachsen (1947 - 2007)

Willkommen beim NABU Stadtverband Garbsen

Der NABU  Niedersachsen (Naturschutzverband e.V.) wirbt für Klimaschutz zum Wohle von Mensch und Natur und startet seine "Tour de NABU" durch Niedersachsen.

Die Schirmherrschaft hat Umweltminister Hans-Heinrich Sander übernommen.
 
START der 1. Etappe ist am Dienstag, 17. April 2007 um 10.00 Uhr in Garbsen am Rathaus. Die Fahrt führt entlang der Leine nach Neustadt am Rübenberge mit Pausen für Sehenswürdigkeiten. Die Garbsener Teilnehmer werden auf der ersten
Etappe entlang des Leinetals bis nach Neustadt am Rübenberge fahren. Bei den
Sehenswürdigkeiten wie dem Stadtpark in Garbsen, der Garbsener Schweiz, dem
Leinebogen, den Storchennestern in Schloß Riicklingen, Bordenau und Neustadt,
den Rettmer Bergen und an anderen Naturschönheiten wird jeweils eine kurze
Pause gemacht. Diese Tour wird ca. 3,5 Stunden dauern. (Hier geht es zur Pressemitteilung
Tourplan)
 
Anwesend werden sein:
der Bürgermeister Alexander Heuer,
  Waldemar Wachtel, 1. Vorsitzender vom NABU Regionalverband Hannover und
 Hans Arend, Mitglied des Landesvorstandes und Organisator der Tour.
 
ZIEL:  Samstag, 08. September 2007  in Laatzen  zur Landesvertreterversammlung des NABU mit ca. 200  Teilnehmern.
 
In 99 Etappen, organisiert und durchgeführt von 99 der insgesamt 180 NABU-Gruppen in Niedersachsen, wird für den Klimaschutz  geworben - mobil ohne CO2-Ausstoß -  unter dem Motto des NABU 'Für Mensch und Natur'. (Leider können nicht alle 180 Gruppen des NABU Niedersachsen teilnehmen - die Zeit würde nicht ausreichen!). Per Fahrrad werden interessante Naturstandorte angefahren  und unter fachkundiger Leitung besichtigt (Schutzgebiete, besondere, von NABU-Gruppen renaturierte und betreute Areale, Erlebnispfade sowie NABU-Zentren).
Lokale Besonderheiten für eine Berichterstattung sind im beiliegenden TourplanTourplan  (mit derzeitigem Stand) blau gekennzeichnet.
 
Bei dieser Tour wird u.a. das Buch 'NABU-Naturtipps'  vorgestellt.

 


 
Waldemar Wachtel und Sigmar Gabriel
NABU Garbsen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach Berlin eingeladen

Der NABU Stadtverband Garbsen wurde zusammen mit ca. 250 Fachleuten aus Forschung, Politik, Natur- und Umweltschutz, Touristik sowie den Forst- und Jagdverbänden zu einem Symposium eingeladen. Kernthema: „Wer hat Angst vorm bösen Wolf“. Die Teilnehmer/-innen kamen aus ganz Deutschland und Teilen der EU.
Wolf, Luchs und Bär kehren nach Mitteleuropa zurück oder sind wieder in Deutschland
angekommen. Diese Tatsachen haben in Deutschland überwiegend Begeisterung aber zum Teil auch Ängste hervorgerufen. Im Vordergrund steht die Frage: Wie lassen sich konfliktreiche, emotionalisierte Themen des Natur- und Umweltschutzes vermitteln?
Diese Themen fanden starke Beachtung in den Medien, nicht zuletzt auch durch die Unterstützung von Sigmar Gabriel, dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar von der ARD und eine der weltbesten Pianistinnen, Helene Grimaud aus den USA. Sie ist seit Jahren eine sehr engagierte, weltweit beachtete Wolfsschützerin, Vizepräsidentin und Mitbegründerin des Wolf Conservation Centre Das Symposium soll auch bereits auf die 9. Weltnaturschutzkonferenz hinweisen, die im Mai 2008 in Deutschland stattfinden wird. Deutschland ist die Verpflichtung eingegangen, bis 2010 den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen. Bis 2020 soll bei den meisten Arten, die heute auf der Roten Liste stehen, der Grad der Gefährdung um eine Stufe sinken.
In Sachsen leben bereits ca. 22 Wölfe in zwei Rudeln. Ausgewachsene Welpen werden bald von den Eltern weggebissen, wenn sie geschlechtsreif werden. Auf der Suche nach Partnern und neue Reviere können die Wölfe leicht mehrere hundert Kilometer zurücklegen. Die Wölfe ernähren sich überwiegend von Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Von gesunden Wölfen in freier Wildbahn geht keine Gefahr aus. Wölfe meiden den Menschen. Sie haben untereinander ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Da in jüngster Zeit auch Berichte zu lesen oder zu hören sind, dass selbst in Mecklenburg und Niedersachsen schon vermeintlich einzelne Wölfe beobachtet wurden, hat Waldemar Wachtel, erster Vorsitzender vom NABU Garbsen bereits sehr frühzeitig am 17.11. 2005 einen Informationsabend mit großer Beteiligung der Garbsener Bürger gestartet. Titel: „Willkommen Wolf – Ein lebender Wolf beim NABU“. Es wurde aufgeklärt, geworben und Ängste genommen.

Februar 2007
 


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Termine
Termine 
  Hauptversammlung am 15. März

Die nächste Sitzung des NABU Stadtverbandes Garbsen ist  am 20. November um 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz.
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