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Stadtverband Garbsen
> Tips


  Vogelfutter selber machen:

Christian Strube beim Mischen des Vogelfutters

ca. 150 g reines Kokosfett aus dem Supermarkt
150 g Körnermischung: (2/3 Sonnenblumenkerne, ¼ Hanfsaat, Rest Haferflocken,
gehackte Nüsse, kleine Sämereien oder
rein als Weichfutter-Mix aus Weizenkleie, Haferflocken und Beeren, Rosinen)
Ein Stück wetterfeste Kordel
Für die Futterglocke einen Zweig, mindestens 10 cm länger bzw. höher als der Tontopf.
Einen sauberen Tontopf (ca. 10 cm Durchmesser), der am Boden ein Loch aufweisen sollte.
Wenn du mit Kokosfett arbeitest, brauchst du es nicht unbedingt (wie Rindertalg oder Hammelfett) erwärmen. Es reicht, wenn das Fett bei Zimmertemperatur wie Butter gut streichfähig wird.
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Befestige die Kordel mit einem dicken Knoten an dem Stöckchen. Ziehe das Ende des Fadens von innen durch das Loch. Nun müsste der Topf eine Aufhängung haben und gleichzeitig einen Ast als Anflugstelle für die Vögel. Evtl. musst du die Aufhängung für den Topf innen noch durch einen kleinen angeknüpften Querast verfestigen.

Wenn das Fett inzwischen weich ist, kannst du die jeweilige Futtermischung untermengen. Je mehr Körner du in die Mischung gibst, desto lockerer wird sie im erkalteten Zustand. Mit einem kleinen Schuss Speiseöl (z. B. Sonnenblumenöl) verhinderst du, dass das Fett zu hart wird und bröckelt.

Jetzt brauchst du nur noch deine leckere Fett-/Körnermischung in den Topf streichen, etwas andrücken und alles nach dem Auskühlen an einen geeigneten Platz aufhängen.

Tipp: Deine fertige Futtermischung kannst du natürlich auch in Tannenzapfen, Ausstech-förmchen, Ringe, .... streichen.
 
Viel Spaß beim Ausprobieren und Beobachten der Gäste
 
wünscht euch
 
NABU Stadtverband Garbsen
Dagmar Strube

Januar 2008

 


  Erste Hilfe für den Igel
Zwei Igel im Spätherbst
Wie verhalte ich mich richtig!

Von Dagmar Strube

1. Die meisten Igel brauchen unsere Hilfe nicht. Es sind Wildtiere und sie stehen unter Schutz!
 
2. Nur Igel, die

a) krank sind (taumelig, mitunter apathisch oder auch tagaktive Igel, die  meistens abgemagert sind – hervorstehende Hüftknochen oder eingefallene Augen) oder
b) verletzt sind oder
c) Jungigel, die bei Wintereinbruch unter 500 g wiegen

benötigen unsere Hilfe.

3. Den Igel nur mit Handschuhen anfassen! Igel sind häufig von Parasiten befallen.

4. Igel auf Verletzungen untersuchen.

5. Wiegen: Der Igel benötigt mindest 500 g, um den Winter zu überstehen.

6. Bei Entscheidung zur Hilfe: Igel auf Zeitungspapier in einen Karton mit Deckel (Luftlöcher) setzen. Etwas Zeitungspapier, Küchenpapier oder Toilettenpapier zum Verstecken dazugeben. Eine flache saubere Schale (glasierter Tonuntersetzer) mit Wasser. In einem zweiten Schälchen Katzendosenfutter oder ein ungewürztes gebratenes Rührei anbieten. Bei Unterkühlung (deutlich kälterer Bauch) den Igel auf eine in ein Handtuch gewickelte nicht zu heiße Wärmflasche legen.
 
7. Nach dieser Notfallerstversorgung suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf. Hier erhalten Sie weitere Hilfe! Die Behandlung beim Tierarzt ist in der Regel kostenlos, da es sich um ein unter Schutz stehendes Wildtier handelt. Igel müssen vor langfristiger Pflege unbedingt vom Tierarzt entwurmt und von Parasiten befreit werden. In der Regel bleibt das Tier für eine Nacht beim Tierarzt, da es zwei Injektionen Citarin benötigt. Über die weitere Pflege wird Sie der Tierarzt informieren.

Oktober 2008
 


  Rund um den Igel

Was können wir tun, um den Igeln zu helfen?

Von Dagmar Strube

1. Stellen Sie im Sommer frisches Trinkwasser in einem flachen Tonuntersetzer in den Garten Das Wasser bitte täglich erneuern und den Wasserbehälter nur mit Wasser und Bürste gut reinigen – keine Reinigungsmittel verwenden! Nicht nur Igel werden es Ihnen danken.

2. Verzichten Sie auf Insektengifte und Unkrautvernichtungsmittel.

3. Pflanzen Sie heimische Sträucher, Bäume und Blumen

4. Achten Sie bei Mäharbeiten und Aufräumarbeiten besonders im Spätsommer auf Igelnester.
 
5. Decken Sie Kellerschächte und Gruben ab.
 
6. An Teichen mit Steilufern sollten Sie Planken als Ausstiegshilfe anbringen.

7. Lassen Sie an Zäunen zu den Nachbargärten Durchschlupflöcher. Igel bewandern nachts ein ziemlich großes Revier, um ihren ständigen Hunger auf Insekten, Regenwürmer und Schnecken zu stillen.
 
8. Räumen Sie im Herbst den Garten nicht radikal auf. Lassen Sie Laub auf den Beeten und  unter Büschen und Sträuchern liegen. Dort könnte der Igel sich einen Winterschlafplatz  einrichten oder für sein Quartier Baumaterial finden.

9. Bieten Sie in Ihrem Garten Unterschlupfmöglichkeiten an (Holzstapel, Reisighaufen, Kompostkammern, niedriges Buschwerk oder ggf. Igelhäuschen). Diese Nestmöglichkeiten  sollten sich in einer ruhigen Ecke des Gartens befinden.

10. Bieten Sie Jungigeln im Spätherbst und Frühling Katzenfutter vermischt mit einigen Haferflocken oder mit Igeltrockenfutter an. Dazu ein Schälchen Wasser – keine Milch. Sie verursacht bei Igeln starken Durchfall. Achten Sie bitte auf täglich frisches Futter und mit klarem Wasser und einer Bürste gereinigte Futternäpfe (bitte keine Reinigungsmittel verwenden).

Oktober 2008
 


 
Igel im Garten
Der hilfsbedürftige Igel als Wintergast

Nachdem der eindeutig als hilfsbedürftige erkannte Igel vom Tierarzt untersucht und entsprechend medizinisch versorgt wurde, ist die gute Pflege wichtig, um das Ziel der schnellstmöglichen Auswilderung zu erreichen. Beachten Sie deshalb bitte folgende Punkte:


 


 
Winterquartier
1. Unterbringung

Der Igel ist ein Einzelgänger. Ab einem Gewicht von 300 g sollten auch Geschwister von einander getrennt gehalten werden, da es sonst zu Futterneid und sogar zu Beißereien kommen kann.
 
Jeder Igel sollte daher einzeln in einem ausbruchsicheren, idealer Weise ca. 2 m² großen Gehege gehalten werden. Die Seitenwände müssen zwischen 40 und 50 cm hoch sein, denn Igel können erstaunlich gut klettern! Den Boden des Geheges bedeckt man mit mehreren Lagen Zeitungspapier, die täglich (am Besten in den Morgenstunden) gewechselt werden sollten. Das Schlafhaus (Pappkarton oder kleine Plastikbox) sollte eine Seitenlänge von ca. 30 cm besitzen und einen ca. 10 x 10 cm großes Einschlupfloch an der Stirnseite besitzen. Gefüllt wird das „Schlafquartier“ ebenfalls vorzugsweise mit zerrissenem und zerknülltem Zeitungspapier. Bitte verwenden Sie keine Naturprodukte wie Laub, Heu, Stroh, Katzenstreu,....
Auch das Papier des Schlafhauses muss bei Verschmutzung erneuert werden.
 
Das Notquartier sollte in einem gut belüftbaren Raum bei einer Temperatur von 18-20 °C und mit natürlichem Lichteinfall stehen. Da Igel ein ausgeprägtes Gehör besitzen, ist ein möglichst ruhiger Raum (nicht neben der Waschmaschine!) auszuwählen.

 


 
Futterstelle
2. Ernährung

In Gefangenschaft erhalten Igel folgende Nahrung:
 
- Katzen- und Hundedosenfutter mit hohem Eiweißgehalt
- gekochtes Eigelb
- Rührei (mit wenig Fett gebraten und ungewürzt)
- Hackfleisch (angebraten)

 Zur besseren Verdauung mischen Sie Haferflocken oder Igeltrockenfutter unter.
 
Die Menge des Futters richtet sich natürlich nach dem Appetit des Stachelritters bzw. nach der Größe. In der Regel gilt: pro Igel ungefähr die Menge eines kleine Joghurtbechers (150 g). Wenn Sie dem hungrigen Wintergast zu wenig angeboten haben, wird er es Ihnen anhand von abgeleckten und umgeworfenen Futterschälchen anzeigen.
 
Bitte beachten Sie, dass die Futterschalen (glasierte Tonuntersetzer) täglich mit einer Bürste und klarem Wasser gereinigt werden müssen. Verwenden Sie keine
 
Reinigungsmittel. Alle eventuell noch vorhandenen Futterreste müssen entfernt werden.
 
Nicht auf den Speiseplan der Igel gehören: Obst, Gemüse, Käse, Joghurt, Süßes oder Gewürztes! Auch von der Fütterung von Regenwürmern und Schnecken ist abzuraten, da diese für den Befall von Innenparasiten verantwortlich sind.
 
Als Getränk bieten Sie Wasser in einem extra Schälchen an. Bitte keine Milch. Milch verursacht bei Igeln schwere Durchfälle, die zum Tod führen können.

 


 
Herbstexkursion
3. Was ist weiterhin zu beachten

Hilfreich für eventuelle weitere tierärztliche Behandlungen ist die Führung eines Pflegeprotokolls mit den Angaben der Fundumstände (Ortsbezeichnung, Datum, Gewicht, Gesundheitszustand, Geschlecht des Igels) als Aufnahmedaten und danach in Tabellenform:

 

Datum

Gewichtskontrollen

Bemerkungen (Futterverweigerung,

 

 

ab...., Medikation).

 

 

 

Die Gewichtskontrolle sollte zu Beginn der Pflege täglich und später wöchentlich erfolgen.

Bei Problemen, wie z. B. Futterverweigerung oder Durchfall zögern Sie nicht, sondern suchen Sie den Tierarzt umgehend erneut auf.

 


 
Igel auf Erkundungsgang
4. Igel sind Bewegungstiere

Bitte beachten Sie, dass Igel nachtaktive Bewegungstiere sind. In einem zu kleinen Gehege, in dem der Igel sich nicht ausreichend bewegen kann, würde der Igel lahm werden.
Wenn es Ihnen nicht möglich ist, ein wie oben angeben ausreichend großes Gehege zu bauen, dann sorgen Sie für Auslauf. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass Igel sehr gut klettern können und sich schnell in Verstecken von Heizkörpern oder Schränken verkriechen aus denen Sie sich selbst rückwärts nicht mehr befreien können (Aufrichtung/Verharkung der Stacheln). Deshalb sollte die Auslaufmöglichkeit gut gewählt sein. Ich benutze dazu z. B. meinen Kellerflur.
Der NABU Stadtverband Garbsen empfiehlt für weitergehende Informationen rund um den Igel folgende Homepage www.pro-igel.de oder einen Besuch in dem Igelhaus von Pro-Igel in Laatzen, Grasdorf, Ohestraße 12. Dort finden Sie viele weitere sachdienliche Hinweise über Winterschlaf, Auswilderung, Igelsäuglinge, Krankheiten, Zwangsfütterungen, ... Gleiche Themen werden auch in dem Fachbuch „Igel in unserem Garten“, von Monika Neumeier, aus dem Kosmos-Verlag unter der ISBN-Nr.: 9783440102589 behandelt.

NABU Stadtverband Garbsen

 



 


 

 

 

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